Habl, Willy
1888 Engeln/Magdeburg – 1964 Hamburg. Maler, Grafiker. Seit 1903 Studium a.d. KGSchule Dresden, Kassel und Hbg bei Carl Otto Czeschka. Lehrtätigkeit an der LKSchule Hbg nach dem 1. Weltkrieg.
Haensgen-Dingkuhn, Elsa
1898 Flensburg - 1991 Hamburg. Malerin. 1917-18 Kunstschule Flensburg bei Prof. Weddig. 1919–22 an der KGSchule Hbg bei Arthur Illies, Julius Wohlers und Johann Bossard. 1923 Heirat mit dem Kommilitonen Fritz Dingkuhn. Ab 1923 freischaffend. 1926, 1932 zwei Kinder. Vor 1933 Mitglied der HKüS. 1935 Umzug nach Berne. 1936–39 Studienreisen nach Ostpreußen. 1940-41 längere Zeit in Niederbayern. Ab 1948 Reisen nach Frankreich, Mallorca, Dänemark, Holland. 1963 und 1965 in Addis Abeba/Äthiopien. 1979 Preis der Otto-Stiftung Das Kind in unserer Welt. Mitglied der GEDOK.
Haff, Inge
1909 Würzburg – 2003 Hamburg. Grafikerin, Malerin. Seit 1918 in Hbg. 1926-28 Studium an der KGSchule bei Wohlers und Meier-Thur. 1931 Abitur. 1932 Ak. München bei Hermann Gröber, Max Dörner, Wilhelm Pinder. 1933 Paris bei Fernand Léger, bis 1934 Berlin bei Franz Lenk. 1937 Prüfung für Lehramt Volksschulen. Mitglied der GEDOK. Studienreisen nach Vorpommern, Tirol, Spanien, Provence, dort 1966 Erwerb eines alten Hauses. 1955 Malkurse für Kinder inder Karlstraße 16.
Haizmann, Richard
1895 Villingen - 1963 Niebüll. Bildhauer, Maler, Grafiker, Keramiker. Nach freiwilligem Kriegsdienst bis 1920 Gefangenschaft bei Grenoble. 1920-23 Organisation von Avantgarde-Ausst. in Gal. von Garvens Hannover. Seit 1923 in Hbg. Ausst. im graph. Kabinett Maulhardt. Künstlerisch Autodidakt. Abendkurse an der Hamburger KGSchule in keramischer Technik. 1925 erste Ausst. eigener Arbeiten, später mit der HSez. Förderung durch Max Sauerlandt. 1934 Rücknahme der Leihgaben im MKG, Zerstörung seiner Arbeiten durch die SA, Flucht nach Niebüll. 1937 5 Werke in der HKH, 60 im MKG beschlagnahmt. Verbot abstrakter Arbeit, 1938 Ausst.-Verbot. Zwang zu Schanzarbeiten während der Kriegszeit. Entschädigungen durch Bundespräsident Heuss in den 1950er Jahren.
Hamann, Hilde
1898 Breslau - 1987 London. Geb. Guttmann. Malerin, Keramikerin. Ab 1913 in Hbg. 1918 Studium an der KGSchule bei Carl Otto Czeschka, Fortsetzung mit Malerei in München im At. von Hans Hofmann. 1920 Heirat mit dem Bildhauer Paul Hamann, 1921 Tochter Yvonne. Bis 1926 in Worpswede. 1923 auf Empfehlung Richard Lukschs mit Stip. in Italien. 1924-25 6 Monate in Paris bei Fernand Léger. 1927-33 Mitglied der HSez. 1926 Übersiedlung nach Berlin, Künstlerkolonie Breitenbachplatz. 1930 3 Monate in London. Im Juli 1933 Emigration nach Paris, At. in der Cité Fleurie. 1936 Übersiedlung nach London. 1938 Mitglied im FDKB. Gründung einer privaten Kunstschule in West-Hampstead. 1941 Trennung von P.H. Nach Kriegsende 3 Jahre Keramik-Ausbildung an der Central School, Kingsway, London. Anf. der 1950er Jahre britische Staatsbürgerin. 1954 erstmalige Rückkehr nach Deutschland, Worpswede. Wiedergutmachung in Form einer Rente aus Hbg. 1974 kaufte sie ein Haus in London Hampstead.
Hamann, Paul
1891 Hamburg - 1973 London. Bildhauer, Zeichner, Grafiker. 1910-14 Bildhauerausbildung an der KGSchule bei Richard Luksch. 1913 Assistenz bei Auguste Rodin in Paris. 1914-18 Soldat (Mappenzeichner an Ost- und Westfront). Danach freischaffend in Hamburg. 1920 Heirat mit der Schülerin Hilde Guttmann. 1919-33 Mitglied der HSez, 1920 der HKüS.KüHKüH Dozent an der KGSchule, bis 1933 Vorsitzender des Vereins Künstlerfest in Hamburg. 1924-25 mehrfach in Paris, Mitgründer der Groupe artistique franco-allemand in Hbg. Bis 1926 in Worpswede, danach in Berlin, Künstlerkolonie Breitenbachplatz. 1929-30 längere Zeit in London. Im April 1933 Emigration mit der Familie nach Paris. 1936 Übersiedlung nach London, 1938 At. in West Hampstead. Mitgründer des FDKB. 1940-41 Internierung auf der Isle of Man. Trennung von H.H. Gründung einer privaten Kunstschule, Camden Arts Center. Anfang der 1950er Jahre britische Staatsbürgerschaft. Seit 1953 mehrmals in Hamburg.
Hansen, Anton
Geb. 1901 in Hamburg. Maler. Er unterrichtete als Lehrer an der Gewerbeschule.
Hartmann, Erich
1886 Elberfeld - 1974 Sylt. Maler, Grafiker. 1903-06 Ak. Düsseldorf bei Eduard von Gebhardt. Danach Münchner Kunstschule Hermann Gröber, 1908-12 Ak. bei Peter von Halm. Zwischenzeitlich bis 1909 in Paris im At. Stettler. Reisen in Deutschland, Italien, Russland. 1912-14 in Paris. Im 1. Weltkrieg Soldat. Ab 1922 Lehrer an der privaten Kunstschule Gerda Koppel in Hamburg. 1919-33 Mitglied der HSez. 1924, 1936 Studienaufenthalte in Italien. 1934 Reise nach Norwegen. 1937 9 Werke in der HKH beschlagnahmt. Wandbilder zerstört. 1944-45 im „Kulturluftschutz“ eingesetzt bei der Evakuierung der Kunstschätze Hamburgs. 1953 Prof. an der LKSchule, 1955 Edwin-Scharff-Preis.
Hassebrauk, Ernst
1905 - 1974 Dresden. Maler und Zeichner. Ak. für KG und TH Dresden, 1927 Uni Leipzig, Meisterschüler von Willi Geiger an der Dresdner Ak. 1947 Prof. an der HGB Leipzig. 1949 im Zuge der Formalismus-Debatte entlassen. Danach freischaffend in Dresden.
Hasselbring, Marianne
Mitglied der GEDOK. Erteilte Kunstunterricht an der VHSchule Winsen.
Hauptmann, Ivo
1886 Erkner / Berlin - 1973 Hamburg. Maler, Grafiker. Sohn des Dichters Gerhart Hauptmann. 1903 Studium an der Ac. Julian in Paris, danach in Berlin, Kunstschule Lewin-Funcke bei Lovis Corinth. Bis 1908 bei Ludwig von Hofmann in Weimar. Studienreisen durch Europa. 1908-11 in Paris, Freundschaft mit Paul Signac. 1912 freischaffend in Dresden. 1913 Studienaufenthalt an der Hamburger KGSchule. Ab 1915 Kriegsdienst in Hbg und Frankreich. 1925 Übersiedlung nach Hamburg, Angestellter in der Reederei Otto Blumenfeld. Mitgründer der Freien Sezession Berlin, 1928 Mitglied der HSez, 1931 2. Vorsitzender. 1946-52 Dozent an der LKSchule Hamburg. 1962 Edwin-Scharff-Preis.
Hein, Karsten
1937 Hamburg. Maler, Grafiker. Studium a.d. Meisterschule f. Mode, Werkkunstschule und HfbK Hamburg.
Heinemann, Reinhard
1895 Altona -1967 Esbjerg. Maler, Grafiker. 1913 Handelshochschule New York, nebenbei Kunst-Ak. 1914 auf der Rückfahrt bis 1918 auf der Isle of Man interniert. 1919 Heirat mit Evelyn Dille, 1921 Tochter Gisela. 1928 Tod Evelyns an Tbc im Tessin. Unterricht bei Paul Bollmann. 1922-35 Reisen in Europa. Heirat mit Dorette (Dora) Caspar. 1929 Sohn Cornelius. 1931 Übersiedlung nach Stockholm. 1934 Rückkehr nach Hbg. Häufige Ortswechsel, um Anmeldung bei der RKK zu umgehen. 1937 Emigration nach Sønderho/Fanø. Erwerb eines Kapitänshauses. 1940 Beschlagnahme durch dt. Besatzer, Umzug nach Kopenhagen. 1942 Ausweisung aus Dänemark. Trennung von Dorette, Dienstverpflichtung im Hbger Hafen. Im Dezember 1943 Wachdienst in Kolding. Kontakt zum dänischen Widerstand, Desertation im Oktober 1944. Bis Kriegsende untergetaucht. Ehe mit Ruth Haugen Termansen, Sohn Jan. Ab Kriegsende wieder auf Fanø, Beitritt zur Grafisk Kunstnersammenslutning. 1951 dänische Staatsbürgerschaft. Weitere Reisen in Europa.
Heinke, Erhard
1908 Burgstädt/Sachsen - 1993 Düsseldorf. Maler, Grafiker, Lithograf. Ab 1916 in Dresden, 1918 Lithografenlehre in Harburg. 1927–31 Studium an der LKSchule Hbg bei Hugo Meier-Thur, Julius Wohlers u. Willy Habl. Studienreise mit Felix Walner nach Kleinasien. Eintritt in die KPD. Febr. 1933 6 Tage Arrest wegen Flugblatt Nero steckte Rom in Brand und Hitler den Reichstag. Aufgabe der Kunstagitation und polit. Tätigkeit. Bis Ende 1935 At. am St. Anscharplatz, Anschluss an Adolf Wriggers. Selbständige Tätigkeit als Werbegrafiker. 1936 At. mit Paul Sabban am Graskeller am Rödingsmarkt. 1943 Ausbombung. Ab 1941 Zeichner in einem Armee-Korps in Ostpreußen. 1947 in sowjet. Gefangenschaft. Assistent in Antifa-Schulen in Rasan und Ogre bei Riga. Rückkehr 1949. 1950 Umzug nach FFM, Heirat mit Brunhilde Huspenina, 1951, 1959 zwei Töchter. Bis 1956 verantwortl. Leiter der Sichtagitation der KPD. 1961 wegen Gestaltung illegalen Materials zu sechs Monaten Gefängnis auf Bewährung verurteilt. 1968 Mitglied der DKP. 1956–73 freiberuflich tätig, später angestellter Werbegrafiker und Betriebsrat in einer Nahrungsmittelfabrik. 1977 Bronzemedaille in einem Karikaturenwettbewerb der UdSSR.
Heising, Alfons
1903 Hamburg – 1975 Kleinbarkau. Bildhauer. 1918 Schiffsjunge, Beitritt zum Arbeiter- und Soldatenrat Hbg. 3 Jahre in den USA. Seit 1924 Mitglied der KPD und der Roten Hilfe. Heirat mit Ella Schild, drei Kinder. 1928 Reise in die SU, 1932 Redeverbot in Preußen. 1933 zweimal in “Schutzhaft”, zwischenzeitlich im Untergrund. Im November 1934 illegale Ausreise nach Dänemark. Fortsetzung der Aktivität gegen das NS-Regime. 1936 Ausbürgerung aus Deutschland. Im Mai 1940 in Kopenhagen inhaftiert. 1941 vom Lager Horserød auf Seeland nach Deutschland ausgeliefert. Verurteilung zu 3 Jahren Zuchthaus. Im Januar 1944 Strafbataillon 999, Einsatz in Griechenland. Dort wegen „Fraternisierung mit der Bevölkerung“ zum Tode verurteilt, Flucht zu den Partisanen. 1945 in einem sowjet. Gefangenenlager interniert. Nach der Rückkehr 1947 Aufgabe der Tätigkeit für die KPD. Heirat mit Henny Johannen, 1948 Umzug nach Kleinbarkau. Künstlerisch Autodidakt, seit 1940 plastisch tätig.
Helms, Paul
1884 Sarkwitz/Holst. - 1961 Hamburg. Maler, Zeichner, Grafiker. Seit 1890 in Hamburg. Vierjährige Lithografielehre, zwei Jahre Gehilfe in Hbg u. Oslo. 1905–09 Studium an der KGSchule Hbg, Schüler von Carl O. Czeschka, und in Altona. 1908–45 Lehrer/Prof.an der KGSchule Hbg. 1910 Heirat, zwei Kinder. 1913 Leitung der Textilabt. 1915–18 Soldat. 1921 Mitglied der HKüS. 1929-30 und 1942–45 komm. Direktor der KGSchule/HHH. 1945 suspendiert, 1947 pensioniert. 1950 Mitgründer des Kulturkreises Hbg.-Süderelbe, bis zum Tod 1. Vorsitzender. Goldener Preis auf der Bugra Leipzig.
Henle, Paul William
1887 Hamburg - 1962 Ibiza. Maler, Bildhauer. Sohn des Oberkantors am Israelit. Tempel in Hbg. Nach Musik-Ausbildung Wendung zur Kunst, 1906-08 bei Walter Voltmer und Arthur Siebelist, zus. mit Anita Rée. 1906–08 Studium der Bildhauerei an der Lewin-Funcke-Schule in Berlin bei Max Kruse, bis 1910 an der Münchner Ak. bei Hans Schwegerle u. Michael Kurz. Studienaufenthalt bis 1913 in Rom u. Florenz. 1912 Beitritt zum HKüV. Im 1. Weltkrieg Ersatzreservist an der Westfront. 1919-20 Mitglied der HSez., Beitritt zu DKüB und HKüS. 1923–26 in Venedig und Taormina/Sizilien. 1926 Beitritt zum AKüV, At. im Haus des Arts. Freundschaft mit Friedrich Adler. Ankäufe durch die HKH. 1933 von der HKüS, vor 1938 aus der RKK ausgeschlossen. Ab 1935 Mitarbeit im Jüd. Kulturbund. 1935 Heirat mit der Weberin Margarete Brix. 1937 1 Gemälde in der HKH beschlagnahmt. 1938-39 Untermieter bei Eduard Hopf. 1939 Emigration nach London. Beitritt zum FDKB. Arbeit als Bildrestaurator am Courtauld-Institute London. Erfolgreiche Produktion von Henley’s Handwoven Materials. Nach 1945 finanzielle Entschädigung für Berufs- u. Gesundheitsschäden. Tod durch Badeunfall beim Schwimmen vor Ibiza.
Hennemann, Karl
1884 Waren/Mecklenburg – 1972 Schwerin. Autodidakt als Holzschneider. Studium a.d. Ak. München und Berlin.
Hering, Bernd
1924 Hamburg – 2013 Potsdam. Maler, Grafiker, Bildhauer. Nach 2 Jahren Seefahrt 1946-50 Studium an der LKSchule Hbg bei Willem Grimm und Erich Hartmann. 1951-75 Kunsterzieher am Wilhelm-Gymnasium Hbg. Seitdem freischaffend. Heirat mit Ruth Kneipphoff, Tochter Sabine. Viele Reisen. Seit 1973 At. in der Provence, im Winter in Felsberg. 2010 Umzug nach Potsdam.
Heyde, Bernhard
1899 Augsburg - 1978 Hamburg. Arzt und Maler. 1919-1923 Medizinstudium in München, 1925 Approbation. Heirat mit der jüdischen Schauspielerin Ida Ehre. 1930-1932 Schiffsarzt beim Norddeutschen Lloyd. 1933-1939 Privatpraxis in Böblingen. 1939 missglückter Auswanderungsversuch mit seiner Frau wegen des Kriegsanfangs, seitdem in Hamburg. 1953 Schlaganfall. Als Maler Autodidakt.
Heydorn, Volker Detlef
1920 – 2004 Hamburg. Maler, Grafiker, Illustrator, Kunstschriftsteller. Studium 1939-40 a.d. KSchule Schmilinsky Hbg bei Gabriele Schmilinsky, Paul Kayser, Eduard Bargheer, Erich Hartmann, Karl Kluth. A.d. LKSchule 1946-48 bei Hartmann. Dozent a.d. FHSchule für Gestaltung Hbg. Edwin-Scharff-Preis Hbg 1969.
Hil (= Wolf Hildebrandt)
1906 Stettin - 1999 Deidesheim. Maler, Bühnenbildner, Grafiker, Schriftsteller. Ausbildung an der Werkschule für Gestaltung in Stettin. 1925 Bühnenbildner in Rudolstadt/Thüringen. 1926-27 Studium am Bauhaus Dessau bei Schlemmer, Klee, Kandinsky, Moholy-Nagy. 1928 Bühnenbildner in Stralsund, darauf in Liegnitz. 1929-31 Ehe mit Helen Ernst, Übersiedlung nach Hamburg. 1932 Schilleroper Altona. Mitgründer des Kollektivs Hamburger Schauspieler. Bis 1939 im Sommer auf dem At.-Wohnschiff Ralle. 1938 Balkan-Reise. 1941 Abbruch seiner Ausst. im Einrichtungshaus Grabbe, Verbot von 4 Blättern durch die RKK. Kündigung als Bühnenbildner am Thalia-Theater. Flucht nach Süddeutschland nach schwerer Misshandlung am Theater. 1942-45 Kriegsdienst als Kraftfahrer in Frankreich. 1943 Heirat mit Itta Vogel, drei Kinder, Veronika, Laurenz, Ruth. 1956 Wiederaufnahme der Malerei. Ab 1977 in Deidesheim/Weinstraße.
Hilmer, Arnold
1908 – 1993 Hamburg. Maler, Bildhauer, Kunsterzieher. Studium an der LKSchule Hbg bei Eduard Steinbach, 1929-30 KA Königsberg, 1930-33 KA Stuttgart bei Alexander Eckener, Gottfried Graf, Ludwig Habich. In den frühen 1930er Jahren At.wohnung mit Charlotte Wegel und Ernst Witt. Hinwendung zur Bildhauerei, Austausch mit Martin Irwahn und Richard Steffen. 1939 Heirat mit Charlotte. Bis 1971 Kunsterzieher am Christianeum in Othmarschen.
Hilmer, Charlotte
1909 - 1958 Hamburg. Malerin. Bis 1929 LKSchule Hbg bei Eduard Steinbach, 1929-30 KA Königsberg, 1930-33 Ak. Stuttgart bei Robert Breyer. Dort auch Einfluss von Anton Kolig, Umkreis Kokoschka Wien. Aktstudien. Danach Porträts und Stillleben. Nach 1941 Naturlandschaften. 1950 und 1958 Studienreisen nach Dänemark, in die Niederlande und Italien. Auf dem Expressionismus basierender Stil. Seit 1939 mit Arnold Hilmer verheiratet. Tod durch Suizid.
Hiltmann, Jochen
1935 Hamburg. Lebt ebd. u. in Todenfeld/Bonn. Bildhauer, Maler, Grafiker, Kunstkritiker, Filmemacher. 1953-5 Landwirtschaftslehre in Lübeck. 1956-59 Studium Freie Kunst in Hamburg, Krefeld und Düsseldorf, u.a. bei Bruno Goller und Joseph Faßbender. 1959 Aufgabe der Malerei, Hinwendung zur Bildhauerei, dort Autodidakt. Mehrere Preisauszeichnungen. 1964 Teilnahme an der documenta III, Abt: Skulptur. 1967 Dozent für Metallplastik an die HfbK Hbg, 1970–2001 Prof., ab 1974 Vizepräsident. 1975 Lehrauftrag an der Gerrit Rietveld Ac. Amsterdam. Von 1972 bis 1975 überwiegend theoretisch tätig. Konsequente Kunstverweigerung, radikale Kritik an der künstl. Praxis der sog. Avantgarde. Mitglied im Dt. Künstlerbund.
Hirschland, Rolf
1907 Hamburg -1972 Mantes-La-Jolie/Frankreich. Maler. Aus großbürgerlich jüd. Familie stammend. Studium an der LKSchule Hamburg und der Berliner Ak. 1928 Studium der Medizin in Paris, nebenbei Malerei. 1933 Reise nach Spanien. 1934 erste Ausst. in Paris, Gal. Georges Petit. Niederlassung in Paris, 1936 Heirat mit Mathilde Regenet, ein Sohn. 1936-39 beruflich erfolgreich. 1939 Freiwilliger in der franz. Armee, 1940 Entlassung. Umzug nach St. Marcel. 1941 Verlust der dt. Staatsangehörigkeit. Nov. 1942 bis Aug. 44 in Südfrankreich untergetaucht. Schwere Entbehrungen und Gesundheitsschäden. 1943 Deportation seiner Eltern von Nizza nach Drancy und Auschwitz. November 1944 2. Kind. 1944 Übersiedlung nach Paris, 1945-50 in Nizza, 1950 wieder in Paris. 1959, 1964 geringfügige Wiedergutmachungszahlung. R.H. blieb staatenlos. 1960 Ehe mit Adèle Dautricourt. Kinder Flore und Thierry.
Höpfner, Wilhelm
1899 - 1968 Magdeburg. 1918 Studium an der KGSchule Magdeburg, 1918–21 an der Staatl. Kunstschule Berlin, Zeichenlehrerexamen. 1921 Mitglied der Kugel. 1922–25 freier Mitarbeiter der Volksstimme, Magdeburg. 1923 Lehrer an der KGSchule Magdeburg. 1926–31 in Berlin. 1931 Schuldienst in Magdeburg. 1937 fünf Werke als „entartet“ aus dt. Museen entfernt. 1942 Vernichtung von 200 Druckplatten in Berlin durch Bombardierung. 1943–45 Soldat. 1945 Kunsterzieher in Magdeburg. 1946 Mitarbeit am Kulturbund Magdeburg. 1952–59 Vorsitzender des VBK, Bezirk Magdeburg. 1964–68 Vorsitzender des MagdeburgerGrafikkreises.
Hövener, Wilhelm
1903 - 1978 Berlin. Pressezeichner. Arbeitete als Illustrator der Berliner Zeitung Der Kurier. Viele Ausst.
Hoffmann, Wolf
1898 Wernigerode/Harz – 1979 Berlin. Architekt, Bildhauer, Maler, Grafiker, Autodidakt. Arbeitet unter Einfluss von Munch und Brücke-Malern. Prof. a.d. HfbK Berlin.
Hohenhaus, Ulrich
1938 Lupken/Ostpr. Lebt in Appeln. Grafiker, Zeichner, Maler. H. besuchte 1958–61 und 1966–69 die HfbK Hamburg bei Kranz, Kluth, Wunderlich, Hundertwasser, Richter, Jones. Seit 1970 Wohnsitz in Hbg. 1969–2000 Kunsterzieher am Gymnasium St. Georg in Hbg. 1970 Beteiligung an den Editionen COOPerative. Seit Juli 2001 Wohnsitz in Appeln b. Bremervörde.
Hopf, Eduard
1901 Hanau/Main - 1973 Hamburg. Maler, Grafiker, Goldschmied. 1915-20 Ausbildung zum Goldschmied und Zeichner an der Zeichen-Ak. Hanau. Als Maler Autodidakt. Ab 1923 freischaffend in Hamburg. Studienreisen nach Italien (1923) und Norwegen (1930, 1934, 1936). 1929 Heirat mit der Tanzpädagogin Thea Engel, gemeinsame Schule für Ausdruckstanz in der Schlüterstraße. 1937 3 Aqu. im MKG beschlagnahmt. 1941 Funker in Lübeck. 1943 Geburt der Tochter Angela, Tod von Thea. Erlebnis der Bombardierung Lübecks und Hbgs. Vernichtung seines Oeuvres durch Bombardierung des Ohlendorffhauses. 1947-57 Dozent an der LKSchule. Dozentur an der VHSchule.
Hops, Tom
1906 - 1976 Hamburg. Maler, Landschaft und Stadtveduten. Kaufmänn. Ausbildung, Seefahrt, ab 1928 autodidaktisch künstlerisch tätig. Zahlreiche Auszeichnungen in Nürnberg, Berlin, Edwin-Scharff-Preis Hbg.
Hrdlicka, Alfred
1928 – 2009 Wien. Bildhauer, Maler, Grafiker. 1946-52 Studium der Malerei an der Wiener Ak. bei Albert Paris Gütersloh und Josef Dobrowsky. 1953-57 Bildhauerei bei Fritz Wotruba. Ab 1955 Lithowerkstatt in Wien mit anderen. 1964 Biennale Venedig. Professuren in Stuttgart, 1973-75 HfbK Hbg, Berlin, Wien. 1983-86 Gegendenkmal in Hbg.
Hürfeld, Holger
1971 Lüdinghausen/Westfalen. Lebt in Hamburg. 1990 Werbeillustrator in Münster. 1991 Studium an der FHSchule Hbg, Diplom 1999. Seit 1997 Illustrationen für versch. ZS. 1998 Kunstpreis Rosenheim-Stiftung FFM. 1999 Dt. Kunstpreis Volks- u. Raiffeisenbanken im Sprengelmuseum.
Husmann, Fritz
1896 Bremen - 1982 Hamburg. Zeichner, Maler, Grafiker, Bildhauer. Bis 1914 Malerlehre in Bremen. KGSchule Bremen. 1915 eingezogen, 1919 aus engl. Gefangenschaft entlassen. Bis 1922 Studium an der KGSchule Altona, Meisterschüler von Otto Fischer-Trachau. 1922 Heirat mit Therese Helmsen, zwei Töchter. 1926 Übernahme des At. von Fischer-Trachau. Um 1930 Beginn der graf. Arbeit und freien Kunst. Im 2. Weltkrieg Bodenpersonal der Luftwaffe. 1943 Zerstörung des Gesamtwerks im Altonaer At. Mitgründer der Hamburger Gruppe 1945, des Baukreises. In 2. Ehe Heirat 1947 mit der Pianistin Adelheid Zur, 2 Söhne, Mathias u. Nikolaus. 1952–55 Mitglied der Staatl. Kunstkommission. Zum Lebensunterhalt 1948–57 Durchführung von Ausst. für das Arbeitsamt Hbg, Zeichnungen von Tanz- und Theaterszenen für Zeitungsverlage. 1948–71 Lehrer an der Hbger VHSchule. 1956 Edwin-Scharff-Preis.