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Nass, Willi

1899 - 1966 Hamburg. Maler, Grafiker. 1913 Kaufmannslehre. 1917-18 Kriegsdienst in Galizien und Frankreich. Kaufm. Angestellter bei der Krankenkasse. 1920 Abendkurs an der Altonaer KGSchule bei Wilhelm Battermann u. Hans Kolitz, Malerei bei Ernst Eitner. 1920 Heirat mit Mile Schurek, Schwester des Dichters Paul Schurek, drei Kinder. 1930 Umzug nach Volksdorf, Sandweg 2. 1932 Kontakt zu Max Sauerlandt, der W.N. förderte, 1932 Ausst. im MKG. Freundschaft mit Emil Maetzel. Als Protegé Sauerlandts in der NS-Zeit angegriffen. Innere Emigration. 1934 ein Jahr arbeitslos, Rückkehr in den verhassten Brotberuf. Bis 1938 Aktzeichnen bei Arnold Fiedler, danach bei Eduard Hopf. 1937 im MKG 18 Arbeiten beschlagnahmt. Im 2. Weltkrieg erneut Militärdienst. Okt. 1945 Rückkehr mit Lungenschäden aus sowj. Gefangenschaft. Bis 1964 Angestellter der Betriebskrankenkassen. Fortsetzung der künstl. Arbeit.

 

Nawrath, Johannes 

1955 Neheim-Hüsten/Sauerland. Lebt in Hamburg. Maler, Grafiker, Autodidakt. 1975-81 Studium der Kunstgeschichte in Marburg und Hamburg. 1981 Arbeit als freier Grafiker in Hbg. 1984 Beginn der Malerei, zunächst mit Plakafarbe auf Bristolkarton. 1991-92 Dt. Kunstpreis der Volks- und Raiffeisenbanken. 1994 Beginn der Malerei mit Acryl auf Leinwand. Aus Anlass seines 100. Bildes  erste At.-Vernissage, seitdem regelmäßig.

 

Nehring, Edmund

1941 – 1976(?) Hamburg. Besuch Wilhelm-Gymnasium. 1961-66 HfbK Malerei bei Almir Mavignier, Nichtnormative Ästhetik bei Bazon Brock. 1967-70 Studium der Soziologie an der Uni Hbg. Danach lange Krankheit, Suizid. 

 

Nesch, Rolf

1893 Oberesslingen - 1975 Oslo. Maler, Grafiker, Bildhauer. 1900-12 KGSchule Stuttgart, 1913-14 Ak. Dresden. 1914-19 Soldat, fünfmal verwundet, Gefangenschaft. 1920-23 Studium im Meisterschüler-At. Dresden. Ab 1922 jährlich in Hamburg. 1924 Aufenthalt bei Ernst Ludwig Kirchner in der Schweiz. 1924-28 Wechsel zwischen Berlin, Dresden, Esslingen, Friedrichshafen. 1929 Übersiedlung nach Hbg, Mitglied der HSez. Ab 1931 Metalldrucke und Durchätzungen, At. im Ohlendorff-Haus. 1933 Emigration nach Oslo. 1937 51 Arbeiten in der HKH, 5 im MKG, 7 Mappen Drucke in der HHSchule beschlagnahmt. Im Dt. Reich weitere 20 Arbeiten. 1946 norwegischer Staatsbürger. 1958 Lichtwark-Preis der Stadt Hamburg. 

 

Nespethal, Franz

1912 Hamburg - 1993 Waldeck/Hunsrück. Maler, Grafiker. Studium der Malerei an der HHSchule bei Paul Bollmann, zusammen mit Walter Siebelist und Johannes Uder. Vorbild Fritz Flinte. 1933 Bekanntschaft mit Wilma Witte, später Heirat, ein Sohn Alexander. Bis Februar 1940 freischaffend in Hbg und Hunsrück. Militärdienst in der Etappe. In der NS-Zeit stellte er nicht aus. 1948-56 auch im Steinhagen-Haus in Rahlstedt. 1949 verarmt. 1954 Heirat mit Edith Mündel, eine Tochter Barbara. Hanns und J. Müller-Dünwald standen ihm nah. Beitritt zur gruppe. 1958-77 in der Verwaltung der Polizeibeh. Hbg tätig. Nach der Pensionierung widmete er sich der Kunst. 1980 auf Gut Boxerode, Spangenberg, schließlich Waldeck ansässig. 

 

Neu, Luis 

1897 Wasserlos/Spessart – 1980 Buenos Aires. Maler, Grafiker, Fotograf. 1911-13 Zeichen-Ak. Hanau bei den Prof. Schimke und Schulz. KGSchule Offenbach/Main bei den Prof. Troll u. Rudolf Koch. Darauf Ak. München bei Max Slevogt. Im 1. Weltkrieg Soldat. Ab 1922 freier Maler in Hbg. 1921 Mitglied der HKüS. Studienreisen nach Palästina u. Ägypten, Holland, Lofoten, Spitzbergen, Island, Italien mit der Hamburg-Süd. Vor 1933 reichliches Auskommen. Nach der Machtübernahme Ausschluss aus der HKüS, 1934 Wohlfahrtsempfänger. At.kontrollen durch die Gestapo, Beschlagnahme von über 100 Arbeiten. Engagement im Jüdischen Kulturbund Hbg. Im Mai 1938 Emigration nach Buenos Aires. Zwei Jahre als Fotograf tätig. Mitarbeit am Argentinischen Tageblatt. 1954 Umzug nach El Palomar. Zweimalige Rückkehr nach Hbg, 1954 Wiedereinbürgerung in der BRD. 1958 Europareise. 1967 zweijähriger Aufenthalt bei den Indios in den Anden. 1978 Verleihung des Bundesverdienstkreuzes. 

 

Neumann, Gerhard Daniel 

1932 Hamburg. Lebt ebd. Maler, Grafiker, Kunsterzieher. 1952 Studium der Chemie u. 

Mathematik, 1955 der Erziehungswissenschaften. 1957 Fortsetzung an der HfbK Hbg. Seit 1959 Kunsterzieher an einer Haupt- u. Realschule. 

 

Nicolaus, Egon Karl 

1928 Hamburg – 1988 Köln. Maler. 1946-49 Mal-Ak. Max. H. Mahlmann und LKSchule Hbg bei Arnold Fiedler. 1950-51 Schüler von Willi Baumeister in Stuttgart. 1952 Bekanntschaft mit dem späteren Fluxus-Künstler Arthur (Addi) Köpcke. Lebenslange Freundschaft. 1956-57 Umsiedlung nach Worpswede. Anschluss an die Junge Gruppe Worpswede. 1957 Umzug nach Paris, Wendung zum Informel. 1965 zweite Wohnung in Köln, At. in Paris. 

 

Niemeyer-Holstein, Otto 

1896 Kiel1984 KoserowMaler. Sohn des Völkerrechtlers Theodor Niemeyer, Bruder des Malers Johannes Niemeyer. 1914-15 Militärdienst in Schleswig.1916 kriegsversehrt in der Schweiz, erste Unterweisungen in Malerei. Bekanntschaft mit der Künstlerkolonie Ascona. 1924 Mitgründer der KüV Der große Bär. Studium an der Kasseler Ak. bei Curt Witte. 1917 Ergänzung des Geburtsnamens mit „Holstein“. 1926 Übersiedlung nach Berlin. Studium bei Willy Jaeckel und Arthur Segal. Ab 1933 auf Usedom zwischen Koserow und Zempin in einem S-Bahn-Waggon aus Berlin, ab 1939 ganzjährig, Titel Lüttenort. Bis 1933 an europ. Ausst. beteiligt. 1937 3 Bilder beschlagnahmt. 1943 als Eisenbahnschaffner dienstverpflichtet. Ab 1955 Studienreisen nach Bulgarien, Italien, Rumänien. 1960 per Schiff durch Mittelmeer und nach China, 1962 Polen, 1963 Sowjetunion. 1969 Mitglied der AdKünste der DDR. Konflikte mit der Staatsmacht, u.a. durch kritische Haltung. 1975 Erwerb einer Windmühle in Benz/Usedom. 

 

Nissle, Cornelius 

Kirchenarchivar, Architekt, Schriftsteller. 

 

Nockemann, Christiane 

1942 Berlin – 2021 Hamburg. Malerin, Bildhauerin, Kunsterzieherin. Tochter der Maler Horst Skodlerrak und Ilse Schneider. 1958/59 Studium an der HfbK bei Kurt Kranz und Friedensreich Hundertwasser. 1960 Heirat. 1966-70 Fortsetzung des Studiums bei Kranz und Graubner. Seit 1967 freie Malerin in Sülldorf. 1971-2001 Kunsterzieherin an Pinneberger Gymnasium. 1992 Aufenthalt in der Provence. 

 

Nöfer, Werner 

1937 Essen. Lebt in Hamburg und Nordfriesland. Grafiker, Maler. 1956–61 Studium an der Folkwangschule Essen, bis 1966 an der HfbK Hbg. 1966 England-Stip. des DAAD. Mitglied der 1968 gegründeten Gruppe CO-OP. 1970-71 Gastdozent an der Staatl. HfbK Kassel. 1971 Bundesfilmpreis, 1976 Preis der Int. Triennale für farbige Grafik, Grenchen. 1977 Lehrauftrag an der HSG Bremen, 1979-2000 Prof. an der FHSchule Dortmund im Fachbereich Design. Verheiratet mit der Grafikdesignerin Marili Nöfer. Mitglied des DKüB.