Leitideen und Ziele
Die Stiftung Kunstsammlung Dr. Maike Bruhns fördert Kunst der Moderne in Hamburg. Zentrales Anliegen der Stiftung ist, die qualitätvolle und eigenständige Kunst der Stadt bekannter zu machen und stärker ins öffentliche Bewusstsein zu bringen.
Als Basis der Aktivitäten dient die Sammlung der Kunsthistorikerin Dr. Maike Bruhns, die Anfang 2022 in eine rechtsfähige und gemeinnützige Stiftung überführt wurde. Sie schließt eine Lücke in der Kulturszene Hamburgs, denn die Kunstmuseen der Hansestadt sind zwar gut mit regionaler Kunst ausgestattet, üben indessen Zurückhaltung bei deren Präsentation. Die Kulturbehörde verfügt nicht über die erforderlichen Mittel, um ausreichende Förderung, Unterhalt und wissenschaftliche Erforschung der lokalen Kunst zu gewährleisten.
Dieses für eine wohlhabende Stadt problematische Faktum führte historisch und aktuell immer wieder zur Abwanderung vielversprechender Kunstschaffender, zum Verlust von Sammlungen, relevanter Kunst und Nachlässen. Diese Lücke schließt die Stiftung zusammen mit dem Ausstellungshaus PARABEL – Zentrum für Kunst in Hamburg und der Forschungsstelle für Kunst in Hamburg und folgt damit dem erfolgreichen Beispiel (privater) Förderung städtischer Kunst in Berlin, Frankfurt, Nürnberg, München, Kiel und Alkersum.
Der Stiftungsbestand beträgt derzeit an die 4.000 Arbeiten von über 470 Künstlern und Künstlerinnen und bietet hinreichend Beispiele für die Qualität moderner Hamburger Kunst. Sukzessive wird die Sammlung mit inhaltlich passenden und kunstgeschichtlich relevanten Werken erweitert, um einen repräsentativen Querschnitt von Beginn des Ersten Weltkriegs bis in die Gegenwart zu garantieren.
Die Stiftung kooperiert eng mit der PARABEL, beteiligt sich an ihren Präsentationen und fördert zudem die Forschungsstelle, die sich die Aufarbeitung der Kunst der Moderne in Hamburg mittels Stipendien, Publikationen und weiteren Aktionen zur Aufgabe gemacht hat.