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Bachem, Bele

1916 Düsseldorf – 2005 München. Malerin, Grafikerin, Bühnenbildnerin. 1934-37 Ak. in Gablonz u. Gebrauchsgraf. Schule Berlin, Schlesischer Bahnhof. Künstlerische Mitarbeiterin der Rosenthalschen Porzellanmanufaktur.   

 

Bakke, Dagfinn

1933 Loedingen/Norwegen – 2019 Svolvaer. Maler, Karikaturist, Illustrator. Lebte und arbeitete in Svolvaer. 1956-92 regelmäßiger Zeichner für Lofotposten. Werke im Nationalmus. Oslo. 

 

Balkenhol, Stephan 

1957 Fritzlar. Lebt und arbeitet in Karlsruhe, Berlin, Meisenthal/Lothringen und Kassel. Bildhauer. Studium von 1976-82 an der HfbK Hamburg, u.a. bei Ulrich RückriemKarl Schmidt-Rottluff Stip. Danach Lehrer am Städelschen Kunstinstitut in FFM. Seit 1992 Professor an der Ak. der bildenden Künste in Karlsruhe.

 

Ballmer, Karl 

1891 Aarau - 1958 Lamone. Maler, Schriftsteller. Zeichenlehre bei einem Architekten, 1908 Malschule am Gewerbemus. Aarau, anschließend KGSchule Basel. 1910-12 Ak. München. 1914-17 Pressebüro des Armeestabs. Begegnung mit Rudolf Steiner, Änderung des Lebenskonzepts. 1918-20 plastische Arbeit am Goetheanum Dornach. 1921-22 Studien der Philosophie und Anthroposophie in München, Stuttgart und Berlin. 1923 Übersiedlung nach Hbg. Seit 1931 Mitglied der HSez und des block – neue hamburger sezession. 1937 9 Arbeiten im MKG Hbg beschlagnahmt. 1938 Rückkehr in die Schweiz nach Melide/Basel, seit 1940 Lamone/Lugano. 1947 Mitglied der neu gegründeten HSez

 

Ballo (Manfred Schönball)

1948 Braunschweig. Maler, seit 1968 in Hbg. Lehrberuf eines Schriftlithografen.

 

Banco, Alma del 

1862 - 1943 Hamburg. Malerin, Grafikerin. Um 1895 Hbger Damenmalschule Valeska Röver bei Ernst Eitner und Arthur Illies. 1912-14 in Paris bei Fernand Léger und Jacques Simon. 1919 Mitgründerin der HSez. Erfolgreiche Malerin. Viele Studienreisen. Nach 1933 Umzug nach Blankenese. 1937 13 Werke in der HKH beschlagnahmt. Als der Deportationsbescheid nach Theresienstadt eintraf, nahm sie sich 1943 das Leben. 

 

Bargheer, Eduard

1901 - 1979 Hamburg. Maler, Zeichner, Grafiker. Ausbildung zum Lehrer und an der Kunstschule Koppel in Hbg, seit 1929 Mitglied der HSez. 1925-35 Studienreisen in Europa. Bis Anfang 1940 Lehrtätigkeit an der Kunstschule Koppel. 1937 12 Werke in der HKH beschlagnahmt. Zerstörung der Wandbilder. 1940 Übersiedlung nach Italien. 1942-44 Dolmetscher auf der Kriegsmarine-Werft in La Spezia. Seit 1948 in Forio d’Ischia ansässig. 1953 Rückkehr nach Hbg. 1957-58 Gastdozent an der HfbK in Hbg. 1963-65 Professor an der HdK Berlin. 

 

Barlach, Ernst 

1870 Wedel/Hamburg - 1938 Rostock. Bildhauer, Zeichner, Schriftsteller. Ab 1888 Zeichenlehrer-Ausbildung an der Gewerbeschule Hbg bei Theodor Thiele und Peter Woldemar.1891 Studium an der AdK Dresden, ab 1892 Bildhauerklasse von Robert Diez. 1895-96, 1897 Paris, Zeichenkurse an der Ac. Julian. Danach in Altona, Zusammenarbeit mit Carl Garbers. 1899-1901 in Berlin, bis 1904 in Wedel. Zusammenarbeit mit Keramik-Fabrik Mutz in Altona. 1904-05 Lehre an der Kgl. Keramischen Fachschule Höhr, ab 1905 Berlin. 1906 Russlandreise. Mitglied der Berliner Secession. 1909 Stip. Villa Romana in Florenz. 1910 Übersiedlung nach Güstrow. 1912 Reise nach Holland. 1915-16 Landsturmsoldat in Sonderburg. 1919 Mitglied der Preußischen AdK. 1924 Kleistpreis. 1933 Ritter der Friedensklasse „Pour le Mérite“. Ab 1933 Verfolgung. 1937 88 Arbeiten in der HKH beschlagnahmt, insgesamt 381 Werke aus dt. Museen entfernt. Alle Ehrenmale bis 1938 abgebaut oder zerstört. 

 

Baumann, Egbert 

1885 Kiel - 1969 Hamburg. Ökonom, Maler. 1905-12 Studium der Nationalökonomie in Freiburg, München, London und Kiel, Promotion. 1914 Direktor des Wohlfahrtsamts Altona, SPD-Mitglied, nebenberuflich Maler. 1933 Dienstentlassung, Aufgabe der Malerei, um die Familie mit 3 Kindern durchzubringen. Wegen NS-gesinnter Nachbarn zog er zweimal um. 1941-43 leitende Tätigkeit im Sozialamt, erneute Entlassung. Wiederaufnahme der Malerei in den 1950er Jahren. 

 

Bechert, Susanne 

1940 Berlin – 2007 Lesbos/Griechenland. Malerin und Flötenlehrerin an der Staatl. Jugendmusikschule in Hbg. 

 

Beck, Franz

1893 Hamburg – 1983 Stade, Maler, Grafiker. Kaufmänn. Ausbildung, dann 1914-18 Kriegsteilnahme. Ab 1919 Schüler von Julius Wohlers an der KGSchule Hbg. Freundschaft mit Leopold von Kalckreuth. 1920 Mitglied der HKüS, 1922 Mitglied, später Vorsitz des HKüV. Kunstkritiker und Pianist. Verheiratet mit Malerin Anna von Reusner, 2 Kinder, 1943 Verlust des Hbger At. durch Bombardierung. Umzug nach Horneburg, 1944 nach Stade. In den 1920er Jahren expressive Druckgrafik.   

 

Becker-Kamp, Christa

1936 Berlin. Lebt in Hamburg. Malerin, Objektkünstlerin, Bildhauerin. Studium an der HfbK Hamburg, u.a. bei Karl Kluth. Philosophikum. Kunsterzieherin in Niedersachsen. Seit 1968 in Hamburg wohnhaft. Leitung verschiedener Kunstkurse für Kinder und Erwachsene. 

 

Becker, Diana 

1950 Hamburg. Lebt ebd. Malerin, Illustratorin, Textilkünstlerin. 1967-71 Studium an der FSG Hbg bei Siegfried Oelke und Marianne Weingärtner. Heirat mit Konrad Schulz. Surreale Traumbilder. Ausst. tragbarer “Kunststücke“, Accessoires und Objekte.

 

Becker, Gudrun 

1934 Wilhelmshaven. Lebt in Wedel. Malerin, Grafikerin. Seit 1950 in Hbg. 1954–58 Studium an der HfbK bei Willem Grimm und Kurt Kranz. Im Anschluss Meisterschule für Mode, Fachbereich Textiles. 1959–72 Kunsterzieherin an Hamburger Gymnasien. 1972 Heirat mit Lothar Schubert. Seit 1974 freischaffend in Wedel. Reisen mit dem Boot auf der Elbe und Ostsee, Studienreisen. 

 

Beckerath, Willy von 

1868 Krefeld - 1938 Irschenhausen. Kunstgewerbler, Monumentalbildmaler, Maler. Ausbildung 1886-95 an der Düsseldorfer Ak. bei Peter Janssen. Tätig in Düsseldorf, München und Hbg. Bekanntschaft mit Alexej von Jawlensky und Rudolf Czapek. 1902 Gründung der Münchner Werkstätten für Handwerkskunst mit Karl Bertsch und Adelbert Niemeyer. 1907 Fusion mit den Dresdner Werkstätten zu Dt. Werkstätten für Handwerkskunst Hellerau. 1907-31 Lehrer an der Hamburger KGSchule, Klasse für figürliche Wandmalerei und Abendaktkurse. 1912-18 Die ewige Welle, Fries von 8 Wandbildern in der KGSchule. 1931 vorzeitig pensioniert wegen eines kommunistischen Bilds seines Schülers Rudolf Führmann. 

 

Beckmann, Max 

1884 Leipzig – 1950 New York. Mit 16 Jahren Studium in Weimar. Nach Aufenthalten in Paris, Genf und Florenz Niederlassung 1907 in Berlin, Anschluss an die Berliner Secession. Im 1. Weltkrieg freiwilliger Sanitätshelfer. Von 1915-33 Lehrer in FFM an der Staatl. KGSchule, heute Städelschule. 1937 684 Arbeiten in dt. Museen entfernt. 1937 nach Holland emigriert, 1948 Übersiedlung in die USA. Lehrer in New York an der Brooklyn Mus. Art School, 1950 Ehrendoktor der Washington University. 

 

Behr, Harry 

1907 Reichenbach/Vogtland - 1966 Hbg. Maler, Grafiker, Kunsthändler. Seit 1911 in Hbg. 1928-32 Ausbildung an der KGSchule Hamburg bei Hugo Meier-Thur. Im Nebenberuf Kunsthändler. Lebte und arbeitete in der Boheme am Valentinskamp. In der NS-Zeit stellte er nicht mehr aus. Im 2. Weltkrieg Soldat in Dänemark und Norwegen.   

 

Beier, Elisabeth

(Künstlername Tatenberg). 1953 Hamburg. Lebt in Weener/Ostfriesland. Tochter von Ulrich und Annelise Beier. 1972-76 FHSchule Hbg, Diplom als Grafik-Designerin. 1976 Ernst-Preczang-Stip. Seitdem freie Malerei. Ende der 1980er Jahre aus Hbg verzogen.

 

Besser, Manfred 

1945 Fürstenwerder/Danzig – 2020 Ellringen. Maler. 1946 Übersiedlung nach Schleswig-Holst. 1953 Aufenthalt in Fontainebleau. 1964 Umzug nach Hbg. 1965–68 Studium an der HfbK Hamburg bei Willem Grimm. 1976–98 Künstlerbedarfshandlung zum Lebensunterhalt. Seitdem freischaffend. Zahlreiche Studienreisen. Kunstlehrer von Udo Lindenberg. 

 

Bettermann, Gerhart 

1910 Leipzig - 1992 Winnemark/Schlei. Maler, Grafiker. 1925–28 Schlosserlehre und Mal- und Zeichenkurse an der VHSchule Leipzig bei Alfred Frank.1927–28 Wanderschaft durch Deutschland, Balkan, Griechenland, Italien. 1929 Mitgründer der Internationalen Bruderschaft der Vagabunden und Beitritt zur ASSO Leipzig. Wanderung durch Skandinavien, längere Zeit in Hbg. 1931-32 Reise nach Ägypten. 1931 Sächs. Staatspreis Leipzig. Darauf in Berlin. 1933 Entfernung seiner Arbeiten aus der Ausst. Berliner Künstler am Funkturm, Umzug an die Schl.-Holst. Westküste. 1937 1 Arbeit beschlagnahmt. 1940–45 Soldat, am. Kriegsgefangenschaft. 1956 Mitglied der Gruppe 56.

 

Beyle, Fritz

1899 Hamburg – 1997 ebd. Gewerbemaler. Studium an der KGSchule Hbg, Leiter der Meisterschule für Maler Altona. 

 

Bischof, Erich A. 

1899 Berlin – 1990. Maler, Grafiker. Floh als KPD-Mitglied vor der zweiten Verhaftung im Okt. 1933 nach Prag. Dort Mitglied des Oskar Kokoschka Bundes. Im Sommer 1939 Flucht nach Polen, von dort 1939 nach GB. Mitglied des Freien Deutschen Kulturbunds, aktiv an der Arbeit der Sektion der bildenden Künstler beteiligt. In brit. Internierungslagern inhaftiert.

 

Blumenfeld, Clara

1889 Hamburg - 1978 Wyk auf Föhr. Malerin, Illustratorin. Tochter des Reeders Bernhard Blumenfeld. Lebte seit 1924 bei Bruder Otto an die Elbchaussee 132 (heute 351). Durch einen Hörsturz in der Jugend weitgehend taub. Reisen nur in Begleitung: 1908, 1927 Paris, 1911 Ägypten u. Lago Maggiore, 1929 Rom. 1906 erste Zeichnungen, autodidaktische Aneignung künstlerischer Techniken. Praktische Unterweisungen durch Besucher im Elternhaus, Liebermann, Ahlers-Hestermann, Povorina, Tanck, besonders I. Hauptmann, der im Gartenhaus wohnte. Eine Ausbildung in Paris verhinderte die Familie. Am 18.8.1938 Emigration mit Otto nach England. Aufgabe der künstlerischen Tätigkeit. Bis 1942 in Eastbourne, darauf in Cornwall. 1950 Rückkehr nach Hamburg. Studienreisen nach Amerika, 1954 nach Seeland / Dän. Im Alter bewohnte sie ein Häuschen in Wyk auf Föhr, das letzte Lebensjahr bettlägerig. 

 

Böhlig, Rolf 

1904 – 1979 Hamburg. Maler, Grafiker, Pressezeichner. 1919–22 Chemigraphen Lehre. 1927 Studium an der KGSchule Hbg bei Julius Wohlers und Hugo Meier-Thur. Zwischenzeitlich auf See. Zahlreiche Reisen. 1927–31 Werbeat. mit Walter Siebelist. Mitglied der HKüS und der KüV Niederdeutsches Hamburg. 1932 Heirat mit Rosel Timmermann. 1930–39 Zeichner für den Hamburger Anzeiger und Generalanzeiger. 1934–36 Übersiedlung nach Berlin. 1940–45 Soldat in Frankreich, Polen, Russland in einem Baubataillon, anschließend in Dänemark. 1946–52 Lehrer an der Hbger Meisterschule für Mode, 1951–69 an der Berufsschule für Wirtschaftswerbung in Altona. Daneben als freier Maler tätig. 

 

Bollmann, Paul 

1885 Hannover - 1944 Überlingen/Bodensee. Maler, Grafiker. Malerlehre und Besuch der Altonaer KGSchule. 1903-12 Ausbildung an der Stuttgarter Ak. 1907-08 Meisterschüler von Adolf Hölzel, Auszeichnung mit Medaillen. Freundschaft mit Otto Meyer-Amden. Wiederholt in Italien (1911, 1912). Ab 1912 freischaffend in Altona. Im 1. Weltkrieg 1914-18 Soldat. 1934-44 Lehrer an der HHH. 1937 2 Aqu, in der HKH beschlagnahmt. 1943 Verlust des Lebenswerks durch Bombardierung. 1944 Auftrag für neue Chorfenster der Petrikirche, Verlust der Entwürfe. 1944 bei Überlingen im Bodensee ertrunken aufgefunden. 

 

Boon, Jan

1882 Nieuwer Amstel – 1975 s’Gravenhage. Maler, Grafiker. 1894-99 Ak. Den Haag bei Ph. Zilken, Jakob Mariws, C. Koppenhol. Bekannter Porträtist der Niederlande. 

 

Borchers, Hannelore 

1932 Warte - 1990 Hamburg. Malerin, Grafikerin. 1952–58 künstlerische und Kunsterzieher-Ausbildung an der HfbK bei Kurt Kranz und Willem Grimm. Ab 1955 sechsjährige Lebensgemeinschaft mit Volker Meier. 1958–88 Kunsterzieherin an der Emilie-Wüstenfeld-Schule in Hbg. Zahlreiche Studienreisen. 1963–73 Ehe mit Gerhard Ausborn. 1963 Gründungsmitglied der Neuen Gruppe Hamburg

 

Bossanyi, Ervin 

1891 Regöce - 1975 London. Maler, Glasmaler, Keramiker. 1905-10 KGSchule Budapest. 1907-09, 1912 Italien. 1910 Ac. Julian in Paris bei Jean Paul Laurens. Camden Art School in London. 1915-19 Internierung in Nordfrankreich. Anschließend freischaffend in Lübeck. 1921 Heirat mit der Pianistin Wilma Maasz, Geburt des Sohns Jo. 1925 und 1930 Reisen nach Ungarn. 1929 Umzug nach Hbg. 1930 Mitglied der neuen hamburger sezession – der block. Obbdir. Schumacher verschaffte ihm Aufträge in der Oberrealschule Caspar-Voght-Straße und Landhaus im Stadtpark. 1934 Emigration nach London. 1940 als Ausländer aus London ausgewiesen. 1947 britischer Staatsbürger.

 

Boué, Peter

1957 Hamburg. Lebt ebd. Zeichner und Autor. Universitätsstudium, viele Ausstellungen. Redaktion Kunstmagazin artline. 

 

Brand, Heinrich 

1942 - 2006 Lübeck. Studium 1966-71 an der Hamburger HfbK bei Gustav Seitz. Mit einem Auslandsstip. des DAAD Arbeitsaufenthalt in Griechenland. Mitglied der Gemeinschaft Lübecker Maler und Bildhauer. Freischaffender Zeichner und Bildhauer in Lübeck.

 

Brandt, Jochen

1960 Frankfurt/M. Keramiker. 1981 Arbeit bei J. Lembessis auf Sifnos/Griechenland. 1982 Lehre bei R. Helfrich im Westerwald, 1984 Geselle. 1985-90 Studium an der Uni Kassel, Schwerpunkt Keramik bei Ralf Busz. 1986 Studienreise nach Korea. 1988 Assistent bei Prof. Proud, Harrogate/ England. 9 Monate Arbeit für die GTZ (Gesellschaft für technische Zusammenarbeit) in Nepal. Forschungsreise nach Thailand. Seit 1991 freischaffend in Usingen. Ausst. im In- und Ausland. Erforschung frühgeschichtlicher Keramiktechniken Europas und des Orients. Seit 2002 Prof. am Institut für Künstlerische Keramik in Höhr-Grenzhausen. Viele Auszeichnungen. 

 

Brill, Erich 

1895 Lübeck - 1942 Riga. Maler, Journalist. Lehre im Holzgroßhandel, Studium der Philosophie und Staatswissenschaft in Hbg, 1919 Promotion. Nebenbei Studien an den KGSchulen Frankfurt und Hbg. Seit 1920 freischaffend in Hbg. Heirat mit der Journalistin Dr. Marthe Leiser, Tochter Alice. Zahlreiche Reisen, u.a. nach Palästina, Ägypten, Positano, Paris. 1926 in der Künstlerkolonie Ascona. 1932 Übersiedlung nach Amsterdam, 1936 Rückkehr nach zwei Jahren Brasilien nach Hbg. Engagement im Jüdischen Kulturbund Hbg. 1937 1 Gemälde in der HKH beschlagnahmt. 1937 wegen „Rassenschande“ zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt. 1941 nach Jungfernhof/Riga deportiert, dort von der SS erschossen. 

 

Brockmann, Jürgen 

1951 Bremen. Lebt und arbeitet in Hamburg. 1973-77 Studium freie Malerei und Film in Bremen HfBK und Musik, Prof. Karl-Heinz Greune, und HdK Berlin. 1976 Arbeitsaufenthalt in Tanger, Fez, Meknes/ Marokko. 1977-82 Lehrauftrag in Bremen. 1983-84 Arbeitsstip. d. Stadt Hbg. 1987 Aufenthalt in Italien, 1988 in Vancouver, B.C. 1993 ART IN PROCESS, Lodz, Polen. 

 

Brockstedt, Conrad 

(Pseudonym B. C. Conrad). 1929 Altona. Lebt in Berlin. Maler, Grafiker und Zeichenlehrer. Zunächst am Baukreis ausgebildet. 1948–52 Studium an der HfbK Hamburg bei Willem Grimm, Willi Breest, Walter Siebelist. 1963 Mitgründer der Neuen Gruppe Hamburg. 1964–66 Dozent an der HfbK Hbg. 1989 Elysee-Kunstpreis. Mitglied des DKüB. 2004 Umzug nach Berlin. 

 

Brokmann, Pini 

1956 Bielefeld. Lebt ebd. 1988 Diplom an der FHSchule Bielefeld bei Karl Heinz Meyer. Seit 1988 freischaffend tätig im Bereich Kunst und Design in Bielefeld. 

 

Boucher (Beug), Katherine

1947 Princeton New Jersey/USA - lebt in Cork/Irland. Ausbildung an der HfbK Hbg bei Kurt Kranz. 1972 Übersiedlung nach Irland. 

 

Buchholz, Ruth 

1911 - 2002 Hamburg. Malerin. Tochter von Emil und Dorothea Maetzel, lebte ab 1914 wechselnd in Hbg, Berlin, Lensahn/Holstein, ab 1918 ganz in Hbg. 1931 Tischlerlehre. Studium der Innenarchitektur an der KGSchule Hbg. 1933 Heirat mit dem späteren Generalstaatsanwalt Ernst Buchholz, Beginn der Malerei. 1935–44 drei Kinder. 1948 Wohnung in Groß-Borstel, später in Bahrenfeld. 

 

Buchholz, Wolff 

1935 – 2010 Hamburg. Grafiker, Maler. Sohn von Ruth Buchholz, Enkel von Emil und Dorothea Maetzel. 1955–57 Studium an der HfbK Hbg bei Kurt Kranz, Johannes Itten und Theo Garve, 1957/58 an der Ac. Chaumière in Paris. Studienaufenthalte in London und New York. 1958 Grafikwerkstatt in Hbg. Mehrere Auszeichnungen: 1968 Rijeka Int. der Handzeichnung (2. Preis), 1969 Montecatini Int. Biennale für Malerei (3. Preis), 1970 Kunstpreis Bologna. Heirat mit Christa Pyroth. 1971 gemeinsames At. in Farmsen. 1979 in Italien, 1974, 1981 in Finnland. Mitglied des DKüB

 

Buchthal, Hela 

1922 Hamburg – 2013 Falmouth/Maine/USA. Malerin. Tochter von Lore Feldberg-Eber. 1938 Emigration mit der Familie nach GB, später nach USA. Lebte mit ihrem Mann Claus Buchthal in Marthas Vineyard und stellte in zahlreichen regionalen Ausst. aus. 

 

Bührmann, Gisela

1925 – 2011 Hamburg. Malerin, Grafikerin. Studium an der HfbK Hbg bei Willem Grimm. Dozentin an der FHSchule f. Gestaltung Hbg. Edwin Scharff-Preis 1968. 

 

Bunk, Rudolf G.

1908 Berlin – 1974 Hamburg. Stud. Kunstgeschichte, Philosophie, Malerei bei Karl Hofer und Bühnenbildnerei in Berlin. Verlässt Deutschland 1933. 1934 Schweiz, keine Aufenthaltserlaubnis. 1936 Heirat mit Marianne Horl in Berlin. In Stockholm Arbeit bei Isaac Grünwald (Matisse-Schüler) u. Ausst. 1937 Geburt Sohn Stefan. 1937 Ausweisung aus Schweden. 1938 Übersiedlung nach Waidhofen/Österreich. Zurück nach Berlin. 1939 Ausreise nach Jugoslawien/Split. Dort 1940 Einzelausst. 1941 von jugoslaw. Polizei nach Lipik in Slavonien verschickt. Flucht zu Fuß nach Trogir. Tod Stefan durch Ertrinken. 1942 Geburt der Tochter Bojana. 1943 Deportation nach El Shatt am Suezkanal. 1945 Rückkehr nach Split, Bühnenbildner und Regisseur am Volkstheater. 1958 Ausweisung nach Anerkennung der DDR durch Tito. Wohnsitz wird Hamburg, Arbeit für NDR und Schauspielhaus. Bis 1972 häufige Gastaufenthalte in Split als Bühnenbildner und Maler.