Feldberg-Eber, Lore
1895 Hamburg - 1966 London. Malerin. Besuch der Kunstschule Koppel Hbg bei Friedrich Ahlers-Hestermann, Franz Nölken, Paul Kayser. 1917-18 Kunstschule München bei Carl Caspar und Hans Hofmann, bis 1920 in Berlin bei Dora Hitz. 1919 Mitglied der HSez. 1921 Heirat mit Exportkaufmann Moritz Eber, bis 1927 drei Töchter. 1927 Umzug mit der Familie nach Dockenhuden, Errichtung eines At.Hauses durch Karl Schneider. Um 1930 Reise nach Ungarn, 1936 nach Italien und Jugoslawien. Ab 1935 im Jüdischen Kulturbund Hamburg tätig. 1938 Emigration mit den Töchtern nach Cambridge, Tätigkeit als Kunst- und Sprachlehrerin. 1947 Übersiedlung nach London.
Fetthauer, Peter
1944 Wilhelmshaven. Lebt in Hamburg. Maler, Grafiker. 1959–62 Schriftsetzerlehre in Bochum. 1963–67 Besuch der WKSchule Hamburg bei Gisela Bührmann. Anschließend freischaffend in Hbg tätig.
Fiedler, Arnold
1900 - 1985 Hamburg. Maler, Grafiker. 1916-23 KGSchule Hbg bei Arthur Illies und Julius Wohlers. 1925-30 Schüler, später Lehrer im At. von Hans Hofmann in München, 1926-34 Studienreisen nach Italien, 1930 nach Paris, 1933 mit Kurt Löwengard und Fritz Kronenberg an die Nordsee. 1932-33 Mitglied der HSez. 1937 Aufenthalt in Jugoslawien. 20 Werke 1937 in der HKH beschlagnahmt. 1938 Ausreise nach Paris, 1939-46 Internierung, Dolmetscher in Militärbaubüros, Volkssturm, Kriegsgefangenschaft in Frankreich. Bis 1951 Leiter der Baukreis-Schule in Hbg. 1956 Edwin-Scharff-Preis. 1959-69 At. in Paris.
Fietz, Gerhard
1910 Breslau – 1997 Göddingen. 1930-32 Ak. Breslau bei Alexander Kanoldt und Oskar Schlemmer. 1932-33 Ak. Düsseldorf, Lehrer Heinrich Nauen. 1933-36 Aufenthalt in Oberkolbendorf im Riesengebirge. 1936-37 in Rumbke am Lebasee, Begegnung mit Karl Schmidt-Rottluff. Nov. 1936-38 AdK Berlin, Meisterschüler bei Kanoldt. 1939-49 Übersiedlung auf die Weiße Wand/OBB. 1941-43 Soldat in Russland. Verwundung. 1949-52 Übersiedlung nach Stuttgart. 1949 Gründungsmitglied der KüV ZEN 49. 1950 6. Blevin-Davis-Preis, München. 1. Ströher-Preis, Darmstadt. 1952-56 Übersiedlung nach Buch bei Illertissen/Ulm. 1953-54, 1956-57 Gastdozent an der LKSchule Hbg. 1957-75 Hochschullehrer an der HfbK Berlin-Schöneberg. 1959, 1965-74 Aufenthalte auf Terschelling. 1974-90 Sommeraufenthalte auf der Insel Cres in Jugoslawien. 1979 Umzug nach Göddingen bei Bleckede.
Finck, Wolfgang
1945 Neukloster/Meckl. Lebt in Habbach/Obb. Maler, Zeichner, Grafiker, Objektkünstler. Seit 1953 in Hbg. Bis 1972 Studium an der HfbK Hbg bei Hans Thiemann, Paul Wunderlich, Allen Jones. 1970 Mitgründer der Projektgruppe Tandem. 1973-74 Stip. des DAAD für Holland, 1977 Förderpreis des Kulturkreises im BDI, 1979–80 Arbeits-Stip. in der Papierindustrie. 1981 Arbeits-Stip. der FHH. 1982–85 Lehrauftrag an der FSG Hamburg. 1986 Beitritt zum DKüB. 1993 Gast-Prof. bei der Sommer-Akad. Pentiment in Hamburg.
Finke, Harald A.
1941 Kiel. Lebt in Hbg und Langwedel am Brahmsee. Maler. Zeichner. Objekt- und Performance-Künstler. 1963–66 Studium an der Ingenieurschule für Bauwesen in Hamburg. 1967 Studium am East Sydney Techn. College. 1969–75 HfbK Hbg bei Franz Erhard Walther und Gerhard Rühm. 1976 Mitgründer der Galerie vor Ort, 1980 Mitglied der FV Hbg. 1981 Stip. der FHH und des Kunstfonds e.V. Bonn. 1984 Teilnahme an dem Wettbewerb Stadt-Natur-Skulptur in Hbg. 1985 Kunstpreis Altona.
Fischer, Ruth
1913 Hamburg – 2011 Amsterdam. Malerin. Ausbildung ab 1933 in der Koppel-Schule bei Eduard Bargheer. Parallel Vorlesungen bei Erwin Panofsky am KG Sem. der Uni. 1935 Wechsel zu Friedrich Adler, der sie bis 1939 privat weiterbildete. Tschechische Staatsbürgerschaft durch den Vater. 1939 Emigration zu ihren Eltern nach Amsterdam. Ausbildung bis 1940 an der Amsterdamer Nieuwe Kunst School. Danach Privatunterricht bei Paul Citroen, Lex Metz und Hajo Rose. Nach Kriegsende Beginn der freien Malerei.
Fischer-Trachau, Otto
1878 Trachau bei Dresden - 1958 Hamburg. Maler, Raumgestalter, Grafiker. Nach Malerlehre 1902-07 staatliche KGSchule Dresden bei Otto Gussmann, Wilhelm Kreis u.a. 1907 Wechsel nach Hbg, ab 1908 selbständig. Ab 1909 Zusammenarbeit mit Baudirektor Schumacher. 1915-18 Kriegsberichterstatter in Frankreich. 1919-33 Mitglied der HSez. Meistbeauftragter Dekorationsmaler in Hamburg, viele Auszeichnungen. 1921 Lehrer an der KGSchule Altona, 1925 Wechsel nach Leipzig, Dozent an der KGSchule. 1927 Prof. an der Kunst-Ak. Wiesbaden. 1934 Entlassung, Rückkehr nach Hbg. Ab 1945 vorwiegend freikünstlerisch tätig. 1945 wegen militaristischer Wandbilder in der NS-Zeit nicht wieder in die neugegründete HSez aufgenommen. Isolierung in Künstlerkreisen Hbgs.
Flege, Ernst
1898 Hamburg - 1965 Holm. Maler. 1915 KGSchule Hbg bei Friedrich Behncke, Julius Wohlers, Willy von Beckerath. 1916 Kriegsdienst, engl. Gefangenschaft, Dolmetscher bis 1919. Danach wieder KGSchule bei Arthur Illies. 1922-24 Dresden. 1927-28 Ak. München, Meisterschüler bei Julius Hess. Bis 1936 freischaffend in Rissen, ab 1936 in Holm. 1939 Erkrankung an MS. 1939-43 Soldat in Polen. Aus physischen Gründen ab 1942 nicht mehr in der Lage, zu arbeiten.
Flinte, Fritz
1876 - 1963 Hamburg. Maler, Grafiker. Lehre im Drechslerhandwerk und Besuch der GSchule Altona, 1896-98 der KGSchule Hamburg. Danach drei Jahre als Dekorationsmaler tätig. Fortsetzung der Ausbildung 1901-05 an der Kunst-Ak. Stuttgart bei Oswald Pötzelberger und Carlos Grethe. Ab 1905 freischaffend in Hamburg. 1916-17 Kriegsdienst in Rumänien, Freistellung wegen physischer und psychischer Schwäche. 1919-20, 1932-33 Mitglied der HSez, 1922 des HKüV und der HKüS. Viele Künstlerfreundschaften. 1937 2 Gemälde in der HKH beschlagnahmt. 1943 Verlust des Oeuvres durch Bombardierung des At.s Hartwicusstraße. Ab 1955 späte Erfolge, 1961 Edwin-Scharff-Preis Hbg.
Flora, Paul
1922 Glurns/Südtirol - 2009 Innsbruck. Österreichischer Zeichner, Karikaturist, Grafiker und Illustrator. Ausbildung an der Ak. München. E.o.Plauen-Preis Chemnitz.
Flurschütz, Gero
1935 Leipzig, lebt seit 1954 in Hamburg. 1953/54 Studium an der HSchule f. Grafik Leipzig. 1954-59 HfbK Hbg. 1956-62 angewandte Grafik (Neugestaltung des Helms Museums. 1958 /1962 Spanien, seit 1980 Prof. an der FHSchule Hbg, Bereich Gestaltung.
Folkerts, Poppe
1875 – 1949 Norderney. Marinemaler, Zeichner, Grafiker. Maler- und Glaserlehre. 1897 Berliner KA bei Carl Salzmann. 1899 Stip. durch Anton von Werner. 1900-02 Studienfahrten auf Segelschulschiffen in Ostsee, Nordsee, Mittelmeer. 1902 Studium bei Friedrich Kallmorgen Berlin, 1903 bei Ludwig Dettmann an der KA Königsberg. 1905-06 At. in Kiel; Mitglied des Kieler KV. 1907-08 Studium bei Eduard von Gebhardt, Düsseldorfer KA. 1909-10 Ac. Julian, Paris. 1910 Rückkehr nach Ostfriesland, 1911 Kauf eines Grundstücks am Südwesthörn von Norderney, 1913 Bau eines Malerturms. 1914-17 Kriegsmaler in Flandern und Nordfrankreich. 1917 Heirat mit Frida Wilken, 1919-30 vier Kinder.
Fräger, Wolfgang
1929 Bergkamen/Unna – 1983 Bönen. Maler, Grafiker. Studium an der Werkkunstschule Dortmund bei Herricht und Guggenberger.
Frank, Klaus
1929 Ploetz/Kreis Wettin/Pommern – 2017 Hamburg. Maler, Grafiker. 1945 Flucht nach Wittenburg, Internierung, Erkrankung an Diphtherie. 1946–48 Studium der keramischen Chemie (Bontjes van Beek) und ostasiatischen Kunst in Ost-Berlin. 1948–52 Fortsetzung an der HfbK Hamburg bei Willem Grimm, 1953 Fritz Winter. 1952 mit Lichtwarkstip. an die Ak. Wien zu Robin Christian Andersen. Bis 1955 Winters Privatschüler in Dießen/Ammersee. 1959–92 Prof. für Farbe und Form an der FSG Hbg. 1963 Gründungsmitglied der Neuen Gruppe Hamburg. Wegen Krankheit Einschränkung der künstler. Tätigkeit seit Ende der 1960er Jahre. Danach Studienreisen in Europa.
Friedrich, Alexander
1895 – 1968 Hamburg. Grafiker, Maler. 1913–18 Studium an der KGSchule Hamburg bei Carl Otto Czeschka. 1914 Kriegsdienst. Freundschaft mit Otto Rodewald. Autodidaktische Aneignung der Radiertechnik. Anschließend freischaffend in Hbg, ab 1917 At. im Curiohaus. Verbindung zu Johannes Wüsten (bis 1922), Will Haerlin, Kinner von Dresler. 1918 Mitgründer der KüV Kräfte. Um 1925 Studium der Philosophie, Geschichte, Kunstgeschichte in Heidelberg. Anschließend Rückkehr nach Hbg, Beitritt zur HKüS. In der NS-Zeit Funktionen in der RKK. Sein gestochenes Kupferplattenwerk wurde 1944 in Berlin vernichtet.
Frieling, Klaus von
Fotokünstler. 1997 Ausst. im Künstlerhaus Bergedorf.
Frihling, Pit von
1919 – 2011 Hamburg. Maler, Grafiker, Kunstgewerbler. Nach einer Schlachterlehre Wanderung durch Deutschland, Österreich, Ungarn, Tschechoslowakei. Kriegsteilnahme als Bataillonszeichner. 1942 Heirat, Tochter Corinna. 1945–48 Studium an der LKSchule Hamburg bei Alfred Mahlau und Karl Kaschak. 1948 Malunterricht bei Ewald Becker-Carus. Ab 1957 erneut HfbK Hamburg bei Gerhard Fietz. 1958–63 Gründung einer Kunstschule in Hbg, Sommerstudien auf der Insel Terschelling/Holland. Lehrer von Dieter Asmus. 1951–58 Studienreisen und -Aufenthalte in Europa. 1977 Reise nach Griechenland. 1981 Euro-Medaille für Kunst und Kultur, 1988 Kunstpreis Schneverdingen.
Fuchs, Heinz
1886-1961 Berlin, Maler, Grafiker im expressionistischen Stil. 1918-1931 Mitglied der Novembergruppe. Im NS an der Reimann-Schule als Kunstlehrer. 1947 Professur an der HfbK in Berlin-Charlottenburg, Abt. Kunstpädagogik. Vorwiegend Landschaftsbild.
Führmann, Rudolf
1909 Hamburg - 1976 Lüneburg. Maler, Grafiker, Restaurator. 1927-31 Besuch der KGSchule Hamburg bei Carl Otto Czeschka und Willy von Beckerath, ab 1930 Meisterschüler. KPD-Mitglied, intellektueller Kopf der Hbger ASSO. 1931 mit Stip. nach Berlin zu Arthur Kampf, 1932 Übersiedlung nach Paris. Im Exil subalterne Tätigkeiten, Entbehrungen. 1936 Mitarbeit an Gen Pauls Fresken für die Weltausst./Paris. 1937 Eintritt in das Franziskanerkloster Alésia, Konversion. Ohne Carte d'Identité und Mittel Meldung 1938 zur Fremdenlegion. 1939 Topograph im Wüstenlager Quargla. 1941 Auslieferung an die deutschen Besatzer in Südfrankreich, Verschleppung in das KZ Hinzert bei Trier. Nach 9 Monaten nach Fuhlsbüttel überstellt. Wegen Gesundheitsschäden Einsatz in Harburger Rüstungsbetrieb. 1942 Wiedereinbürgerung. Bis 1949 Restaurator in Lüneburg. 1951 Umzug nach Stuttgart, 1959 nach Leinfelden. Häufige Reisen nach Frankreich, Spanien, Italien. 1974 Umzug nach Lüneburg.