Wallner, Claus
1926 Berlin – 1979 Hamburg. Maler, Grafiker, Lithograf, Bildhauer. 1940-42 Malstudien bei Prof. Freitag. 1943-45 Kriegsdienst. 1945-48 freie Malerei in Süddeutschland. 1948-51 LKSchule Hbg bei Theo Ortner, außerdem in Glaswerkstätten in Süddeutschland und Frankreich. Seit 1952 eigenes At. in Hbg. 1953 Heirat mit Ursula Querner, Töchter Florentine (1959) und Dorothee (1958). 1952-60 Studienreisen nach Frankreich, Griechenland, It. Ab 1961 Sommeratelier auf Ponza/It. Zweite Ehe mit der Bildweberin Erika Querner, Tochter Silveria.
Wandrey, Petrus
1939 Dresden - 2012 Hamburg. (Ulrich Carl Peter Wandrey). Maler, Grafiker. Seit 1947 in Hbg. 1960-63 Werkkunstschule für Werbung und Graphik Hbg, bis 1968 HfbK. Faszination für Surrealismus, Pop Art und Dada. Erforschte seit 1978 Möglichkeiten von „digitalistischer“ Bildgestaltung. Allianz von Kunst und Technik.
Warhol, Andy
1928 Pittsburgh/Pennsylvania - 1987 New York. Maler, Filmemacher, Verleger. Mitgründer und bedeutendster Vertreter der amerikanischen Pop Art. In den 1950er Jahren Grafiker und Illustrator für Mode-, Hochglanz- und Lifestylemagazine. Umfangreiches Gesamtwerk. Schwerpunkt Siebdrucke.
Waschk-Balz, Doris
1942 Berlin. Lebt in Hamburg. Bildhauerin. Studium bis 1964 an der KA Stuttgart Keramik bei Ulrich Günther, Bildhauerei bei Rudolf Daudert. 1964–68 Fortsetzung an der HfbK Hamburg bei Gustav Seitz. Seit 1968 Arbeit im eigenen At. Im selben Jahr Heirat mit dem Zeichner Klaus Waschk, 1971 Sohn Kolja. 1985 Auszeichnung eines Reliefs durch die Stiftung Kinder in Hamburg mit einem Kunstpreis. Viele Aufträge.
Waschk, Klaus
1941 Insterburg/Ostpr. Lebt in Hamburg. Grafiker, Zeichner. 1961-62 Studium der Kunstgeschichte, Archäologie, Germanistik an der Uni Marburg. Darauf 1962–66 Studium an der AK Stuttgart bei Rudolf Daudert, Ch. Schellenberger, Gunther Böhmer. 1966–71 Uni Hamburg Germanistik. 1968 Heirat mit der Bildhauerin Doris Waschk, ein Sohn. 1971–89 Lehrer am Gymnasium Hohenzollernring in Hbg. 1977, 1981 Kunstpreis Altona, 1979 Preis der Otto-Stiftung Hamburg, 1994 Hans-Meid-Preis für Buchillustration in Mainz. Seit 1983 Dozent an der FSG Hbg, 1989 Prof. für das Fach Zeichnen.
Weber, A. Paul (NH)
1893 Arnstadt – 1980 Ratzeburg. 1908-14 Wandervogel. Ab 1911 Gebrauchsgraphiker. 1914-18 Eisenbahnpionier an der „Ostfront“. Ab 1916 Karikaturist, Zeichner. 1925 Gründung der „Clan-Presse“. Ab 1928 Mitarbeit im national-bolschewistischen Widerstandskreis um Ernst Niekisch; politisch-satirische Zeichnungen für die Zeitschriften „Widerstand“ und „Entscheidung“. Ab 1931 Mitherausgeber. 1937 Verhaftung wegen Kontakten zum „Widerstandskreis“, halbes Jahr Haft. 1944-45 Kriegsdienst. Seit 1940 Lithos für die „Griffelkunst-V.“ 1954-67 Mitarbeit am „Simplicissimus“. Mehrere Auszeichnungen. 1951 „A. Paul Weber Kreis“ der Griffelkunst Vereinigung. 1973 Eröffnung des A. Paul Weber Museum in Ratzeburg.
Weber, Else
1893 Hamburg - 1994 ebd. Malerin. Ausbildung zur Grundschullehrerin, Ausübung bis 1914. Erfolgloses Bemühen um Unterricht bei bekannten Künstlern. Karl Hofer riet ihr zu eigenständiger Tätigkeit. 1914 Heirat mit Dr. Hans Ulrich Weber, Geburt einer Tochter. 1923–1927 malte sie als Privatschülerin bei Rudolf Jacob Zeller. Sie trat der HKüS und 1927 der Gedok bei und befreundete sich mit M. Wenz. Nach Kriegsende Abendakt bei A. Fiedler, Freundschaft mit E. Hartmann und G. Wohlwill. Reisen nach Paris, Sylt, in mediterrane Länder u. nach Afrika, 1955 zum Panamakanal. 1957 wohnte sie Husumer Straße 12. Sie wurde 100 Jahre alt.
Weingärtner, Marianne
1917 Linz – 1995 Hbg. Wuchs in Hermannstadt (Siebenbürgen/Rumänien) auf. Studierte 1934-1943 Malerei, Grafik und Zeichnung an der Academia de belle arte in Bukarest und an der HfbK in Berlin. Im Anschluss ging sie als freischaffende Künstlerin in verschiedenen europäischen Städten ihrer Tätigkeit nach. Von 1958 bis 1980 arbeitete sie als Dozentin an der HAW in Hamburg. Zahlreiche Einzelausst. und Veröffentlichungen.
Weiss, Max
1884 Altona - 1954 Hamburg. Maler, Grafiker. Nach Lithografenlehre Besuch der KGSchule. 1914–18 Kriegsdienst. Umzug mit Frau und 4 Kinder nach Langenhorn, Laukamp 8. Druck von Hamburgensien-Radierungen im Haus. Seit 1920 Mitglied der HKüS, 1933 Ausschluss. 1938 Berufsverbot durch die RKK. 1939 Malergehilfe. Wilhelmine Weiss‘ Weigerung einer Scheidung schützte ihn in „privilegierter Mischehe“. 1941 Zwangsarbeit in der Firma Klood in Harburg, Malerarbeiten im Freien, Rheuma und Schwäche. 1943 Umzug der Familie in ein „Judenhaus“. Am 14. 2. 1945 Deportation nach Theresienstadt. Er überlebte dank Beschäftigung in der Jüd. Selbstverwaltung. Am 30. 6. 1945 Rückkehr nach Hbg. Rückerstattung des Hauses am Laukamp. Im Wiedergutmachungsverfahren Entschädigung für Haft und Freiheitsentzug, ab 1948 Rentenzahlung der Stadt.
Weissauer, Rudolf
1924 München – 1996 Burg/Fehmarn. Maler, Grafiker. 1945-49 Ak. München. Viele Reisen, jährlich Island. Imaginäre Landschaften.
Werkmeister, Wolfgang
1941 Berlin. Lebt in Hamburg. Maler, Zeichner, Radierer. 1960–64 Studium an der AK Stuttgart bei Gunther Böhmer, Erich Mönch u. Walter Raabe. 1961 erste Radierung in Hbg. 1962 als Vogelwart auf Amrum. 1964 Übersiedelung nach Hbg. 1965 Studium an der FSG Hbg bei Wilhelm M. Busch u. Siegfried Oelke. 1966–69 Arbeit als Pressezeichner und Illustrator. Einrichtung einer Radierwerkstatt. 1972-73 Dozent an der FSG Hbg. 1974 in Worpswede, 1977 in Oslo. 1980 erste Reise nach Lanzarote, 1983, 1985 Marokko, 1989 Papua-Neuguinea, 1995 New York. Mitglied der Hans Thoma-Ges. 2001 Kunstpreis der Stadt Baden-Baden.
Wield, Friedrich
1880 – 1940 Hamburg. Bildhauer, Grafiker. 1896 Bildhauerlehre bei Walter Zehle in Hbg, ab 1900 Studium an der Münchner AK bei Wilhelm von Rümann. Gr. Silberne Medaille im Glaspalast. 1903-05 Mitarbeit bei Zehle. 1905-14 in Paris, Mitarbeit bei Rodin. 1913 Ehrenplatz seiner Krugträgerin im Salon, Beifall Maillols. Studienreisen nach Italien und Winterthur, Verbindung zu Richard Bühler. 1915-18 Kriegsdienst. 1919 At. in der HKH, Gründer und Vorsitzender der HSez, Mitglied des DKüB. 1925 erneut in Paris. 1930 Auftrag für ein Heinrich-Hertz-Denkmal, 1933 Gipsversion vollendet. 1940 Freitod aufgrund der NS-Pressionen wegen des Denkmals.
Wienert, Carl Heinz
1923 Hattorf/Harz – 1963 Hbg. Maler, Hochschullehrer. 1948-53 Studium an der KA Kassel. 1954-59 Dozentur an der Kunst- und Werkschule Pforzheim. Bis 1963 Prof. an der HfbK Hbg. Mitglied des DKüB. 1964 posthum Arbeiten auf der documenta III Kassel. Vertreter der Konkreten Kunst.
Wilhelm, Theo
1912 – 2005 Hamburg. Maler, Grafiker. 1930-34 LKSchule bei Alfred Ehrhardt und Eduard Steinbach, gleichzeitig Uni-Studium Pädagogik, Philosophie, Psychologie. 1935 Lehramtsexamen, Hauptfach Kunsterziehung. 1936 Krankenpfleger in den Alsterdorfer Anstalten. 1937-39 Lehrer in Husum. 1940-49 Einberufung, Kriegsdienst in Russland (Funkunteroffizier), sowj. Gefangenschaft und Zwangsarbeit in Sibirien. 1949-74 Kunsterzieher in Hbg. Daneben lebenslang künstlerisch freischaffend. Ab 1956 Mitglied der Gruppe 45.
Winkler, Editha Charlotte
1925 Ostpreußen – 2014 Hamburg. Malerin, Grafikerin. Studium der Kunstgeschichte in Breslau. Nach 1945 Ausbildung in Malerei und Grafik in Hannover und Hbg. Themenkreise Elbe, Sylt und Rom, viele Aqu.
Witt, Ernst
1901 Altona - 1977 Hamburg. Maler, Zeichner, Grafiker. 1919-23 KGSchule bei Arthur Illies und Julius Wohlers. Ab 1923 freischaffend in Hamburg. 1924 Studienreise nach Italien, 1932 Paris, Spanien und Marokko. Mitglied der KPD und der ASSO. 1935 Besuch bei Hein Semke Lissabon, Südeuropa- und Nordafrika-Reise. Zwei Werke 1937 in der HKH beschlagnahmt. 1938 kurzzeitig inhaftiert. Als Soldat Kriegsberichterstatter in Griechenland, Ostpreußen u. Norwegen. 1943 Verlust des Oeuvres im Ohlendorffhaus. 1946-50 Lehrer am Baukreis.
Witte, Wilma
1912 Hamburg - 1997 München. Malerin. 1931-35 Handelsschul-Ausbildung. Besuch der LKSchule bei Arthur Illies, Alfred Ehrhardt, Paul Bollmann und Willi Titze. 1943 2 Sem. HHH, Abbruch nach der Auflage, nicht weiter „entartet“ zu malen. Bis 1946 in Süddeutschland Restauratorin. Heirat mit Franz Nespethal, Sohn Alexander. Gründung der Künstlerkolonie Roter Reiter am Chiemsee mit Nespethal und Axel Ortmann. 1950 Rückkehr nach Hbg. 1960 Gründung eines Deutsch-afrikanischen Clubs in ihrem At. Nach 1976 Übersiedlung nach München.
Woebcke, Albert
1896 Altona - 1980 Hamburg. Bildhauer, Maler, Grafiker. 1911-13 Steinbildhauerlehre, KGSchule Altona. Danach KGSchule Hbg bei Johann Bossard. 1915-18 Soldat. Danach freischaffend. 1927-33 Mitglied der HSez. 1922-26 Lehrer an der KGSchule Altona für Bildhauerei. Studienaufenthalte in Berlin, Zürich, Rom, Paris. 5 Werke 1937 in Hbg beschlagnahmt. 1943 Vernichtung seines Oeuvres durch Bomben.
Wohlwill, Gretchen
1878 - 1962 Hamburg. Malerin, Grafikerin. 1894 Kunstschule Röver, Lehrer Ernst Eitner und Arthur Illies. 1904-05 Paris, Privatakademie Stettler und Dannenberg bei Lucien Simon und Jacques Emil Blanche. 1909-10 Besuch der Matisse-Schule in Paris. 1910 Zeichenlehrerin-Examen in Berlin. Bis 1933 Zeichenlehrerin an der Emilie-Wüstenfeld-Schule in Hbg. 1919 Gründungsmitglied der HSez. 1922 Reise mit Alma del Banco nach Italien. 1927 Beginn der lebenslangen Künstlerfreundschaft mit Eduard Bargheer. 1933 Ausschluss aus der HKüS, Entlassung aus dem Schuldienst. 1937 Mitarbeit im Jüdischen Kulturbund Hamburg. 1940 Emigration nach Portugal. 1948, 1952 Auszeichnung mit dem Prêmio Francisco da Holanda. 1952 Rückkehr nach Hamburg. Ehrenmitglied im BBK Hamburg.
Wolfs, Mona
1963 als Monika Hähnigen in Hamburg geb. Lebt ebd. u. in Schellhorn/Schl.-Holst. Malerin, Zeichnerin. 1983-85 Studium an der HfbK Hamburg, Lithografie bei Rainer Oehms. 1987-92 Lehramtstudium an der Uni Hbg für Sport und Textile Gestaltung. 1997-2003 Illustrationsstudium an der HAW Hamburg, 2003 Diplom bei Erhard Göttlicher und Klaus Waschk.
Wrage, Hans
1921 - 2012 Hamburg. Freilichtmaler. Lehre als Gebrauchswerber, Kriegsdienst in Italien und Afrika mit anschl. Kriegsgefangenschaft in USA und England. 1947 Rückkehr nach Hbg. Mal- und Zeichenkurse bei Friedrich Schaper, Rolf Böhlig und Erich Wessel in Hbg und bei Maria Vogler in Worpswede. Studium an der LKSchule. 1963 Mitglied in der HKüS sowie dem HKüV.
Wrage, Klaus (Claus)
1891 Malente-Gremsmühlen - 1984 Eutin. Maler, Grafiker, Bildhauer. 1911-12 Studium der Philosophie und Naturwissenschaft in Tübingen, 1913 Malerei bei Heinrich Knirr in München und bei Hans Lietzmann in Torbole. Darauf Ak. München, danach Lewin-Funcke-Schule Berlin. 1914 Soldat, verschüttet, bis 1920 kriegsgefangen. 1921 Gründung der „Holm-Presse“. Heirat mit der Tänzerin Greta von Pustau. Drei Kinder. 1925 in Günterstal/Freiburg, 1926–28 in Berlin, 1929 Wohnung in Blankenese, Mitgründer der Freunde graph. Kunst. Reisen nach Island, Norwegen, Spanien, Griechenland. Freundschaft mit Karl Lorenz. 1930 in Kampen/Sylt, 1933–38 Haffkrug/Ostsee. 1933 Abbruch seiner Hbger Ausst., Bauverbot für eine geplante Kunstschule, Beitritt zur NSDAP. Beim NS-Regime wegen seiner „Edda“-Blockbücher angesehen. 1 HS 1937 im MKG Hbg beschlagnahmt. 1939–45 Kriegsdienst in Kulmbach. 1945 in Fissaubrück/Ostholstein, zuletzt am Kellersee. 1950–55 Mitglied der HKüS. Prämie des Preuß. Staatspreises, 1941 Schl.-Holst. Kunstpreis, Wahl zum Mitglied e.h. der Dt. Dante-Ges.
Wüsten, Johannes
1896 Heidelberg - 1943 Brandenburg-Görden. Maler, Zeichner, Grafiker, Keramiker, Schriftsteller, Journalist. Ab 1897 in Görlitz. 1916-18 Soldat. 1918 freischaffend in Hbg, 1919 Mitgründer der HSez. 1922 Rückkehr nach Görlitz. Gründung einer Keramik-Manufaktur, 1926 der Görlitzer Malschule. 1932 Mitglied der KPD. 1934 illegal nach Prag, Anschluss an den polit. Widerstand. Antifaschistische Karikaturen unter dem Pseudonym Peter Nikl. 9 Werke 1937 in der HKH beschlagnahmt. 1938 Übersiedlung nach Paris, Mitarbeit an Exil-Zeitungen. 1939-40 in mehreren französischen Lagern interniert. Nach schwerer Krankheit 1941 im besetzten Paris verhaftet. Vom Berliner Volksgerichthof zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt. 2 Jahre darauf in der Haft an Tbc verstorben.
Wulff, Günther
17.02.1927 Hamburg - ?. Designer, Maler, Komponist. Er studierte Malerei in Hamburg bei Erich Wessel und Ernst Witt. 1948 Heirat mit Else Wulff. 1972–89 lehrte er an der Kunsthochschule Dunloaghaire School of Art and Design in Dublin und arbeitete als Art Director und Produzent für Film und Fernsehen. Seit 1990 lebte er in Südfrankreich.
Wyrwol, Ricarda
1962 Braunschweig. Lebt in Hamburg. Bildhauerin. 1982-83 Studium der Theologie in Würzburg, 1984-87 der Bildhauerei bei Karl Heinz Türk an der KAk. Nürtingen. 1987 Umzug nach Hbg. Seit 1995 eigenes At. in Hbg-St. Georg. 2007 2. Platz beim Wettbewerb zur Altarraumgestaltung der Domkirche St. Marien. 2008 1. Platz beim Wettbewerb für eine Skulptur auf dem Ohlsdorfer Friedhof.