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Gans, Paula 

1883 Hronow/Prag - 1941 Hamburg. Malerin. Seit 1920 in Hbg, die Ausbildung ist nicht bekannt. At. hinter dem Curiohaus mit Gertrud Schaeffer und Hertha Spielberg. Beliebte und gesuchte Porträtistin. 1932 Reise nach Paris und Südfrankreich, 1936 Italien, 1939 Amsterdam. Engagement im Jüdischen Kulturbund Hbg. 1938 Ausschluss aus der RKK, sukzessive Enteignung. Am Tag vor der Deportation wählte sie den Freitod.

 

Geber, Roma 

1922 Hamburg – 2000 Buenos Aires. Malerin. Sechzehnjährig wurde sie im Oktober 1938 nach Zbasyn / Polen deportiert, ein traumatisches Erlebnis. In Hbg erlebte sie antisemitische Demütigungen. 1941 Auswanderung zum Vater nach Argentinien. Nach Jahren einfacher Bürotätigkeit begann sie 1969 eine künstlerische Ausbildung. Mehrfach ausgezeichnet. Bekannte Malerin in Buenos Aires. 

 

Gerkens, Theo

1924 Hamburg – 2013 Hornbek/Talkau. Maler, Grafiker. Nach Kriegsdienst und am. Gefangenschaft Studium 1948-51 an der HfbK Hbg bei Willi Titze. Seit 1952 freischaffend in Reinbek bei Hbg, später Umzug nach Hornbek/Schl.-Holst. 

 

Gilberger, Ruth

1966 Berlin. Lebt und arbeitet in Köln. 1985-88 Studium der Freien Kunst und Bildhauerei an der HfbK Braunschweig bei Siegfried Neuhausen, Emil Cimiotti, 1991-93 bei Edgar Gutbub und Thomas Virnich. 1988-91 in Hamburg, Verbindung mit Volker Meier. Diplom 1992. Meisterschülerin bei Cimiotti 1993. 1995 MA der Kulturwissenschaften. Übersiedlung nach Köln. 

 

Glüsing, Heinz

1920 – 2013 Hamburg. 1936-39 Schornsteinfegerlehre. 1940-45 Kriegseinsatz. 1946-50 Studium an der HfbK Hbg bei Willy Titze und Erich Hartmann. 1950-52 zweijähriger Aufenthalt im Allgäu. 1954-56 Studium an der HfbK Hbg bei Theo Ortner Wandmalerei. Seit 1956 freischaffend Wandgestaltungen für Kunst am Bau. 1996 Übernahme des Ateliers von Fritz Flinte in der Hartwicusstr. 5. 1966-79 Dozent an der FHSchule Hbg. 1976 Beginn des Arbeitens in kleinem Format vor der Natur. Viele Reisen, u.a. nach China, Tibet, Ladakh, Nepal. 2010 Biermann-Ratjen-Medaille der FHHbg. 

 

Göttlicher, Erhard 

1946 Graz. Lebt in Hamburg. Maler, Designer. 1967-74 Studium an den WKSchulen in Wiesbaden, Bielefeld und Kopenhagen sowie an der HfbK Hamburg, u.a. bei Alfred Hrdlicka. Mehr als 30 Kulturpreise und Auszeichnungen, u.a. 1975 Kunstpreis Junger Westen, 1978 Villa Massimo Preis Rom. Seit 1980 Prof. an der HAW Hamburg, Department Design. 1987-93 Direktor der Internationalen Ak. für Kunst und Gestaltung “Pentiment” in Hamburg.

 

Goral, Arie

1906 Rheda –1996 Hamburg. Geb. als Walter Sternheim, Maler, Schriftsteller, Kunstpädagoge. Schulzeit in Lemgo und Hamburg. 1921-33 Mitglied in Jüd. Wanderbünden. Mitglied im Kibbuz Cheruth bei Hameln. 1928-32 landwirtschaftl. Arbeit für Hachscharah, Autor der ZS Der Junge Jude. 1932 Rückkehr nach Hamburg. Mai 1933 Flucht nach Südfrankreich. Leiter des landwirtschaftl. Ausbildungsbetriebes für jüd. Flüchtlinge in Toulouse, Mitarbeit im Comité Réfugié Allemand. 1933-34 Aufenthalt in den Pyrenäen, später in Marseille. Dezember 1934 Emigration nach Palästina. 1935 im Kibbuz Giwath Brenner. 1936-44 verschiedene Tätigkeiten, Bauarbeiter, Bademeister am Toten Meer, Assistent am Dizengoff-Museum in Tel Aviv. Kontakte u.a. zu Schalom Ben Chorin, Wolfgang Hildesheimer, Arnold Zweig, Else Lasker-Schüler. 1946-47 Arbeit auf Orangenplantagen in Rechovoth; Einrichtung eines Malstudios für Kinder. 1948 Teilnahme am jüdisch-arabischen Krieg. Ab 1950 Beteiligungen an Ausst. (u.a. in Florenz, München, Hamburg). 1950-51 Studium an der KAk. Florenz. 1953 Rückkehr nach Hamburg. 1955 Kunsterzieher am sozialpäd. Inst. der Uni Hamburg; Bekanntschaft mit Eva Peters, 1968 Heirat. 1957 Gründung des Jungen Studios; 1962 Pläne für eine erneute Emigration. 1964 Übersiedlung nach Berlin. 1965 Gründung der Gal. Uhu, 1968 der Intergalerie in Hbg. Ab 1973 kulturpolitische Aktivitäten. 1982 Biermann-Ratjen-Medaille und Einweihung des Heine-Denkmals auf dem Rathausplatz, für das er sich lange eingesetzt hatte.

 

Gorella, Arwed D. 

1937 Schweidnitz - 2002 Berlin. Maler und Illustrator. 1955-61 Studium an der HdK sowie FU Berlin. Meisterschüler bei Alexander Camaro. Seit 1960 Dozent an der PH Berlin. 1972 Mitgründer der kritisch-realist. KüV Aspekt. 1977-2001 ordentlicher Prof. an der HfBK Braunschweig

 

Goris, Karl 

1927 Heerlen/Holland - 1983 Hamburg. Maler, Architekt, Kurzfilmmacher. Mit 17 Jahren Einberufung. Verwundung, Lazarettaufenthalt. 1947–49 Schüler bei Paul Thesing in Darmstadt, Werkstätten für bild. Kunst. 1949–51 Studium an der HfbK Hbg bei Theo Ortner. Danach freischaffend in Hamburg. Heirat mit der Tänzerin Maria Frank. Zwei Kinder. Zum Lebensunterhalt Arbeit bei der Post. Nutzte einen Anbau an der Josephkirche in St. Pauli als At. 1965 Kunstpreis der Böttcherstraße Bremen. Ab 1970 Dozent an der FOSchule für Sozialpädagogik. Er starb an Lungenkrebs. 

 

Gorten, Julian 

1978 Prüm. Lebt in Altona. Grafiker, Illustrator. Studium an der HAW Hamburg (Armgartstraße). 

 

Gowa, Hermann Henry 

1902 Hamburg - 1990 München. Maler, Bühnenbildner. Studium der Philosophie, Kunst-, Lit.geschichte bei Heinrich Wölfflin und Arthur Kutscher an der Uni München, Malerei bei Hans Hofmann und Heinrich Knirr an der Ak. 1925–33 Bühnenbildner an versch. dt. Theatern. 1933 Übersiedlung nach Paris, 1934 nach Nizza. 1935 Mitgründer der Union des peintres pour la Défense de l’art modern. 1937 Verbindung mit Hedwig Slutzky-Arnheim. 1938 Gründung eines Marionettentheaters in Nizza. 1939 im Fort Carré d’Antibes, darauf in Les Milles bei Aix-en-Provence interniert. Freundschaft mit Walter Hasenclever. 1940 im „Gespensterzug“ nach Bayonne und zurück. Juli 1940 Entlassung. Heirat mit Annie Roussel, bis 1947 vier Kinder. Kontakt zur Résistance. 1944 Vizepräsident des C.A.D.I. Sept. 1943 bis April 1944 in Le Broc in der Haute Provence untergetaucht. 1946–51 Leiter der Staatl. Kunstschule Saarbrücken. 1951–53 freischaffend in Paris. Ab 1954 Leiter der Offenbacher WKSchule. Später an der Uni Köln und Ak. Stuttgart. Ab 1964 freischaffend in Berlin. Beitritt zum Dt. Werkbund. 1966 Bundesverdienstkreuz. 1985 Umzug nach München. Amputation beider Beine wegen Diabetes. 

 

Grandeit, Erich 

1915 Magdeburg - 2001 Hamburg. Bühnenbildner, Maler, Grafiker. Häufiger Wohnortwechsel durch Engagements der Eltern. 1931 Bühnenbildner-Ausbildung am Bad. Staatstheater Karlsruhe, Studium an der LKSchule bei Karl Hubbuch. 1933 Abbruch und Wechsel nach Hbg an die Schiller-Oper als Theatermaler. 1940 Einberufung, Soldatenbühne in Frankreich. 1943 wegen der Abstammung der Mutter aus der Wehrmacht entlassen. Bis 1945 Zwangsarbeit im Hafen, nebenbei im Theater auf der Reeperbahn engagiert. Ab 1945 freikünstlerisch tätig. 1951 Umzug nach Blankenese. 1952 Beginn intensiver Bühnenbildner-Tätigkeit für versch. Hamburger Theater, Gastaufträge für bekannte auswärtige Bühnen in Basel, Berlin, Wien, FFM. 

 

Grass, Günter 

1927 Danzig – 2015 Lübeck. Schriftsteller und Zeichner. 1948-52 Studium an der Ak. Düsseldorf, Grafik und Bildhauerei bei Josef Mages und Otto Pankok. 1953-56 Fortsetzung an der HfBK Berlin bei Karl Hartung. Danach bis 1959 in Paris. 1960-72 erneut in Berlin-Friedenau. Von 1972-87 in Wewelsfleth/Schl.-Holst. August 1986 – Jan. 1987 in Indien, meist in Kalkutta. 1999 Lit.-Nobelpreis. 

 

Gresko, Georg

1920 Berlin – 1963 Hamburg. Maler, Grafiker, Autodidakt. Dozent für freie Grafik und graf. Techniken an der HfbK seit 1957. 

 

Grieshaber, HAP 

1909 in Rot a.d. Rot1981 Eningen/AchalmGrafikerbild. Künstler. Taufname Helmut Andreas Paul Grieshaber. 1924-27 Schriftsetzerlehre und KGSchule Stuttgart. Seit 1932 Arbeit mit großformatigen, abstrahierendeHolzschnitten. 1931-33 in London, Paris, Ägypten, Griechenland. 1933 Mal- und Ausst.verbot. 1940 Soldat, 1945 belg. Kriegsgefangenschaft. Ab 1947 auf der Achalm bei Reutlingen. 1951 Lehrer an der Bernsteinschule bei Sulz/Neckar, 1955 an der Ak. Karlsruhe, 1956 an der AdK Berlin. 

 

Grimm, Willem 

1904 Darmstadt - 1986 Hamburg. Maler, Grafiker, Holzschneider. 1919-21 KGSchule Offenbach bei Rudolf Koch. 1922 Debschitz-Schule München bei Carl Caspar. 1922-23 Worpswede. 1924-26 KGSchule Hamburg bei Willi Titze. 1926-27, 1929 Studienreisen nach Paris, 1927-28 5 Schiffsreisen mit Reinhard Lentz nach New York und Westindien. 1929 Mitglied der HSez. 1930-31 Lehrer an der LKSchule. 1932 Italienreise mit Hans Martin Ruwoldt und Karl Kluth. 1934-36 Reisen nach Norwegen und zur Basler Fasnacht. 5 Werke 1937 in der HKH beschlagnahmt, Wandbilder zerstört. Aufgabe der Malerei, landwirtschaftliche Ausbildung. 1939-45 Soldat. 1943 Verlust des Oeuvres durch Bombardement. 1946-69 Prof. an der LKSchule (HfbK). 1959 Edwin-Scharff-Preis. 

 

Grot, Heinz 

1901 - 1995 Hamburg. Maler, Grafiker. 1920–22 Ausbildung bei Ernst Schultz. 1928-30 Studium an der LKSchule Hamburg bei Julius Wohlers, Johann Bossard, Richard Luksch. 1933–68 Mitglied der HKüS und der KüV Palette. Reisen nach Norwegen, Schweden, Dänemark sowie auf die Halligen. 

 

Grunwaldt, Herbert 

1928 Bunzlau/Schlesien – 2014 Hamburg. Grafiker, Maler. Er wuchs in Hbg auf. 1952–57 Studium an der HfbK bei Willi Titze, Willem Grimm, Alfred Mahlau. Malreisen nach Elba, Fehmarn, Bornholm.