A  B  C  D  E  F  G  H  I  J  K  L  M  N  O  P  Q  R  S  T  U  V  W  Z

Käbnick, Hans 

1904 Hamburg - 1934 Westerland/Sylt. Schriftsteller, Maler, Grafiker. Mitglied der SAJ und des KJVD. 1919–25 Studium der Pädagogik, ab 1930 Unterricht in Zeichnen u. Werken an Schule Meerweinstraße. Ab 1925 Leitung der Proletarischen Bühne, 1927–30 der Agitprop-Theatertruppe Die Nieter. 1930 Reise nach Italien u. England. Anschluss an die Zeichengruppe 32 um Max Klein, Aktzeichnen bei Arthur Siebelist. Im Okt. 1932 Übersiedlung mit der Schauspielerin Herta Schwarz nach Stuttgart, wo er weitere Theaterstücke schrieb. 1933 beschlagnahmte die SA Teile seiner Bibliothek, Zerstörung von Plastik und Bildern in seiner Hbger Wohnung. Im Sept. 1933 Rückruf durch die Schulbehörde nach Hbg an die VSchule Bullenhuser Damm. Selbstzweifel und Depressionen führten am 24.7.1934 zum Freitod durch Ertrinken.

 

Kaemmerer, Thomas 

1965 Berlin, lebt ebda. Maler, Grafiker. 1974-76 Aufenthalt in Madrid. 1981-84 Zeichenunterricht bei Werner Freitag Hbg. 1986-93 Studium an der HdK Berlin, 1992-93 Meisterschüler bei Klaus Fußmann. Seit 1993 freischaffend. 1994-95 Stip. der Eduard-Bargheer-Stiftung. 1998-99 Stip. Konrad Adenauer Stiftung. 

 

Kahlke, Max 

1892 Glückstadt – 1928 Kiel. 1911/12 Studium an der Akad. Stuttgart  bei Robert Poetzelberger, 1912-13 und 1913-14 Kunstschule Weimar bei Fritz Mackensen. Begegnung mit dem Tiroler Maler Albin Egger-Lienz, ehemals Lehrer in Weimar. 1912 Aufnahme in die SHKG. Im 1. Weltkrieg verwundet und monatelang in versch. Lazaretten behandelt. Vom Kriegsende bis 1928 in Glückstadt ansässig. 1925 Mitglied im AKüV, 1926 in der KüV De Warft.

 

Kaiser, Franz 

1888 Düren - 1971 Hamburg. Maler, Bildhauer, Kunstgewerbler, Architekt. Nach kaufmännischer Ausbildung ab 1908 Arbeit auf dem Bau in Köln und Cochem. Nach 1912 Architekt in Berlin. Abendkurse an der KGSchule bei Franz Seeckt. Kriegsdienst, 1915 bei Chalons verwundet. Bis 1917 wieder in Berlin bei Bruno Paul und Peter Behrens. 1920 Dozent für Innenarchitektur in Darkehmen / Ostpreußen und an der KGSchule Königsberg. Anfang 1920 drei Jahre Vagabondage als Wanderprediger. 1925 Aufgabe der anarchischen Existenz. 1926 Übersiedlung nach Hamburg ins Gängeviertel. 1933 zwei Haussuchungen, Umzug in die Kanalstr. in Uhlenhorst. 1 Gemälde 1937 in der HKH beschlagnahmt. 1943 Flucht nach Wien. Einsatz bei der Bauabteilung der Waffen-SS neben dem KZ Dachau, erneute Flucht. Zeitweise in der Nervenheilanstalt Witzenhausen a.d. Werra. Bis Kriegsende Zwangsvermittlung nach Moorfleth, Klöckner-Werke. Ab 1945 Hausmeistertätigkeit und freie Kunstausübung. 

 

Kaiser, Walter 

1899 - 1973 Hamburg. Maler, Schauspieler. Abbruch der seemännischen Ausbildung, Kriegsdienst in Finnland. 1920 Studium an der KGSchule Hamburg bei Julius Wohlers und Willi Schröder, 1922 Unterbrechung, Arbeit im Hafen. 1923 Erlebnis des Hamburger Aufstands. 1924 zu Fuß nach San Remo/ Italien. Wiederaufnahme des Studiums, erneuter Abbruch 1928. Schauspielausbildung, 1930 erneut Arbeit im Hafen. Ab 1933 freiberuflich als Maler und Grafiker tätig. Sein großes Wohn-At. am St. Anscharplatz 1 teilte er mit Künstlerfreunden, Gustav Tolle, Michael Komorowski u.a. Vor 1933 Mitglied der HKüS und des HKüV. 1939 Einberufung, Soldatentheater, später Flak-Helfer. Nach einer missglückten Operation 1944 Erblindung auf einem Auge, das andere sah reduziert. 1946 Rückkehr von Herzhorn nach Hamburg, Gelegenheitsarbeiten zum Lebensunterhalt. Im Alter Sozialfall, unterstützt von der Kirche, der Patriotischen Ges. und Mitleidigen in einem feuchten Laden in der Alsterdorferstraße 69. 

 

Kammigan, Franz 

1902 Hamburg - 1985 Freiburg/Breisgau. Maler, Zeichner, Reklamezeichner. 1917-23 Lehre im Werkzeugmaschinenhandel, dann in der Landwirtschaft tätig, später Wirtschafter in Mecklenburg und Holstein. 1923-24 Wanderschaft durch Deutschland. Versch. Tätigkeiten, u.a. 1927-29 auf der Werft. 1929 Mitglied der KPD. 1933 in Fuhlsbüttel inhaftiert, zwischenzeitlich im KZ Wittmoor. 1939-43 Ausbildung zum technischen Zeichner in einer Lack- und Kunstharzfabrik, später Leiter des Labors und Mitgesellschafter. Nach Bombenzerstörung der Fabrik und Wohnung 1943 Umzug nach Blumberg/Baden. Arbeitslosigkeit und Hilfsarbeiten wechseln. 1953 Umzug nach Freiburg/Breisgau. Als Künstler Autodidakt. 

 

Kand, Helmut 

1946 Bruck an der Mur/Österreich. Schrecklicher Maler. 1966 Reise zu Salvador Dalí. Ab 1967 an der Ak. Wien, Meisterklasse Albert Paris Gütersloh und Rudolf Hausner. Die Kykladeninsel Ios wurde Mittelpunkt seines künstlerischen Schaffens. 1968 Treffen mit Friedensreich Hundertwasser in Venedig. 1970 Ausst. in Rom, gleichzeitig mit Hundertwasser. 

 

Kehr-Steiner, Oskar 

1904 Altona - 1990 Eutin. Maler, Grafiker. Studium an der KGSchule Hbg. 1929 Mitgründer der KüV Freunde graphischer Kunst in Blankenese mit Klaus Wrage, Otto Thämer, Curt Singer. Ende der 1950er Jahre in Eutin, Schlossgarten-Orangerie. 

 

Kinau, Anna (Andersch-Marcus, Anna) 

1914 Kiel - 2005 Yeruham/Israel. Malerin, Grafikerin, Kunsthandwerkerin. Tochter eines franz.-jüd. Ingenieurs. 1931 KGSchule Kiel bei Willi Lange und Walter Passarge. 1933 Graphische FSchule Berlin, Abschluss zur Dozentin. Abendkurse in freier Malerei an der AdK. Beitritt zum DKüB. 1937 Heirat mit Adolf Kinau, Sohn des Dichters Gorch Fock. Umzug nach Dessau. 1939-49 in Finkenwerder mit ihren Kindern Anna und Jan. 1945 Verbindung zur LKSchule. 1949 Heirat mit dem Grafiker Martin Andersch, Kontakt zur Gruppe 47. Geburt des Sohns Dirk. 1969 Auswanderung nach Israel, 1970 Heirat mit dem Philosophen Shlomo Marcus.   

 

Kleinhammes, Hans-Jürgen 

1937 Augsburg. Lebt in Fürth. Grafiker, Maler. 1959–61 Studium an der Ak. Dresden bei Hans Theo Richter u. Günter Horlbeck. 1961–65 und 1966–68 Fortsetzung an der HfbK Hbg. bei Hans Thiemann, Almir Mavignier, Paul Wunderlich. Bis 1971 in Hamburg, dann Gastdozentur an der HfbK FFM, Städel-Schule. Stip. der Cité Int. des Arts, Paris, Lehrauftrag an der Ak. München. Mitglied des DKüB und Mitgründer der KüV COOP. 1973–75 At. in Eurasburg im Voralpenland, seit 1976 At. in München. 1980 Stip. der Amsinck-Stiftung Hbg. 

 

Kleinschmidt, Peter

1923 Lauenburg/Pommern – 2005 Lübeck. Maler, Grafiker, 1946-50 Studium a.d. LKSchule Hamburg. 

 

Klemt, Birgit 

1990 Hamburg. Lebt ebd. Fotografin.

 

Klinger, Max 

1857 Leipzig – 1920 Großjena. Bildhauer, Maler, Grafiker. 1875 Studium an der Kunstschule Karlsruhe, 1876 mit Karl Gussow an die Ak. Berlin. 1879 in Brüssel. 1897 Prof. an der Ak. der graf. Künste in Leipzig, Mitglied der Wiener Secession. 1905 Erwerb der Villa Romana in Florenz, Einrichtung einer Studienstätte für Stipendiaten. 

 

Klophaus, Annalies

1940 Bad Oeynhausen. Malerin, Grafikerin. Grafikstudium bei ADE in Wuppertal u. a.d. Ak. München bei G. Fruhtrunk 1964-69. Hugo von Montfort-Preis 1965. Ak.Preis München 1967, Grand Prix de la Cote d’Azur, The Perth Prize for Drawing. 

 

Klopotek, Doris von 

1961 Hamburg. Lebt ebd. Malerin. 1988 Meisterschülerin bei Karl Oppermann HdK Berlin. Jahresstip. für das Künstlerhaus Lauenburg. Lehraufträge an der HAW Hbg, Stip. der Lichtwarkges. Mitglied im Verein Berliner Künstler, DKüB. 1993-96 und 2006 Lehraufträge an der HAW Hbg. 2007, 2012 Auszeichnung Andreaspreis St. Andreasberg. 

 

Kluge, Gustav 

1947 Wittenberg/Elbe. Lebt und lehrt in Karlsruhe. Maler, Grafiker, Farbholzschneider. 1968-72 Studium der Malerei an der HfbK Hamburg bei Gotthard Graubner und Kai Sudek. 1974 Mitgründer der Produzentengal. in Hbg. 1978-85 Lehre an der HfbK Hbg, 1988 Edwin-Scharff-Preis. Seit 1996 Prof. an der Staatl. Ak. Karlsruhe. Wichtiger Vertreter der Neuen Wilden

 

Klugt, Hugo 

1879 - 1939 Hamburg. Maler, Grafiker, Bildhauer. 1895-99 Ausbildung an der KGSchule Hbg. Bis 1902 Studium an der HdK Berlin bei Otto Brausewetter, 1903 an der Münchner Ak. bei Wilhelm von Ruemann u. Peter Halm. 1910 wieder in Hbg, At. Am Schlump. 1914 Dozent der Bildhauerklasse an der KGSchule. Vielbeschäftigter Bildhauer, 1923-28 Werkstatt Silber&Klugt. In der NS-Zeit als vormaliger Logenbruder isoliert. 

 

Kluth, Karl 

1898 Halle/Saale - 1972 Hamburg. Maler, Grafiker. 1917-18 Soldat. 1919-22 Ausbildung an der Ak. Karlsruhe bei Albert Haueisen und August Babberger, danach in Hbg. 1929 u. 1934 Besuche bei Edvard Munch in Norwegen. 1932 Italienreise mit Willem Grimm und Hans Martin Ruwoldt. 1931 Mitglied der HSez. 1933 Abbruch der 12. Sez.Ausst. wegen seiner Bilder. 1936 Aufgabe der freien Malerei. 1937 12 Werke in der HKH und MKG Hbg beschlagnahmt. 2 Wandbilder zerstört. 1937-39 Bühnenbildner an den Städtischen Bühnen Kiel bei Kurt Eggers-Kestner. 1940-49 Soldat und sowj. Kriegsgefangenschaft. 1943 Verlust des Oeuvres im Ohlendorffhaus. 1952-64 Professur an der HfbK in Hamburg. 1957 Edwin-Scharff-Preis.

 

Kneiphoff, Elfriede

1900 Elbing – 1973 Hamburg. Malerin. Jugend in Elbing. Lehrerinnenseminar, kurzzeitig Privatlehrerin. Seit 1919 Kunstunt. bei Paul Emil Gabel, gemeinsame Tochter Ruth 1922. Zahlreiche Studienreisen. Seit 1928 in Hbg. Nach dem Tod von Gabel (1938) Weiterarbeit als freischaffende Malerin. Seit 1930 Mitglied der GEDOK. Zahlreiche Ausst., auch auf Schloss Elmau.

 

Knoop, Willy

1888 Lütjenburg – 1966 Hamburg. Maler, Autodidakt. Nach Schreiberlehre im Bürgermeisteramt als Maler tätig. Ab 1922 Mitglied der Künstlergruppe Die Barke in Oldenburg. Ab 1928 in Hamburg, in großen Formaten und expressionistischer Manier. Hafenbilder, Zirkusszenen, Landschaften und Stillleben. Atelier im Ohlendorffhaus, verkehrte mit Grimm, Kluth, Kronenberg. Wandbilder für die Hamburger Seefahrtsschule. 1937 aus der Liste der bild. Künstler gestrichen, Ausstellungsverbot. Mit seiner Schülerin Margret Schellbach Emigration 1937 nach Belgrad, Reise nach Jugoslawien und Griechenland. 1938 nach Wien, Heirat. Arbeit als Postbeamter. 1944 Ausstellung in Graz, die von der Gestapo geschlossen wurde. 1946 Rückkehr nach Lütjenburg. Ab 1949 auf Ausst. in London, Manchester und Edinburgh vertreten. 1952 Umzug nach Kiel, 1954 nach Büsum, von 1963 bis 1965 erneut in Hamburg.

 

Knott, Rüdiger 

1944 in Pommern – 2018 Hamburg. 1966-73 Journalist bei der Dt. Presseagentur. Seit 1970 Beobachtung der Kunstszene im Rheinland und in Hbg. 1974-2004 Hörfunkredakteur und –Moderator beim NDR, zuletzt Programmchef bei NDR 90,3. 2000 und 2006 Sommer-Ak. Pentiment in Hbg. Seit 2000 Mitglied der KüV artplacement. 2004-14 mehr als 60 Ausst. 

 

Kobitzsch, Hans

1906 - 1954 Hamburg. Maler, Grafiker, Hafenarbeiter, Autodidakt. Nähe zur ASSO. Stip. Für die HHSchule 1943, das er nach einem halben Jahr abbrach.

 

Koch, Barbara 

Vor 1955 Troisdorf/Köln. Lebt und arbeitet in Hbg. Malerin. 1980-82 FHSchule Hannover. 1983-87 Studium an der HfbK Braunschweig, 1986-87 Meisterschülerin bei Prof. Hermann Albert. Ab 1987 freischaffend. 1989 Umzug nach Hbg. 2001 Gründung des Künstlerhauses Ohlendorffturm mit Hans Heller in Hbg. 

 

Koch, Rudolf 

1902 - 1985 Braunschweig. Maler, Grafiker. Studium an der Braunschweiger KGSchule seit 1931. 

 

Kochan, Fritz 

1905 - 1963. Malender Arbeiter. Seit 1929 in Leipzig. Schüler von Alfred Frank. Nach Kriegsende in Dithmarschen. Malte in Schl.-Holst. und auf den Inseln (Halligen, Sylt).

 

Köhler, Florian

1935 Frankfurt am Main - 2013Hamburg. Maler, Zeichner, Grafiker. 1955 Abendkurse an der Städelschule in FFM bei Theo Garve, Teilnahme an Gesprächsrunden im Kunstkabinett Hanna Bekker vom Rath. 1956 Studium in FFM bei Heinz Battke. 1957 Ak. München bei Erich Glette, 1980 in Prien am Chiemsee. 1958 3 Monate auf der italienischen Insel Giglio. Anschließend Teilnahme an der von Oskar Kokoschka in Salzburg veranstalteten Int. Sommerakademie „Schule des Sehens“ und einer Reise mit ihm und den Studierenden nach Wien. 1963 Abschluss des Studiums. In München Mitbegründer der Künstlergruppen WIR (1959–1965), SPUR-WIR (1965–1966) und GEFLECHT (1966–1968). 1969 Wechsel nach Hamburg. Zählt zu den Repräsentanten neofigurativer Formensprache deutscher Nachkriegskunst zwischen Abstraktion und Figuration.

 

Koepke, Robert

1893 Bremen – 1968 Frankenburg. Maler, Grafiker. 1911-14 KGSchule Hbg. 1914 Soldat. 1919 KGSchule Bremen bei Erich Kleinhempel, Willi Menz, Paul Percks. Kontakt mit Karl Lorenz und den Worpsweder Malern. Seit 1927 in Schwalenberg. 1939 Übersiedlung nach Worpswede, 1951 nach Frankenburg bei Bremen. 

 

Kokoschka, Oskar

1886 Pöchlarn/Niederösterreich1980 Montreux/SchweizMalerGrafiker und Schriftsteller des Expressionismus und der Wiener Moderne. 1905-09 Ausbildung an der KGSchule Wien. Avantgardistischer Maler in Wien, Porträtist großer Persönlichkeiten. 1919 Professur an der KAk. Dresden. Ab 1934 im Exil in Prag und London. 

 

Komorowski, Michael 

1905 Masuren - 1970 Harburg. Bildhauer, Holzschnitzer, Karikaturist, Maler. Seit 1912 in Harburg. 1921-25 Holzbildhauerlehre bei August Barniske in Hildesheim, darauf 2 Jahre Steinbildhauerlehre in Wandsbek und 3 Jahre KGSchule Hbg sowie Anatomievorlesungen im Hafenkrankenhaus. Ab 1931 selbständig in Harburg, bis 1933 Karikaturenzeichner und Rezensent für das Harburger Volksblatt und Hamburger Echo. At. in der Boheme am St. Anscharplatz 1. 1938-39 in Berlin. Wegen kritischer Artikel krankenhausreif geschlagen, Berufsverbot. Nach der Musterung 1 Jahr in der Wohnung des befreundeten Peter Ahrweiler untergetaucht. Nach 1945 am Sprinkenhof, im Chilehaus, zuletzt wieder in Harburg tätig. Sukzessive Verelendung im Alter. Kettenraucher, Tod an Lungenkrebs. Gedenktafel am Schwarzenberg. 

 

Korte, Cora 

1961 Flensburg. Lebt in Kiel, arbeitet dort und in Berlin. Malerin. 1981 Uni Kiel. 1986 Muthesius-Hochschule Kiel, Stud. der Freien Malerei bei Harald Duwe und Peter Nagel. 3 Kinder, seit 1991 freischaffend. 

 

Kottnik, Carl-Walter 

Kunsterzieher an der Klosterschule Hamburg bis 2013. Historiker und Forscher zur Geschichte der KPD-Künstler in Hamburg in der ersten ‚lfte des 20. JahrhundertHäHälfte des 20. Jahrhunderts. Booklet-Herausgeber mit bildender Kunst und Poesie. 

 

Krämer-Zschäbitz, Grete 

1904 – 1997 Braunschweig. Keramikerin, Bildhauerin, Malerin. 1920-24 KGSchule Braunschweig und keramische Fabrik Ilsenburg. 1924-26, 1931-33 Arbeit bei Rosenthal/Selb. 1926-29 Ak. Dresden bei Prof. Groß und Karl Albiker. 1929-31 Keramische Betriebe Neuhaldensleben und Lübeck. 1933 Heirat, Übersiedlung in die Tschechoslowakei. Ab 1939 wieder in Braunschweig. 1944 Verlust sämtlicher Arbeiten durch Ausbombung. Viele Aufträge, auch in Hbg.

 

Kreidt, Fritz

1936 Essen – 2020 Berlin. Maler. Studium an der Düsseldorfer Ak. bei O. Coester und G. Meistermann, sowie in Paris. Studienreisen in die USA, England, Frankreich, Polen, Lanzarote. 1960-73 in Hamburg, Gründungsmitglied der Neuen Gruppe Hamburg. Abstrakte Periode.

 

Kreidt, Hermann

1906 Steele/Ruhr - ? Maler, Grafiker. Studium in Düsseldorf, Köln, Innsbruck, Berlin bis 1930. Lehrtätigkeit an der Folkwang Sch. f. Gestaltung Essen und KAk. Düsseldorf. Mitglied der Rheinischen Sezession. 

 

Kressel, Diether

1925 Düsseldorf – 2015 Hamburg. Maler, Zeichner, Grafiker. Schulzeit in Hamburg, 1943 Abitur. Nach Arbeitsdienst, Kriegsdienst und Kriegsgefangenschaft lernte er von Tom Hops das Aquarellieren. 1945-48 Studium an der Landeskunstschule Hamburg bei Erich Hartmann und Willi Titze. Ab 1965 Radierungen. Anfang der 1970er Jahre Erwerb eines Friesenhauses bei Friedrichstadt, Leben und Arbeit im Wechsel zwischen Stadt und Land. In seinen beiden Ateliers Produktion von Zeichnungen und großflächigen Ölbildern. Die gegenständlichen Arbeiten vermischen Realität und Illusion. 

 

Kretschmer, Ursula

Geb. 1950. Objekte und Frauenkunst. Atelier in Leestahl. 

 

Kriete, Carlo 

1924 - 1989 Hamburg. Maler, Grafiker. Autodidakt, 1940 durch den Galeristen Peter Lüders ermutigt. 1942–44 Soldat in Russland. 1943 Verlust der Wohnung in Barmbek und des Frühwerks durch Ausbombung. Heimkehr mit schwerer Verwundung. 1944–45 Malstudien in Kloster Lüne, 1945 an der LKSchule bei Willi Titze u. Willem Grimm, 1948 Abbruch. 1952-58 Privatschüler bei Heinrich Steinhagen im Steinhagen-Haus in Rahlstedt. Nach 1948 Freundschaft mit Emil Kritzky, kurzzeitig Mitglied der KPD. Studienreisen nach Holland u. Belgien. 1954 Paris. Zweimal Amsinck-Stip. 1961-62 Florenz. 1963 Heirat mit der Pianistin Brigitte Ahringsmann; eine Tochter. Seit 1970 Ausst. im eigenen At. in Poppenbüttel. 

 

Kritzky, Emil 

1903 Hamburg - 1988 Celle. Maler, Grafiker. 1916-19 Zeichenunterricht bei Architekt Stuhlmann in Hbg. Bis 1923 Anstreicherlehre bei Gustaf Dorén. 1923-25 technischer Zeichner bei Stuhlmann. 1924 Mitglied der KPD, 1929 Mitgründer der Hamburger ASSO. 1933 Verhaftung, mehrere Monate Zuchthaus Fuhlsbüttel. 1937 offizieller Austritt aus der RKK, Einsatz als Anstreicher. 1941 Einberufung, 1948 aus sowj. Kriegsgefangenschaft entlassen. 1951 Mitgründer des Priessecker Kreises

 

Kröger, Klaus

1920 Berlin – 2012 Hamburg. Studierte von 1949-52 am Baukreis Hamburg. 1964 auf der documenta III in Kassel vertreten. 1965 Gal. Vömel, Düsseldorf. 1982 Edwin Scharff-Preis. 1986 Ehrengast der Villa Massimo in Rom. Seit 1993 Atelier im Künstlerhaus Sootbörn. 1995 E.-Ausst. in der HKH. 

 

Kronenberg, Fritz 

1901 Köln - 1960 Hamburg. Maler, Grafiker. Besuch der Holzbildhauerklasse an der Kölner KSchule. 1920-23 Zeichenstudium an der Ak. Karlsruhe als Kommilitone von Karl Kluth. 1923 Reise in die USA, nach Spanien und Nordafrika, 1924 nach Norwegen. 1925 in Paris, Bekanntschaft mit Georges Braque. Seit 1927 freischaffend in Hbg, Reise nach Indien, Sikkum, Ceylon, Java, Bali, Ägypten. 1927Anschluss an die HSez, 1932 Mitglied. Maltouren mit Emil Maetzel und Hans Martin Ruwoldt in Norddeutschland. 1937 6 Werke in der HKH und im MKG beschlagnahmt. 1 Wandbild zerstört. 1938 Reise durch den brasilianischen Urwald. Im 2. Weltkrieg Dolmetscher in einem franz. Gefangenenlager. 1943 Zerstörung des Oeuvres. 1958 Edwin-Scharff-Preis. 

 

Kubach/Wilmsen-Team 

Wolfgang Kubach 19362007, Anna Kubach-Wilmsen 1937 AppeldornBildhauer-Ehepaar. Gemeinsames Studium 1959-65 an der Ak. München. 1965 Erwerb der alten Kirche in Hackenheim als At. Ab 1968 Steinbildhauer-Team in Bad Münster am Stein. Ab 1976 Steinbücher in allen Größen. 1983 Steinbibliothek aus 316 Steinbüchern in der Bibliothèque Nat. Paris. 1998 Realisierung eines Steinskulpturenmuseums und Parks in Bad Münster am Stein, Eröffnung 2010.

 

Kubin, Alfred 

1877 Leitmeritz/Tschechien – 1959 Wernstein am Inn/Österreich. Grafiker, Schriftsteller, Buchillustrator. Vertreter des Symbolismus und Expressionismusbeeinflusst von Munch, Goya, Klinger u.a. Viele Auszeichnungen. 

 

Kühl, Otto

1897 Hamburg - ? Maler, Grafiker, Autodidakt. Schüler bei Behnke, Breest, Edens. 

 

Kuhfuss, Paul 

1883 Berlin Neu-Cölln1960 Berlin-Pankow. Maler. 1902-05 Ausbildung zum Zeichenlehrer an der Kgl. KSchule Berlin bei Philipp Franck. 1905-07 Studium an der HfbK Berlin in Landschaftsmalerei. Ab 1907 Kunsterzieher an den höheren Lehranstalten Berlins. 1915 Mitglied des DKüB und Berliner Norden, 1950 Verein Berliner Künstler. 1935 Denunziation wegen „expressionist. Einschlages“, „Widerstands gegen die NS Kulturpropaganda“ sowie Verteidigung jüd. Berufskollegen. Ab 1945-60 Dozent an der VHSchule Pankow. Preisträger der Großen Berliner Kunstausst. 1960.

 

Kummer, Heidemarie

1941 Lägerdorf/Holstein. Malerin, Grafikerin. 1960/61 Studium a.d. Schule E.H. Bojes in Hbg, a.d. Meistersch. f. Mode bei Gisela Bührmann, a.d. Ak. München.