A  B  C  D  E  F  G  H  I  J  K  L  M  N  O  P  Q  R  S  T  U  V  W  Z

Sakulowski, Horst 

1943 Saalfeld. Lebt in Weida/Thüringen. Maler, Grafiker, Bildhauer. 1961-62 Keramiklehre bei Gerda Körting in Saalfeld. 1962–67 Studium an der HGB Leipzig bei Bernhard Heisig. Ab 1967 freischaffend in Weida. 1972-89 Vorsitzender der Sektion Malerei/Grafik des VBK in der DDR im Bezirk Gera. 1974-80 Reisen nach Bulgarien, Mittelasien, Sibirien, Zypern. Ab 1990 Experimente mit der Videokamera, Zusammenarbeit mit Filmemachern, Videoinstallationen. Ab 1992 Wendung zur Plastik. Bis 1989 Auszeichnungen in der DDR.

 

Sandig, Armin

1929 Hof/Saale (Bayern) – 2015 Hamburg. Als Maler und Grafiker Autodidakt. Nähe zu Zen 49. 1960 Lichtwark-Stip., 1972 Edwin-Scharff-Preis. Seit 1972 Mitglied der Freien Akademie, 1980-2011 Präsident. Dozent an der FHochschule für Arch., später Hafencity Universität. Viele Preise und Auszeichnungen. 

 

Schaefer-Osterhold, Edmund 

1880 Bremen1959 Unterwössen/München. Grafiker, Maler und Prof. Ausbildung 1897-1907 an den KGSchulen Stuttgart und München. An der Stuttgarter KAk. Schüler von Friedrich von Keller, in Dresden von Carl Bantzer. Um 1909 Lehrer an der Akad. Kassel, lebte überwiegend in Worpswede. Um 1911 in Bremen. Längere Reisen nach Paris und Ostasien. 1913 Lehrer an der KGSchule Charlottenburg, 1921 Prof., blieb dort bis 1939. Nach 1945 in Agg bei Marquartstein (Obb.). Mitglied im DKüB1940 mit 2 Bildern auf der Gr. Dt. KAusst.  in München. Stand 1944 in der Gottbegnadeten-Liste des Prop.min. Cousin von Paula Modersohn-Becker

 

Schaeffer, Gertrud 

1888 Altona - 1960 Hamburg. Malerin, Grafikerin. 1909 Besuch der KGSchule Hamburg bei Arthur Illies. 1918 gemeinsames At. mit Hertha Spielberg hinter dem Curiohaus. 

 

Schaper, Friedrich

1869 Braunschweig -1956 Hbg. Maler, Grafiker. Studium an der Ak. Berlin u. KGSchule Hbg. Mitglied der Berliner Sezession, zum Lichtwarkkreis gehörig. 

 

Schaper, Marlies 

1933 Hamburg. Lebt ebd. Malerin, Grafikerin. Studium 5 Jahre Meisterschule für Mode bei Wilhelm M. Busch. Segelmotive, Illustrationen u.v.a.   

 

Scharff, Edwin 

1887 Neu-Ulm1955 HamburgBildhauerMedailleur und Grafiker. 1903-07 Studium an der KGSchule München Malerei bei Ludwig von Herterich, später an der Kgl. AdK. 1906 erste Bildhauerarbeiten, 1908 erste Radiermappen. 1912-13 ein halbes Jahr in Paris. 1913 Gründungsmitglied der Münchener Neuen Secession. Danach Wechsel zur Bildhauerei. 1923 Prof. an der HdK Berlin, zahlreiche öff. Aufträge für Denkmäler, Büsten u.a. 1933 zunächst an die KA Düsseldorf versetzt. 1937 als „entartet“ diffamiert, vom Lehramt beurlaubt, mit Arbeitsverbot belegt. 1937 49 Werke beschlagnahmt, 3 in der Münchener Ausst. 1946 Prof. an der LKSchule Hbg. Werke auf der documenta 1 (1955), 2 (1959). 1999 Eröffnung des E.-S.-Mus. in Neu-Ulm. Der Hbger Edwin-Scharff-Preis erinnert an ihn.

 

Schindehütte, Ali 

1939 Kassel. Lebt in Hamburg. Grafiker, Zeichner, Holzschneider, Kalligraph. 1956–59 Studium der Gebrauchsgrafik an der WKSchule Kassel bei Karl-Oskar Blase. 1961 nach Berlin, dort 1963 Mitgründer der Werkstatt Rixdorfer Drucke. In alter Buchdruck- und HS-Kunst entstanden Raritäten in kleinen Auflagen, Verbindung aus Grafik, Literatur, HS u. Typografie. 1974 Verlegung der Werkstatt nach Gümse, Kreis Lüchow-Dannenberg. A.S. schuf Grafikeditionen, Zeichnungen, HSe u. Bücher mit Vorzugsausgaben. Unterhält ein At. in Oevelgönne, seit 1996 in Schauenburg-Breitenbach. 

 

Schirop, Otto

1904 Hamburg – 1958 ebd. Maler, Grafiker. Lebte und arbeitete in Hbg. Zahlreiche Reisen vor allem in den Balkan und nach Skandinavien. Sein Schaffen geprägt durch die Auseinandersetzung mit dem Kriegserlebnis und den Nachkriegskrisen. 

 

Schirrmacher, Fritz

1893 Bartenstein b. Königsberg – 1948 Hamburg. Vierjährige Malerlehre in Bartenstein, wohl Kriegsteilnahme, nach 1918 in Hbg ansässig. 1919-27 Studium an der KGSchule Hbg bei J. Wohlers und W. v. Beckerath. 1933 At.haus des Arts am Harvestehuder Weg 5, 1942 in Haus Stinnes Schöne Aussicht 23. Reisen nach Westafrika. Freundschaft mit Franz Kaiser. Vor 1933 Mitglied d. HKüS, später zur KüV Niederdt. Hbg. 1937 Beschlagnahme von 6 HS in der HKH.

 

Schlotter, Eberhard

1921 Hildesheim – 2014 Altea / Spanien.  Maler, Grafiker. Studium an der AdbK München. 1969-1970 Gastdozent an der HfbK Hbg. 

 

Schlottau, Günter

1923 – 2013 Hamburg. Maler, Grafiker, Designer. Ab 1937 privater Kunstunt. bei Ewald Becker-Carus. 1939-41 Lehre im Buch- und Tiefdruck beim Hamburger Fremdenblatt. Dort Zeichenunt. bei Wolfgang Kerschbaum, W. Hicks, Karl Wagener. 1946-50 LKSchule bei Alfred Mahlau, Textilentwürfe bei Maria May. Viele Studienreisen. Ab 1957 als Gebrauchsgrafiker selbständig. 1958-60 Lehrer für Ornamentik und experimentelle Fotografie an der Meisterschule für Mode. Nebenbei freischaffend. 

 

Schmelter, Raimund 

1950 Oberhundem/Sauerland. Lebt und arbeitet am Niederrhein. Lehre im Goldschmiedehandwerk, später Kunststudium und künstlerische Tätigkeit. U.a. Designer für Kleinmöbel und andere Elemente. Modelle für versch. Bronzegießereien. 

 

Schmidt-Thesenfitz, Gisela 

1942 Hamburg. Lebt in St. Peter. Studium zur Kunsterzieherin an der HfbK Berlin bei Gerhard Fietz.

 

Schmit, Tomas 

1943 Wipperführt – 2006 Berlin.fbK Hamburg.  Aktions- und Konzeptkünstler ohne Ausbildung. Nennt Nam Jun Paik, Maciunas, Arthur Køpcke, Gosewitz seine Lehrer. Pionier der Fluxus-Bewegung der frühen 1960er Jahre. 1979-80 Lehrer an der HfbK Hamburg. 

 

Schneider, Robert

1944 Buchheim bei Freiburg/Br.2021 HamburgMaler und Zeichner. Schneider wuchs auf einem kleinen Bauernhof auf, der nur noch zur Selbstversorgung bewirtschaftet wurde. Die Erziehung war konfliktbeladen, deshalb verließ er früh sein Elternhaus. In den 1960er Jahren bereiste er Europa und entdeckte dabei seine Neigung zur Kunst. Hauptwerk: die Jahrhundertreflektion. Nach seiner Rückkehr ins Badische heiratete er und bekam einen Sohn und hatte seit 2005 eine Enkeltochter. Schneider lebte und arbeitete in Hamburg, wo er im Februar 2021 im Alter von 76 Jahren starb.

 

Scholten, Heinz 

1894 – 1967 Rees. Maler. 1912-13 1. Malunterricht bei Ernst Isselmann in Rees. Kaufmännische Tätigkeit in Neuss und Studium an der KAk. Düsseldorf. 1914-18 Soldat an der Westfront. 1919-20 Kunststudium in Amsterdam und Leyden, 1921-22 in Berlin. Studienreisen nach Ostfriesland, Taunus, Eifel und Mittelrhein. 1942 Heirat mit Marie Tjaden aus Emden. 1945 Zerstörung des At. in Rees. 1946-47 Rege Ausstellungstätigkeit. 1960 Studienaufenthalte im Berchtesgadener Land und am Tegernsee.

 

Scholz, Werner 

1898 Berlin1982 Schwaz/TirolMalerGrafiker. Schüler von Walter Gropius und Pianistin Elisabeth Gollner. 1916-21 Studium der Malerei an der HdK Berlin, unterbrochen durch Kriegsdienst, wobei er den linken Arm verlor. Danach At. in Berlin. Einfluss von Emil Nolde und Karl Schmidt-Rottluff . In den 1920er- und 1930er Jahren mit expressionist. Stilmitteln Schilderung der Not des Kleinbürgertums. 1937 Ausst.verbot. 2 Werke in der Ausst. E.K. in München. 1939 Übersiedlung von Berlin nach Alpbach in Tirol. 1944 Ausbombung des Berliner At. Nach 1945 vorwiegend biblische Themen, in den späten Jahren große Pastellzyklen zum Alten Testament und der griechischen Mythologie

 

Schrader, Gerhard

1907 Seesen/Harz – 1985 ebd. Maler, Grafiker. Arch- u. Biologie-Studium . AdbK Kassel u. staatl. Kunsthochschule Berlin-Schöneberg. 

 

Schrader, H.D. 

1945 Bad Klosterlausnitz/Thüringen. Lebt in Hamburg und Osterhever. Bildender Künstler. Bekannt für seine sog. Cubecracks (= konkrete Kunst). Studium 1965-69 an der WKSchule Hbg, u.a. bei Max Hermann Mahlmann. 1972 Mitgründer der KüV internationaler arbeitskreis für konstruktive gestaltung (IAFKG) in Antwerpen. Bis 1986 Teilnahme an 6 Symposien des IAFKG in versch. europ. Ländern. 1974 Teilnahme an der X. Biennale Int. d‘Art Menton, Frankreich. Seit 1986 Prof. für Typografie an der FHSchule Dortmund, Fachbereich Design. Auszeichnung mit mehreren Preisen. 2005 Teilnahme am chinesisch-dt. Malersymposion in Wuyishan, China. 2006 Mitglied der int. Jury für den Olympic Landscape Sculpture Contest in Peking, China.

 

Schrand, Heinz

1926 - 2017 Hamburg. 1943 Abschluss Modelltischlerlehre. 1944 Soldat. 1946 Rückkehr aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft in Frankreich. Zeichenunterricht bei Max Mahlmann. Arbeit als Bauatichler. Ab 1949 künstlerische Arbeit als Autodidakt, Malerei, Grafik, später Plastik. 1952-56 Studium an der HfbK bei Karl Kluth und Rolf Cavael. 

 

Schultz-Brummer, Christopher

1940 – 2022 Hamburg. Absolvierte Anfang der 1960er Jahre eine Tischlerlehre, bevor er 1963-64 zu einem Studienaufenthalt nach Paris aufbrach. Von 1965-1967 Studium an der Kunstschule Alsterdamm in Hbg und bis 1984 als Grafik-Designer tätig. Seit 1985 freischaffend. Zahlreiche Ausstellungen, u.a. im Kunsthaus Hbg, FIAC und Grand Palais Paris, Chapel Art Center Köln. 

 

Schultz-Spenner, Ursula

1943 Hamburg, lebt ebd. Malerin, Grafikerin. Ab 1962-66 Studium an der HAW Hbg bei Gero Flurschütz, Wilhelm M. Busch, Siegfried Oelke. Danach als Grafikdesignerin tätig und freischaffend. Fortbildung bei Gerd Krenkel, Kunstschule Leonardo Hbg. Mitglied der KüV Kunstklima auf Eiderstedt. 

 

Schulz, Georg 

1952 Steinfurt/Westfalen. Lebt und arbeitet in Hamburg. Holzbildhauer. Studium 1974-76 der Kunsterziehung an der K-Ak. Düsseldorf bei Udo Scheel. 1976-78 Kunstgeschichte an der Uni Hamburg. 1982-98 Arbeit als Möbelrestaurator und Möbeldesigner. Seit 1994 Holzskulpturen und Zeichnungen. 

 

Schulz, Konrad 

1940 Elbing/Westpr. - 2001 Hamburg. Bildhauer, Maler, Grafiker, Objektkünstler. 1961–66 Studium der Bildhauerei bei Gustav Seitz an der HfbK in Hamburg. 1966-67 Stip. für das Royal College of Art London. 1968–73 Assistent an der HfbK Hbg. 1970 Mitgründer der Projektgruppe Tandem. Ab 1972 freischaffend in Hbg. 1985 Kunstpreis Altona. Verheiratet mit der Malerin u. Grafikerin Diana Becker, Sohn Jonathan.

 

Schwemer, Paul 

1889 Neubukow/Mecklenburg - 1938 Hamburg. Maler, Grafiker, Kunsterzieher. Älterer Bruder von Martin Schwemer. 1904–09 Zeichenlehrer-Ausbildung am Lehrerseminar Hbg, 1911–13 KGSchule bei Arthur Illies. Im 1.Weltkrieg Soldat. 1918-19 zusätzl. Ausbildung zum Werklehrer. 1919–29 Mitglied der HSez, Beteiligung an den Künstlerfesten. Um 1920 Herausgeber express. ZS, Beitritt zur HKüS. 1924–36 Zeichenlehrer an der Lichtwarkschule Hbg, Ausgangspunkt der dt. Kunsterzieherbewegung. Nach der NS-Machtübernahme angegriffen, ohne berufliche Konsequenzen. Reise nach Kroatien. 1937 Beschlagnahme von 6 Arbeiten in der HKH. 

 

Schwimmer, Max 

18951960 Leipzig. Maler, Grafiker, Illustrator. Nach Besuch des Lehrerseminars und Schuldienst im 1. Weltkrieg Soldat. 1919 Kunstgeschichts- und Philosophie-Studium an der Leipziger Uni. Anfänge künstlerischer Tätigkeit. Anschluss an die antibürgerliche Kabarett-Szene, Arbeit für Die Aktion und Der Drache. Lehrtätigkeit an der KGSchule Leipzig. 1933 aus dem Lehramt entlassen. 9 Werke als „entartete Kunst“ konfisziert. Hinwendung zur Buchillustration. 1944 zur Wehrmacht eingezogen, Einsatz bei der Wachmannschaft des Kriegsgefangenenlagers Mühlberg/Elbe. Nach Kriegsende Beitritt zur KPD. 1946-50 Prof. an der Ak. Leipzig. 1951 Ruf an die Dresdner HfbK als Leiter der Abt. Grafik, wo er bis zu seinem Tod blieb. 

 

Seitz, Gustav

1906 Mannheim – 1969 Hamburg. Bildhauer, Zeichner, Grafiker. Bis 1924 Bildhauerlehre, nebenher Zeichenunt. an der Mannheimer Gewerbeschule. Danach LKSchule Karlsruhe bei Georg Schreyögg. 1925 HfbK Charlottenburg bei Ludwig Gies u. Wilhelm Gerstel (Meisterschüler). 1928 in Paris bei Aristide Maillol und Charles Despiau. 1933-38 At. an der Preuß. Ak. d. Künste unter Hugo Lederer. 1943 Bombenzerstörung seines Werks. 1940-45 Soldat u. Gefangenschaft. 1947 Lehrer an der HfbK Charlottenburg durch Karl Hofer. 1949 Nationalpreis der DDR. 1950 Mitglied der Dt. Ak. d. Künste in O-Berlin, Suspendierung in Charlottenburg. 1951 Reise nach Russland, Frankreich, China. 1958 Berufung an die HfbK Hamburg. Seit 1960 Mitglied der FA Hbg, seit 1966 der Ac. Royal de Belgique. Viele Auszeichnungen. 

 

Semke, Hein

1899 Hamburg - 1995 Lissabon. Bildhauer, Keramiker, Maler. Als Zehnjähriger verwaist. 1916 Freiw. Kriegsdienst. Ab 1919 Arbeit auf dem Bau, auf der Werft, im Bergbau des Ruhrgebiets. Wegen anarchistischer Aktivitäten 1923 verurteilt, 1928 amnestiert. Anheuerung auf Cap Arcona nach Lissabon. Nach physischem Zusammenbruch Rückkehr nach Hbg. 1930 Ausbildung an der LKSchule Hbg und Stuttgart. 1932 Übersiedlung nach Portugal wegen Lungenerkrankung und Folgen seiner politischen Vergangenheit. Durch NS-Anhänger in Lissabon wegen expressiver Arbeiten verfemt, 1936 unter offizielle Kontrolle gestellt. 1941 zwangsweise Aufgabe des At.s in Linda a Pastora. Nach Kriegsende Verbleib in Lissabon. 1953-73 Anmietung eines kleinen At.s, keramische Arbeit. 1955 Goldmedaille der 1. Int. Keramik-Ausst. in Cannes. 1969 Ehe mit der Germanistin Teresa Balté. 1978 Verdienstkreuz der BRD, 1990 Auszeichnung Infante D. Henrique. 1990 letzter Besuch in Hamburg. 

 

Siebelist, Arthur 

1870 Dresden – 1945 Hittfeld/Harburg. Maler, Grafiker, Kunstlehrer. 1884 Lehre als KGZeichner bei Georg Hulbe. 1890 KGSchule München. 1897 Gründungsmitglied des HKüC. 1899 Eröffnung einer Malschule in Hbg. 1903 Künstlerkolonie Hittfeld. 1905 Hbger Bürgerbrief. Mitglied im HKüV. 1908 Umzug nach Hittfeld. At. Mönckebergstraße. 1914 Kriegsdienst. 1930 Ehrenrente des Hbger Senats. 1943 Verlust vieler Bilder im Bombenkrieg.

 

Sieker, Hugo 

1903 Elmshorn - 1979 Ahrensburg. Kunstkritiker, Maler. Schiffbaulehre. Ende des 1. Weltkriegs Soldat. Freistelle an der Altonaer KGSchule mit Stip. Zwei Jahre Studium an der KGSchule Hamburg. 1921 durch Vermittlung von Hans Leip Volontär, später Journalist an der Neuen Hamburger Zeitung (Hamburger Anzeiger), Beiträge für Proletarische Jugend, bis 1927 für Junge Menschen, bis 1933 für Der Kreis. Kunstkritiken im Rundfunk (Norag), in Hamburger Echo und Altonaer Nachrichten. In der NS-Zeit Mentor der verfemten Künstler in Hbg. 1944-45 Einsatz im 2. Weltkrieg im Emsland. Internierung im Alten Land. Bis 1957 Redakteur der Hamburger Freien Presse. Vorstand der Lichtwark-Ges., erster Kustos des Barlach-Hauses im Jenischpark. Nebenberuflich freikünstlerisch tätig.

 

Sihle-Wissel, Manfred 

1934 Tallinn/Estland - lebt in Brammer/Rendsburg. Bildhauer, Zeichner, Aquarellist. 1939 Umsiedlung nach Posen. 1945 Flucht nach Hbg. Nach dem Abitur Arbeit bei einem Steinmetz in Hbg. 1954–59 Studium der Bildhauerei an der HfbK Hbg bei Edwin Scharff und Hans Ruwoldt. Handwerkliche Ausbildung durch Gipsformer Gerhard Wybranitz. 1959 At. in Hbg, Hartungstr. 1, Zusammenarbeit mit Ruwoldt bis zu dessen Tod 1969. Seit 1964 zahlr. Reisen in den Nahen Osten, nach Nordafrika, in die Mittelmeerländer. Mitglied des DKüB. 1972 Edwin-Scharff-Preis. 1975 Mitglied der FA Hbg. 1978 Aufenthalt und Arbeit in Tokio. 1979-80 Gastdozent für Bildhauerei an der FHSchule Kiel. 1981 Haus und Werkstatt in Brammer. 1987 Kunstpreis der Schl.-Holst. Wirtschaft. 

 

Silkeborg, Silke

Geb.? Daten! Malerin. Studium ab 1999 in Holland, 2003 Abschluss Designstudium an der HAW Hbg. 2010-12 Studium an der HfbK Hbg bei Michaela Ott, vorher bei Werner Büttner. Mehrere Kunstpreise, Stipendien und Projektförderungen. Großes Echo in den Medien, Ausst.n in Leipzig, Bremen, Wolfsburg u.a. Lebt in Hbg und Leipzig.

 

Singer, Curt 

1905 Karlsbad – 1989 Israel, Kibbuz Nir Oz. Grafiker, Maler. Malerische und grafische Ausbildung. Zeitweilig in Prag tätig. Mitglied der Freunde graphischer Kunst und der HKüS. 1927, 1929 Ausst. mit der HSez. 1927-28 mit Stip. der Amsinckstiftung in den Niederlanden, Paris und Marseille. 1929 Geldpreis in der Kunstausst. Altona. Die Senatskomm. f. Kunstpflege erwarb 1933 sein Bild Alsterdamm. April 1933 Ausschluss aus der HKüS wegen jüd. Abstammung. 1934 Emigration nach Paris, 1935 Auswanderung nach Israel, Kibbuz Haftziva. Landwirtschaftlich tätig. 1943 Umzug mit Frau und Tochter nach Jerusalem, 1955 nach Ein Kerem. Ab 1957 Wiederaufnahme der Malerei. 1982 Schlaganfall, Umzug in den Kibbuz Nir Oz. 

 

Sitte, Willi

1921 Kratzau/Tschechoslowakei2013 Halle/SaaleMalerGrafiker. Studium zum Textilmusterzeichner ab 1936 in Reichenberg. 1941 Einberufung an die Ostfront, nach Erkrankung Einsatz in Italien. 1944 Desertation zu italienischen Partisanen. 1946 Rückkehr nach Kratzau, Vertreibung, lebte danach in Halle. 1947 Eintritt in die SED. 1951 Lehrauftrag an der KHSchule Burg Giebichenstein, 1959 Prof. Mitglied der aufmüpfigen Kunstszene Halle, Freundschaft mit Christa WolfWolf BiermannEva-Maria Hagen, u.a. Ab 1964 in Politik aktiv, Verlust der Freunde. Vertreter des soz. Realismus. Seit Ende der 1960er Jahre offizielle Anerkennung. 1969-91 Mitglied der Dt. Ak. d. Künste. 1974-88 Präs. des VBK DDR. 1986-89 Mitglied des ZK der SED. 1975-87 Dir. der Sekt. Bild. Kunst der HSchule Halle. Neben Werner TübkeBernhard Heisig und Wolfgang Mattheuer bekanntester Maler der DDR. 2006 Willi-Sitte-Gal. In Merseburg anlässlich des 85. Geburtstags. 

 

Skowronek, Franz 

1905 Ober-Kaufung/heute Polen – 1997 Berlin. 1919-23 Lehre als Buchdrucker. 1926-28 1. Haftzeit. Beginn zeichnerischer Tätigkeit nach Anregung Mitgefangener. 1929 Aufnahme in die KPD. Seit 1932 mehrfach verhaftet, seit 1935 im aktiven Widerstand. Arbeit als Elektriker. 1940 für wehrunwürdig erklärt. 1943 eingezogen ins Strafbattaillon. 1944-46 am. Kriegsgefangenschaft in Louisiana, verstärkte Zeichentätigkeit. Seit 1947 leitende Funktionen beim Aufbau von Wirtschaft, Partei und Gewerkschaft der DDR. Mitglied des Kulturbunds. 1986 Umzug von Neuhagen nach Berlin. Ausst. in der DDR: Neuhagen, Frankfurt, Bernau, Berlin. Heinz Skowronek verkaufte 2006 den NL seines Vaters an einen am. Sammler und an das Museum Louisiana. 

 

Slevogt, Max 

1868 Landshut – 1932 Berlin. Maler, Grafiker, Illustrator, Bühnenbildner. 1885-89 Studium an der Münchner Ak. Nähe zu Wilhelm TrübnerWilhelm LeiblArnold Böcklin. 1889 Studium an der Ac. Julian in Paris. Hellere Farben, dicke Farbaufträge. 1900 dt. Repräsentant auf der Weltausst. Paris. Prof. an der Münchner Ak., Mitglied der Ak. d. Künste Berlin. Zählt mit Lovis Corinth und Max Liebermann zu den wichtigsten dt. Impressionisten. Sein Stil markiert den Beginn des Expressionismus in Deutschland. 

 

Sliva, Jiri 

1947 Pilsen. Lebt in Prag. Maler, Karikaturist, Musiker. Studium der WWissenschaften und Soziologie, 8 Jahre Arbeit als Soziologe. 1972 erste Zeichnungen. Seit 1979 ausschließlich Karikaturist, Zeichentrickfilmer und Buchillustrator. Mehr als 60 karikaturistische Bücher, Arbeiten in angesehenen int. ZS wie NEBELSPALTER (Schweiz) oder NEW YORK TIMES, PLAYBOY, STERN, ZEIT. Seit 1980 Farblithographie und Illustration von Kinderbüchern. 

 

Sommerburg-Cahn, Miriam 

1900 Hamburg – 1980 New York. Bildhauerin, 1926-29 Ausbildung an der LKSchule bei Richard Luksch, angeblich auch bei Friedrich Adler. 1930 Ausst. bei Maria Kunde. 1927 Heirat mit dem Journalisten Rudolf Sommerburg, vier oder fünf Kinder. Emigration nach Italien, Scheidung. 20.7.1944 Überfahrt mit Henry Gibbins nach New York. Vier Wochen Internierung. Nach 1945 am. Staatsbürgerschaft, Niederlassung in Greenwich Village. Angeblich 9 Einzelausst., versch. Auszeichnungen. 

 

Sonderborg, K.R.H. 

1923 Sonderborg/Als, Dänemark – 2008 Hamburg.Geburtsname Kurt Rudolf Hoffmann. Maler. Seit 1938 in Hamburg. 1941-42 Gestapohaft. 1942-45 Assistent bei Firma Gaiser in Russland. 1946-47 Privatschüler bei Ewald Becker-Carus in Hbg. Ab 1947 Studium an der LKSchule Hbg bei Willem Grimm. 1953 Mitglied von ZEN 49, Teilnahme an einigen Ausst. 1957 in Berlin u. in Cornwall. 1959, 1964 documenta II und III. 1960-61 in New York, 1964-65 in Ascona. 1965-90 Prof. an der Ak. Stuttgart. 1969-70 Gastprofessur in Minneapolis, 1986 am Art Institute Chicago. 

 

Sovák, Pravoslav 

1926 Böhmen. Lebt und arbeitet in der Schweiz. 1939 Verbot des Gymnasiumbesuchs. Hilfsarbeiter in einem Kaolinwerk. Erste Zeichnungen und HS. 1942 Besuch einer Privatschule für Grafik und Design in Prag und der Keramikfachschule von Bechyně bis 1944. Einsatz bei Befestigungsarbeiten in Ostmähren. 1945 Abitur in Prag, Besuch der HSchule für KGewerbe und der Karls-Uni Prag. 1946 Reise nach Paris. 1947 Assistent für Kunsterziehung an der Uni Olomouc. 1948-56 wechselnde Tätigkeiten, 1957 in Prag. Beschäftigung mit Radierung. 1958 Reisen nach Venedig, Paris, Ägypten, 1960 nach Moskau und Leningrad. 1963 Studien in Hbg. 1966 Erwerb einer alten Mühle in Südböhmen, bis 1968 Umbau zum At. 1968 Prager Frühling, P.S. verlässt Böhmen, Übersiedlung in die Schweiz. Zwei Jahre Dozent im KGMus Zürich. Seit 1970 regelmäßig in New York. 1975 Prof. für Freie Grafik an der FHSchule Köln für Kunst und Design. 1978 Übersiedlung nach Hergiswil im Kanton Nidwalden. 1987 Einbürgerung.

 

Spangenberg, Herbert 

1907 - 1984 Hamburg. Maler. Nach einer Anstreicherlehre bei Otto Schmarje Studium 1926-28 an der KGSchule Hamburg bei Julius Wohlers und Carl Otto Czeschka. Danach freischaffend in Hamburg. 1928 Reise nach Paris, 1930 nach Kopenhagen. Ab 1937 stellte er nicht mehr aus. 1938-40 Bühnenbildner in Kiel, zusammen mit Karl Kluth. 1941-45 Soldat, Zeichner in Silkeborg und Kopenhagen. 1946-52 Mitglied der wiedergegründeten HSez. 1957 Edwin-Scharff-Preis. 

 

Spars, Eylert 

1903 Hamburg – 1984 Seevetal. Maler, Grafiker. Ab 1923 Studium bei Arthur Illies an der LKSchule Hbg. 1930-31 in Paris mit Stip. durch Max Sauerlandt. 1936 Längerer Aufenthalt in Positano. 1939-46 Kampfflieger im 2. Weltkrieg und Kriegsgefangenschaft. 1943 Vernichtung des Werks im Bombenkrieg Hbg. 1954-56 zahlreiche Reisen nach Nordafrika, Europa, Russland. 1959 Edwin-Scharff-Preis Hbg. 

 

Sperschneider, Hans 

1928 Jena - 1995 Hamburg. Maler, Grafiker. Ab 1948 Studium an der Meisterschule Erfurt, Kunstschule Burg Giebichenstein Halle bei Erwin Hahs, Meisterschule in Berlin-Charlottenburg, ab 1952 bei Karl Kluth an der HfbK Hbg. Heirat mit der Goldschmiedin Ragna Krüger. 1955 Lichtwark-Stip. der FHH. 1957 Stip. des Kunstkreises Hameln. 1962 erste Reise nach Bornholm. Mitglied der 1963 gegr. Neuen Gruppe Hamburg. 1965 Staatspreis der Kulturbehörde Hbg, 1966 Edwin-Scharff-Preis. 1973 erste Reise nach Langeland/Dänemark, dann jährlich. 

 

Sprotte, Siegward

1913 Potsdam – 2004 Kampen/Sylt. Maler, Zeichner, kunstphilosophischer Hintergrund. Schüler von Emil Orlik in Berlin, Meisterschüler von Karl Hagemeister in Werder/Havel. Niederlassung in Kampen.

 

Steffens, Hans-Hermann

1911 Altona2004 Gordes/Südfrankreich. Maler, Grafiker. Studium an der Pädag. Ak. Altona bis 1932. 1933, 1937 an der HfbK Berlin und KAk. Königsberg bei Fritz Purrmann und Heinrich Wolff. 1940 Soldat, russ. Gefangenschaft bis 1948. 1948 Lehrauftrag an der KGSchule Burg Giebichenstein. 1949 Rückkehr nach Hbg. 1950-57 bevorzugt in Frankreich. Traf in Paris Galeristen und Maler, wie Jean-Jacques Deyrolle, Jean Dewasne, Auguste Herbin. 1958 Niederlassung in der Provence. Ab 1956 Reisen nach Holland, Aufenthalt in Spanien, Venedig. 1973 Edwin-Scharff-Preis. Seit 1956 Mitglied des DKüB Berlin, der FA der Künste in Hbg

 

Stegemann, Heinrich 

1888 Stellingen - 1945 Hamburg. Maler, Grafiker. 1904-06 Malerlehre, abends KGSchule Altona bei Hans Breest, 1906-07 bei Hans Kolitz. 1909-13 Studium an der Ak. Weimar bei Max Thedy und Albin Egger-Lienz. 1915-18 Kriegsdienst in Frankreich. Ab 1918 freischaffend in Hbg. 1918 Mitglied der Novembergruppe Berlin, später des DKüB. Zahlreiche Studienreisen in Europa und Afrika. 1936 nach Abbruch der Künstlerbund-Ausst. in Hamburg, Auflösung des DKüB, Ehrengericht für Stegemann. 1937 27 Werke in der HKH und MKG beschlagnahmt, zwei Wandbilder in Hamburg zerstört. 1943 dreimal in At. und Wohnung ausgebombt, Verlust des Oeuvres. 1944-45 als Ruinenzeichner beauftragt.

 

Stegmann, Peter 

1933 Hamburg. Lebt in Bielefeld, Maler, Bildhauer, Grafiker. 1952-55 Bootsbauerlehre, 1960-62 Studium an der HfbK Hbg bei Theo Ortner. Heirat, Sohn Paul. Anwesen in Radbruch/Winsen. 

 

Steiner, Josef

1899 - 1977 München. Maler, Grafiker. Studium a.d. Ak. München bei Angelo Jank, in Privatateliers von Prof. Knüller und Prof. Fleischmann, München, a.d. Ak. Berlin bei Karl Hofer. 

 

Steinhagen, Heinrich 

1880 Wismar - 1948 Hamburg. Maler, Grafiker, Bildhauer, Keramiker. Abbruch einer Malerlehre in Wismar und eines Ak.-Besuchs, als Künstler Autodidakt. 1898 erstes At. in Hbg. Viele Studienreisen in Europa. Im 1. Weltkrieg Feldwebel in Frankreich und Russland. Desertation, schwer verwundet. 1918 Eintritt in die KPD, Bildung eines rev. „Künstlerrats“ für die HKH. 1919-20 Staats-At. in der HKH. 1919 Mitgründer der HSez, 1920 Beitritt zur HKüS. Gustav Pauli erwarb über 100 Graphikblätter für die HKH. 1923 Abgabe seiner Arbeiten an einen Kunsthändler. Eigenbau eines Hauses auf 8000 qm Grundstück in Rahlstedt zum Gesamtkunstwerk. Drei Ehen, Geburt mehrerer Kinder. Anhaltende Nervenkrankheit, Querelen mit den Behörden, Notlage der großen Familie. Ein Selbstbildnis wurde 1937 in der HKH beschlagnahmt. Im Dezember 1937 Brand und Zerstörung großer Teile des Hauses, fast des gesamten Werks. Der 58-jährige machte sich an den Wiederaufbau. Carlo Kriete wurde 1948 Privatschüler. Das Steinhagen-Haus war Künstlertreff, u.a. für Karl Lorenz, Adolf Wriggers, Emil Kritzky, Emanuel Zimmermann. Das Haus wurde 1963 abgerissen. 

 

Stiller, Walter 

1906 - 1989 Hamburg. Werbegrafiker, Maler. Bis 1924 Malerlehre in Wandsbek, danach Geselle. 1927-33 Studium an der LKSchule bei Willi Titze. Beitritt zur KPD. 1929-33 Kulissenmaler und Schauspieler in der KPD-Theatergruppe Die Rote Kolonne. Bis 1933 Mitglied der ASSO Hamburg. Mehrere Hausdurchsuchungen der Gestapo. Im Frühjahr 1934 Eröffnung eines Reklamemalerei-Betriebs. 1937 Verhaftung, zu 3 Jahren Zuchthaus verurteilt. Nach der Entlassung Anstreicher bei mehreren Firmen. 1940 Bekanntschaft mit Dora Prott, 1942 Heirat. 1943 Ausbombung der Wohnung. 1942-43 Studium an der HHH, danach im Strafbataillon 999 Kriegseinsatz in Griechenland/Kos. Beim Rückmarsch Desertation. Von Partisanen nach Novi Pasar gebracht, wo er bis zu seiner Repatriierung im Nov. 1946 Transparente mit Tito-Porträts u.a. malte. Nach der Rückkehr Mitglied des Entnazifizierungs-Ausschusses für die KPD. Fortsetzung des Studiums an der LKSchule. 1946 Beitritt zum BDG. Später Entschädigung für die NS-Verfolgung durch die Stadt Hbg. 

 

Stock-Schmilinsky, Gabriele 

1903 - 1984 Hamburg. Malerin, Kunstgewerblerin. 1922 Ausbildung an der KSchule Koppel Hbg, Lehrer Friedrich Ahlers-Hestermann, Paul Kayser, Erich Hartmann. 1930-33 LKSchule Hbg bei Friedrich Adler, Julius Wohlers, Arthur Illies, Eduard Steinbach, Willy Habl. Seit 1933 freischaffend. Studienreisen mit Eduard Bargheer nach Paris und Italien. 1937-38 Ausbildung zur Werklehrerin in Berlin. 1939 Übernahme der KSchule von Gerda Koppel. Heirat mit dem Schriftsteller Hans Stock, Sohn Andreas. 1943 Zerstörung der Schule. 1948 Neubeginn der KSchule in Blankenese, 1951-54 in Klein Flottbek, Leitung bis 1954. 1955-56 Dozentin an der HfbK Hamburg. Viele Studienreisen. 

 

Suhr, Anita

1900 – 1991 Hamburg. Ausbildung an der GSchule Hbg zur Modezeichnerin und an der KGSchule bei Friedrich Adler. Ab 1922 freie Künstlerin. Nach 7 Jahren Pause ab 1932 Agitation gegen die NSDAP, 1934 Kontakt zu einer Oppositionsgruppe. Im Nov. 1935 Verhaftung, bis 2.1.1941 in versch. Haftanstalten, Zuchthäusern, KZ Ravensbrück. Bis 1945 Berufsverbot, Überwachung. Physische und psychische Schäden. Das erhaltene Werk entstand 1960-70 im Malkreis um Erich Hartmann. 

 

Székessy, Karin 

1938 Essen. Lebt und arbeitet in Hamburg und Südfrankreich. Fotografin. Studium 1957-59 in München. Seit 1959 Puppenfotos, ab 1963 Aktfotografien und Werkkorrespondenz mit Paul Wunderlich. 1960-66 Reportagefotografin bei der ZS Kristall1962-67 Mitglied der Werkgruppe Zeitgenossen. 1967-69 Lehrtätigkeit an der WKSchule HamburgModefotografie. Seit 1971 mit Paul Wunderlich bis zu dessen Tod 2010 verheiratet.