Gremien und Satzung

Die Stiftung Kunstsammlung Dr. Maike Bruhns ist seit dem 09. Februar 2022 von der Freien und Hansestadt Hamburg anerkannt als rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts. Zweck der Stiftung ist die Förderung der Kunst und Kultur sowie die Förderung von Wissenschaft und Forschung (vgl. §2 der Satzung unten).

Vorstand

Die Stiftung Kunstsammlung Dr. Maike Bruhns wird von einem Vorstand verwaltet, der aus drei bis fünf Mitgliedern besteht. Der Vorstand führt die Geschäfte der Stiftung, insbesondere entscheidet er über alle Fragen in Zusammenhang mit dem Bestand, der Erweiterung und der Verwendung der Kunstsammlung der Stiftung. Weiter entscheidet der Vorstand über die Förderung von Forschungsvorhaben gem. §2 der Satzung und verwaltet das Barvermögen der Stiftung.

Aktuell besteht der Vorstand aus drei Mitgliedern:

Arnt Bruhns
Stellvertretender Vorsitzender

Dr. Maike Bruhns
Vorstandsvorsitzende

Sönke Bruhns

Kurzbiografie Dr. Maike Bruhns

Dr. Maike Bruhns ist Kunsthistorikerin und Sammlerin Hamburger Kunst. Studium an den Universitäten München und Hamburg:

  • 1960 bis 1964 Studium der Germanistik und Kunstgeschichte;
  • 1972 M.A.-Arbeit: „Das Amerika-Bild deutscher Emigranten“;
  • 1986 Dissertation und Promotion zum Dr. phil.: „Anita Rée - Leben und Werk einer Hamburger Malerin 1885 – 1933“.

Freiberuflich tätig seit mehr als fünfunddreißig Jahren als Kunsthistorikerin mit verschiedenen Forschungsaufträgen, Kuratorin zahlreicher Ausstellungen und Autorin kunstwissenschaftlicher Veröffentlichungen und Kataloge. Parallel dazu Aufbau einer umfangreichen Kunstsammlung.

Das Forschungs- und Sammlungsgebiet von Dr. Maike Bruhns richtet sich seit mehr als fünfunddreißig Jahren auf Hamburger Kunst, speziell Kunst der zwanziger Jahre, der NS-Zeit und der Folgejahre mit Ausstellungen, Forschungsvorhaben und zahlreichen Publikationen mit folgenden Schwerpunkten:

  • Die Künstlergruppe Hamburgische Sezession (1919 - 1933),
  • Hamburger Expressionismus,
  • Kunst in Fritz Schumachers Hamburger Bauten,
  • Kunst im "Dritten Reich" / ausgegrenzte Künstler,
  • Kunst im Exil,
  • Kunst im Zweiten Weltkrieg,
  • Kunst im KZ Neuengamme,
  • Dr. Rosa Schapire,
  • Kunst nach 1945,
  • Lexikon Hamburger Künstler „Der Neue Rump“.

Heute gilt Dr. Maike Bruhns als Spezialistin für die Hamburger Kunst dieser Zeit (www.kunst-in-der-krise.de).

Parallel zu den Forschungen Aufbau einer umfangreichen Sammlung Hamburger Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts seit 1984, die seit 1989 an verschiedenen Orten Deutschlands, unter anderem 2013 im Kunsthaus Hamburg unter dem Titel „Nachtmahre und Ruinenengel“ mit großer öffentlicher Resonanz gezeigt wurde. Die Sammlung ist als Stiftung der Stadt Hamburg bestimmt und bildet den Nukleus der Sammlung der Stiftung Kunstsammlung Dr. Maike Bruhns.

Ihr Archiv im Warburg-Haus übergab Dr. Maike Bruhns bereits 2015 der Hamburger Universität.

Für ihre kunsthistorische Arbeit ist Dr. Maike Bruhns mehrfach ausgezeichnet worden:

  • 2002 Lappenberg-Medaille des Vereins für Hamburgische Geschichte: Für Forschung, Publikation und Ausstellung „Kunst in der Krise“, Hamburg 2001, Geschichte der Hamburger Kunst im „Dritten Reich“ und Lexikon der verfolgten Künstler.
  • 2013 Bundesverdienstkreuz: Für Forschungen, diverse Ausstellungen, Publikationen zur Geschichte der Hamburger Kunst in der NS-Zeit, zu Emigration und Exil Hamburger Künstler, zu Zeichnungen im KZ Neuengamme, Publikation des „Neuen Rump-Lexikons“ über Hamburger Künstler, für die Sammlung Hamburger Kunst mit Schwerpunkt NS-Zeit.
  • 2014 1. Preis „Hamburg Lesen“, Buchpreis der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg für die Publikation: „Bauschmuck bei Fritz Schumacher – ein Kaleidoskop der Künste“, Hamburg 2014.

Satzung (Auszug, Stiftungszweck)

§ 2

Stiftungszweck

  1. Die Stiftung verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung. Zweck der Stiftung ist die Förderung der Kunst und Kultur sowie die Förderung von Wissenschaft und Forschung.
  2. Der Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere durch
    1. die Verwaltung, Unterbringung, Erweiterung, Ausstellung und Verbreitung der Kunstsammlung Dr. Maike Bruhns, die derzeit aus ca. 2.500 Arbeiten von ca. 330 Künstlern mit dem Schwerpunkt Hamburger Kunst im 20. und 21. Jahrhundert sowie Kunst aus Norddeutschland, KZ-Kunst, verfemte Kunst in der NS-Zeit, politische Kunst bis zu Kunst der DDR besteht, einschließlich der leihweisen Überlassung von und für Ausstellungen auch einzelner Werke aus der Sammlung, um diese der Öffentlichkeit zugänglich zu machen;
    2. die wissenschaftliche Aufarbeitung der Sammlung durch Vergabe von Forschungsförderungen (Stipendien) sowie die Förderung von Veröffentlichungen dieser wissenschaftlichen Aufarbeitungen;
    3. die wissenschaftliche Beschäftigung mit den Forschungsgegenständen, die sich aus der Sammlung ergeben durch Vergabe von Forschungsförderungen (Stipendien) sowie Druckkostenzuschüssen;
    4. die Vergabe von Forschungsförderungen (Stipendien) und Druckkostenzuschüssen werden in Vergaberichtlinien geregelt, die der Zustimmung des Finanzamts bedürfen;
    5. Kooperation mit anderen privaten und öffentlichen Sammlungen.