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Palatini, Maria 

1952 St. Gallen. Lebt ebd. Malerin. Medizinische Laborantin im Kantonsspital in St. Gallen. Als Künstlerin Autodidaktin, seit 1977 künstlerisch tätig. 1979-2016 Gal. und At. in St. Gallen. Zahlreiche Ausst. 

 

Penck, A.R. 

1939 Dresden. Lebt seit 2003 in Dublin/Irland. Geburtsname Ralf Winkler. MalerGrafikerBildhauer. 1953-54 Mal- und Zeichenunterricht bei Jürgen Böttcher (Strawalde). 1955-56 Lehre als Zeichner bei der DEWAG. Seit 1956 viermal an der HfBk Dresden und HFbK Berlin (Ost). Abbruch der Lehre, Arbeit als Heizer, Nachtwächter, Briefträger u.a. 1966 Kandidat des VBK unter dem Pseudonym A.R.Penck, nach dem Eiszeitforscher Albrecht Penck. Seit 1969 Probleme mit der Stasi: Bilder beschlagnahmt, Mitgliedschaft im VBK abgelehnt. 1971 Anschluss an die KüV Lücke. 1975 Verleihung des Will-Grohmann-Preises der AdK West-Berlin. 1976 Begegnung mit Jörg Immendorff, Zusammenarbeit in den folgenden Jahren. Einsatz für die Abschaffung der dt.-dt. Grenze und für Dissidenten. Ab 1977 Beschlagnahmen durch den Zoll, 1979 Vernichtung von Arbeiten bei einem Einbruch in das At. Am 3.8.1980 Übersiedlung in den Westen, zunächst in Kerpen bei Köln. 1981 Rembrandt-Preis in Basel. 1983 Umzug nach London. 1985 Kunstpreis Aachen. 1988 Prof. für Malerei an der KA Düsseldorf

 

Peter, Heinz 

1924 Rögnitz/Hagenow/Schwerin - 1993 Hamburg. Lithograf, Radierer, Zeichner, Maler. Jugend in Hbg. 1939 Lehre für techn. Zeichnen in der Abt. Flugzeugbau bei Blohm + Voss. 1943 Kriegsdienst. Studium bis 1950 an der LKSchule Hbg bei Willem GrimmErich HartmannAlfred MahlauKarl Kluth und Gerhard Marcks. 1968 Gründung einer Gal. in Blankenese. 1986 Werkstatt für Altonaer Handdrucke. Arbeit als technischer Zeichner, Bühnenmaler und Layouter.

 

Peters, Jürgen A. 

1936 Hamburg - 1997 Berlin. Maler, Grafiker. 1953–61 Studium an der HfbK Hbg bei Karl Kaschak, Willem Grimm, Alfred Mahlau. Ein Sem. bei Gastdozent F. Hundertwasser. 1957 Stip. und At. in Hbg-Barmbek. Bis 1961 Werkstudent, danach freischaffender Grafiker und Maler. Heirat mit der Malerin Ursula Köllner, eine Tochter. 1977 Übersiedlung nach San Francisco/USA. 1991 Rückkehr nach Berlin. Peters starb vorzeitig an Asthma. 

 

Peters, Ursula 

1934 Hamburg. Lebt in Berlin. Malerin, Grafikerin, Kunsterzieherin. Studium an der HfbK Hbg bei Willem Grimm. Heirat mit Jürgen Peters, 1958 Tochter Nina. 1962–77 Kunsterzieherin an der Walddörferschule Hbg. 1977 Übersiedlung in die USA. Seit 1991 lebt sie in Berlin.

 

Petersen, Jens 

1938 Hamburg – lebt in Rheinbreitbach. 1959-63 Grafiker in Hamburg und in Algier. 1963-69 Studium an der Ak. München bei Prof. Nagel. 1972 Ausschreibung „Kunst am Bau“ gewonnen (Sportzentrum Bad Schwartau). 1975 Stip. des „Atelierhaus“ Worpswede. Zahlreiche Ausst., versch. Veröffentlichungen. 

 

Petrick, Wolfgang 

1939 Berlin. Lebt und arbeitet ebd., seit 1994 auch in New York. MalerGrafiker und Bildhauer. 1958-65 Studium der Biologie an der FU Berlin und Kunststudium an der HdK als Meisterschüler bei Werner Volkert. Von 1975-2007 Prof. an der HdK, seit 1993 Mitglied der AdK Berlin. 1964 Gründung der Ausst.gemeinschaft Großgörschen 35 mit Karl Horst HödickeBernd KoberlingMarkus LüpertzPeter Sorge in Berlin, die erste Produzentengal. Deutschlands. Jahre später Mitglied der Gruppe Aspekt. Kritischer Realist. 

 

Pfab, Jörn

1925 -1986 Hamburg. Bildhauer. 1941-44 Steinmetzlehre, Kriegsdienst. 1946-52 Studium der Bildhauerei an der LKSchule Hbg bei Edwin Scharff. 1950-52 Arbeit mit Fritz Fleer in der Bronzegießerei der Schule. Ab 1952 freischaffend. Lichtwark-Stip. Griechenlandreise. Heirat. 1959 Aufenthalt in Südspanien, 1960 Marokko. 1961 At. in Wedel. Nach Schweißlehrgang Wendung zur Stahlskulptur. 1963 Neue Gruppe Hbg. 1963 2. Ehe mit Dr. Fotini Pfab. 1971 Edwin-Scharff-Preis. Seit 1976 jährlich in der Touraine/Frankreich. 1982 Reise nach Japan. Starb früh durch Einatmen des Metallstaubs beim Polieren der Plastik.  

 

Pfeil, Theo

1903 Düren/Rheinland – 1973 Köln. Maler, Grafiker. Lebte und arbeitete in Köln. Studium a.d. Ak. Düsseldorf bei Heuser und Nauen. Reisezeichner der Kölnischen Zeitung u. d. Frankfurter Zeitung

 

Pirx, Gideon

1967 Einbeck. Bauingenieurstudium in Kairo. Nach dem Einsturz einer Brücke in Dubai Flucht nach Transnistrien. 1996-97 Studium bei Andrzej Mazur in Warschau. Umsiedlung nach Berlin. Malerei aus kosmopolitischen Erfahrungen und humanistischer Haltung, scheiternde und fallende Individuen. Lebt und arbeitet in Hamburg und St. Petersburg. 

 

Platschek, Hans

1923 Berlin – 2000 Hamburg. Maler, Kunstkritiker, Schriftsteller. 1939 Flucht der Familie nach Uruguay. Studium an der KHS Montevideo. Antifaschistische Karikaturen für das Massenblatt La Linea Maginot1948 erste (E) in Montevideo. 1949-52 Mitherausgeber der ZS Clima, gehörte zu den Gründern eines Inst. für moderne Kunst. 1953 Rückkehr nach Europa, Stationen in München, Rom, London, Tanger, Paris, seit 1970 in Hamburg. In Paris Bekanntschaft mit Max ErnstRaoul HausmannTristan TzaraHans ArpAsger Jorn. 1955-62 in München. 1957 (E) in Gal. Van de Loo. 1958 Biennale von Venedig, 1959 documenta II. 1959-61 Herausgeber der ZS Blätter + Bilder. 1963 Dozent an der HSch für Gestaltung Ulm. 1988-89 Ehrengast der Villa Massimo in Rom. 1993 in Montevideo. 1997 Gastprofessur an der GesamtHSch Kassel  u. Retrospektive in der Kunsthalle Emden sowie in Bad Homburg. Er starb durch Schwelbrand einer brennenden Havanna in seiner Wohnung. 

 

Povorina, Alexandra 

1885 St. Petersburg - 1963 Berlin. Malerin, Grafikerin. 1903 Ausbildung an der Kunstschule Simon Hollósy München. 1906 Heirat mit Karoly Kiss, Übersiedlung nach Charkow, Trennung. 1911 in Paris, 1912 Verlobung mit Friedrich Ahlers-Hestermann, 1916 Heirat. Kurzzeitig in München und Berlin, ab 1917 in Hbg. 1919 Tochter Tatiana. 1926 Mitgründerin der GEDOK. 1928 Umzug nach Köln. 1930 Mitgründerin der GEDOK Köln, 1933 der Pariser Gruppe Abstraction Création. 1937 in Paris. Zwei Arbeiten 1937 in der HKH beschlagnahmt. 1939 Übersiedlung nach Berlin. 1945 ein halbes Jahr im Krankenhaus Worpswede. 1947 Ruf an die Kunsthochschule Berlin-Weissensee (DDR). Reisen nach London, Paris, Südfrankreich, Rom. 1951 Umzug nach Berlin. 

 

Prahl, Karl

1882 Hamburg – 1948 Kummerfeld/Pinneberg. Maler, Grafiker. Malerlehre, 1901/02 Studium an der KGSchule Hbg bei Julius Wohlers, darauf zwei Jahre in München selbständige Weiterbildung. Anschließend in Hbg freischaffend. Radierungen, gefördert von Alfred Lichtwark. 1914-17 Soldat, Verwundung, 1917 Heirat mit der Galeristin Maria Kunde, Kunstsalon in der Ernst-Merck-Str. 9. Wegen Lungenschadens Marias Umzug auf einen Hof in Kummerfeld. At. später am Gänsemarkt. Dort in den 1930er Jahren „Musenfeierabende“ und Ausst. nicht regimekonformer Künstler. 1919 Gründungsmitglied der HSez, 1921 wieder raus, Eintritt in die HKüS. Zeichnungen für das Hamburger Fremdenblatt. 1943 am Gänsemarkt ausgebombt, Presse und Werk zerstört. Blieb in Kummerfeld, wo er 1948 an Lungenkrebs starb. Bodenständiger Künstler, kein Heimatmaler.

 

Prangenberg, Norbert

1949 Nettesheim/Köln - 2012 KrefeldMalerGrafikerBildhauer, Glasdesigner. 1963-1967 Goldschmiedelehre in Köln. Seit 1965 erste HS und Zn, seit 1978 Linolschnitte. In den 1980er Jahren Skulpturen aus glasiertem Ton, großdimensionierte Amphoren und Hohlkörper, die er „Figuren“ nannte. Daneben umfangreiches malerisches Werk. Von 1973-1976 Designer in den Glashüttenwerken in Düren. Seit 1976 freier Designer für Glashütte Süßmuth in Immenhausen. Seit 2003 Malerei und Keramiken in Majolikatechnik. Seit 1993 Professur für Keramik und Glasmalerei an der Ak. München. Lebte und arbeitete in München und Niederarnbach (bei Ingolstadt).

 

Prignitz, Kurt

1914 Hamburg – 1983 Groß Hansdorf. Maler, Grafiker. Studium an der HfbK bei Paul Bollmann unbd Fritz Schleifer. Mitglied der Gruppe 45.