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Tanck, Walther

1894 -1954 Hamburg. Maler, Grafiker. 1911-12 Studium an die KGSchule bei Arthur Illies. 1912 Malschüler von Franz Nölken. Bis 1914 in Paris, Künstlerkreis Café du Dôme. Im 1. Weltkrieg Soldat, 1915 Verwundung, lebenslanges Knieleiden. 1919–21 freier Künstler in Düsseldorf, Beitritt zum DKüB. Ab 1921 in Hbg, Heirat mit Fiorenza Percetti aus Mantua. Sie starb 1923 bei Geburt der Zwillinge Fiorenza und Elisabeth. 1924 2. Ehe mit Ilse Lange, Tochter von Willi Lange, seinem Lehrer für druckgraf. Techniken. Bis 1928 Studienreisen. Beitritt zur HKüS, Teilnahme an Ausst. der HSez. Häufige Wohnungswechsel aufgrund wirtsch. Verhältnisse. Förderung durch Bankier Richard Samson in Rissen. 1932–34 Wohnung in dessen Villa in Gr. Borstel. 1937 Beschlagnahme eines Weibl. Akts (1920) in der HKH. 1938 Umzug in die Lenaustraße. 1943 ausgebombt. Flucht nach Süddeutschland. 1943–51 in Bad Bramstedt. Mitgründer der KüV Niederelbe. 1951 Rückkehr nach Hbg, At. in der Mönckebergstraße. 

 

Thiele, Werner

1911-1992 Hamburg. Maler, Grafiker, Autodidakt. Ausbildung zum Feinmechaniker. Bis 1949 in sowjetischer Kriegsgefangenschaft in Sibirien, Bleibergwerk Kasachstan. Beginn der Malerei nach der Heimkehr, Motive aus dem Zweiten Weltkrieg, Gefangenschaft, Zwangsarbeit. Industrie- und Städte-

Landschaften, Natur, Meer und Schiffe, Figürliches, Abstraktes, Bilder mit religiösen Inhalten. 

 

Titze, Willi 

1890 - 1979 Hamburg. Maler, Grafiker, Keramiker, Glasmaler. Lehre zum Theatermaler im At. von Franz Gruber. 1907–11 Studium an die KGSchule Hbg. bei Carl Otto Czeschka. 1911 Studienreise nach Italien. 1912 Hilfslehrer an der KGSchule. 1914 Militärdienst an der Front, EK 2. Bis Kriegsende Zeichner beim Brigadestab. Ende 1918 erneut KGSchule, 1922 Fachklasse für Dekorationsmalerei. 1927 Prof. für Malerei u. Grafik. Bei den Zinnober-Festen der HSez aktiv. 1927-33 viele Studienreisen. Beitritt zur HSez. 1932-33 Umzug nach Lemsahl-Mellingstedt. Im Okt. 1933 beurlaubt, Ende Juni 1934 Versetzung in den Ruhestand. 1943-44 Widerrufsbeamter an der HHH. 1945-56 Leitung der Klasse für graf. Techniken an der LKSchule. Beitritt zum DKüB

 

Toepke, Lola 

1891 Leopoldshall - 1941 Deportation in das KZ Riga, 1944 Evakuierung nach Stutthof, Todesdatum unb. Bildhauerin. Geb. Edith Leonore Simon, Tochter der Schriftstellerin Anna Simon in Hbg. Ausbildung an der KGSchule bei Johann Bossard. 1929 Arbeit in einer At.Wohnung Breite Straße 14. Wöchentliche Gemeinschaftsarbeit mit Emma Gold-Blau, Jürgen Block, Lou Amerding u.a. Mitglied der HKüS, Gast in der HSez. Kurze Ehe. 1934 Umzug in die Lübecker Straße 82. Von der HKüS im April 1933 unehrenhaft ausgeschlossen, aus der RdBK vor Juni 1938 ebenfalls. Ausst.verbot. 

 

Trombetta, Erich 

1910 Hamburg - 1998 Trittau. Maler, Zeichner. Zeitweilig in Worpswede.

 

Tübke, Werner 

1929 Schönebeck/Elbe - 2004 Leipzig. Maler, Grafiker. Malerlehre. Studium 1948-50 an der HGB Leipzig. 1950-53 Ausbildung zum Kunsterzieher an der Uni Greifswald. Einer der bekanntesten Maler der DDR, gehörte mit Bernhard HeisigWolfgang Mattheuer u.a. zur Leipziger Schule. Wurde durch das große Panoramabild in Bad Frankenhausen über die Bauernkriege im 16. Jahrhundert populär.

 

Tügel, Tetjus 

1892 Hamburg - 1973 Oese/Bremervörde. Dichter, Maler, Musiker, Schauspieler. Kurzzeitig Besuch der KGSchule Hbg. 1909-39 freischaffend in Worpswede. Häufig in Hamburg, Berlin u.a. Orten. Im 1. Weltkrieg Flugzeugfunker. Mitgründer des Kabaretts Bronzekeller, 1919 der HSez. 1922 Kunstprozess wegen „Ausstellen unzüchtiger Bilder“. Mehrere Ehen, viele Kinder. Nach 1925 Auftritte im Haus des Juweliers Carl M.H. Wilkens, Begegnung mit Schwitters, Ringelnatz, Erika Mann, Gründgens, Kortner. 1922 Wanderung durch das Riesengebirge, 1923 über 3500 km bis Haparanda. 1933 Verbot der Mappe Totentanz. 5 Werke 1937 in der HKH beschlagnahmt, 2 Gemälde 1938 in der Düsseldorfer Ausst. Entartete Kunst. 1938 Reise nach Königsberg. Um 1940 Übersiedlung nach Bederkesa. Zeichenlehrer am Gymnasium. Vor Kriegsende Wachdienst in dem KZ-Auffanglager Sandbostel. Darauf in Brillit, zuletzt in Oese auf dem Quickhof.