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Damker, Emil 

1897 Hamburg - 1950 Worpswede. 1912-16 KGSchule Hbg, Fachklasse Grafik. Gleichzeitig Lehre zum Buchdrucker. 1914-? Soldat, entlassen mit Magenleiden, lebenslange Belastung. Betreibt zunächst eine Buchhandlung. Mitglied der HKüS. Seit 1927 freischaffend, ab 1929 Ausst.. Zunächst Malerei, bald Grafik mit vorwiegend Holzschnitten. 1935 Heirat mit Frieda Meyer, Verwandter von Emmy Meyer, Schülerin von Otto Modersohn. 1936 erwirbt die HKH den HS Winterwald.  1937 Beschlagnahme des HS Straße im Schnee in Aktion E.K. 1939 Geburt des Sohns Wilfried. Im 2. Weltkrieg erneut einberufen, wegen Magenleiden baldige Entlassung. 1944 Umzug nach Worpswede. 

 

Daube (Schweitzer-Daube), Gabriele

1901 – 1988 Hamburg. Malerin. 1918–21 Malschule Koppel bei Friedrich Ahlers-Hestermann, Erich Hartmann und Heinrich Stegemann. 1924 Heirat, bis 1938 fünf Kinder. Familiensitz in Hbg Hochkamp. Freundschaft mit Ernst Rump, Emma Israel, Heinrich Stegemann, Hans Martin Ruwoldt, Fritz Flinte, Else Weber, lebenslang mit Erich Hartmann. 1933–38 Aktzeichnen bei Lore Feldberg-Eber. 1948–52 Ausbildung im Baukreis bei Ernst Witt. Beitritt zur GEDOK. Malreisen mit Künstlerfreunden an die Ostsee, nach Sylt und Elba. 1964-65 Aufenthalt in Chile.

 

Davidson, Willy 

1890 Bromberg - 1933 Hamburg. Maler, Grafiker, Innenarchitekt, Bühnenbildner. Studium an der Dresdner Ak. bei Gotthard Kühl. 1914-18 Kriegsdienst. Ab 1918 in Hbg. 1919 Gründungsmitglied der HSez, bis 1920 Vorstand. Finanzverwalter des Vereins Künstlerfest Hamburg. Studienreisen nach Italien, Madrid, Antwerpen, Paris, mehrfach Südfrankreich. 1927-32 Bühnenbildner am Hamburger Stadttheater (Oper), zeitweilig künstlerischer Beirat. Erstes At. in Fritz Schumachers Technikum, später in der Rothenbaumchaussee 26/28 mit dem Architekten Curt Ahleff. Trennung 1932. Veranstalter von Künstlerfesten. W.D. starb mit 42 Jahren an einer unheilbaren Krankheit. 1937 1 Gemälde in der HKH beschlagnahmt.

 

Deiters, Max 

1892 Altona - 1947 Hamburg. Maler, Grafiker, Zeichner. Lithografenlehre, nebenberuflich Abendstudium an der Hbger KGSchule. 1912–14 Militärdienst, 1914–18 Soldat, schwere Kriegsverletzung. Mitglied des Soldatenrats. Ab 1918 freischaffend in Hbg, ab 1927 politischer Zeichner und Journalist am Hamburger Anzeiger und Volk und Zeit, später an der Hamburger Freien Presse. Setzte sich für die Bildagitation der SPD ein. Freundschaft mit Erich Lüth und Hans Sommerhäuser. 1931 Wohnung in Altona. Nach 1933 nur noch unpolitische Illustrationen, 1937 Rückzug von der Pressearbeit. Seine Frau Lili sicherte mit Illustrationen die Existenz. 1940 Sohn Peter. Nach 1945 Beteiligung am demokratischen Neuaufbau, Ausschuss für Entnazifizierung. Fortsetzung der Zeitungsarbeit, freischaffende Malerei. 

 

Derpapas, Georgios 

1937 Katerini/Griechenland. Lebt auf Mykonos. Maler, Grafiker, Entwerfer. Seit 1957 in Deutschland. Nach Studium der VWL Ausbildung zum Stoffmuster-Entwerfer. 1960 Beginn autodidaktischer Malerei. 1962–67 freischaffend in Hbg. Rückkehr nach Griechenland. 

 

Dewald, Franz 

1911 Viernheim/Mannheim – 1990 Karlsruhe/Grötzingen. Maler, Grafiker. Studium a.d. Ak Mannheim, AkdBKünste Mannheim und Karlsruhe. 

 

Drenkhahn, Reinhard 

1926 Hamburg - 1959 ebd. Maler, Grafiker. Nach einer Dekorateurlehre Studium der Innenarchitektur an der HHH. Im April 1944 einberufen, erlebt den Partisanenkrieg bei Besançon. Nach Kriegsende in der Schweiz interniert. 1945–47 Fortsetzung des Studiums bei Edgar Horstmann, kurze Zeit bei Karl Kaschak, 1947 bei Willem Grimm an der LKSchule. Nebenbei bis 1949 Dekorateur bei der Real-Film-Ges. Hbg. 1948–50 Studium bei Arnold Fiedler am Baukreis. 1950 Ausbau eines Dachbodens in der Sierichstraße mit Kai Sudeck zu At.s. Ab 1951 4 Studienreisen nach Paris. Im Februar 1953 Vernichtung aller Arbeiten. 1953 Reise nach Ischia, 1954 Ibiza, 1956 Amsterdam, 1957 Spanien. 1958 Stip. zum Lichtwark-Preis und Einrichtung eines zweiten At.s in St. Pauli. 1959 Reisen nach Kopenhagen und Paris. Tod durch Suicid.

 

Dreyfuss-Cohn, Ruth 

1921 Hamburg, gest. in Buenos Aires. Tochter eines Bankiers. 1938 Emigration nach Montevideo/Uruguay. Arbeit als Kinderfräulein, später Lebensunterhalt durch selbstgefertigtes KG. Mehrsprachensekretärin in einem Büro. 1941 mit Erich Dreyfuss Übersiedlung nach Buenos Aires, 1943 Heirat, zwei Kinder. Um 1950 Eröffnung eines Mode-At.s. Nach der Geschäftsaufgabe Studium der Philosophie und Lit., schriftstellerische Tätigkeit, Entwürfe für Wandteppiche, Auseinandersetzung mit der NS-Verfolgung in Hbg.

 

Dülberg, Ewald 

1888 Schwerin - 1933 Freiburg. Maler, Bühnenbildner, Holzschneider, Regisseur. Studium ab 1908 in München an der Knirr-Zeichenschule und Ak. 1912-15 am Hamburger Stadttheater (Oper) und Lehrer an der KGSchule. 1915-16 Soldat im Baltikum. Wechsel nach Berlin, 1918 Bühnenbildner am Volkstheater am Bülowplatz. Bis 1920 Lehrer an der Odenwaldschule. 1920-26 Lehrer an der Kunst-Ak. Kassel. 1928 Professor an der Bauhochschule Weimar. Anschließend Kroll-Oper Berlin. 1930 Entlassung aus dem Preuß. Staatsdienst. 1937 10 Werke in der HKH beschlagnahmt, im Dt. Reich weitere 40.

 

Dülberg, Peter 

1911 München - 1976 Stuttgart. Maler. Sohn aus erster Ehe Ewald Dülbergs mit Hedwig Arnheim. 1926-28 Bauhochschule Weimar. Seit 1928 in Berlin. 1929 Volontariat an der Kroll-Oper. 1930 Gebrauchsgrafiker-Lehre in Hbg. 1932 Malerei-Studium in Paris. Seit 1933 freier Maler in Hbg. 1941 Ausst.verbot nach Konflikt mit der RKK. Nach Ausbombung 1943 Übersiedlung nach Süddeutschland. Ab 1953 Wiederaufnahme der Malerei. 

 

Düsing, Fritz

1896 – 1965 Hamburg. Maler. 1914-18 Kriegsteilnahme, 1918 schwere Verwundung. 1919-24 Studium an der KGSchule bei Wohlers, Illies, Bossard. 1924-32 Fortsetzung in München. Danach freischaffend. Reisen nach Frankreich, Italien, Dänemark. 1933 Mitglied der HKüS. 1939-40 erneut eingezogen. 1949 Mitglied des Kleiner Hamburger Künstlerring. Zeitweise in Glückstadt lebend. 

 

Dunkel, Alfred 

1901 Altona - 1988 Hamburg. Gebrauchsgrafiker, Maler. Abbruch des Studiums an der KGSchule. 1917 Seemann, Kurierdienste für die KPD. Ab 1919 als Gebrauchsgrafiker in Hbg tätig. 1933 vier Monate inhaftiert wg Widerstandsaktivitäten. 1935 Verurteilung zu drei Jahren Zuchthaus. 1938-44 sechs Jahre „Schutzhaft“ im KZ Sachsenhausen. Dort Aufstieg zum Vorarbeiter im KFZ-Depot. Im November 1944 Strafbataillon Dirlewanger, Desertation zur Roten Armee. Bis Oktober 1945 in der SU kriegsgefangen, Heimkehr an Krücken. 1946-47 für den VVN tätig. 1956 Besuchsreise nach Norwegen zu Mithäftlingen in Sachsenhausen. Freier Mitarbeiter als Zeichner für versch. Zeitungen. 

 

Dunkelmann, Paul 

1909 – 1999 Hamburg. Grafiker. Dekorationslehre bei Karstadt. 1929-33 Studium bei Carl Otto Czeschka an der KGSchule Hbg. Ab 1934 freischaffend. 1935 Beitritt zum BDG. 1939 Soldat in Frankreich und Russland, Ende 1945 Entlassung aus am. Gefangenschaft. Ausbombung von Wohnung und At. in Hbg. Bis 1947 in Stuttgart, ab 1948 in Hbg als freier Grafiker tätig. 1949 Heirat mit Ruth Maasz, später Leiterin des Kunsthauses Hbg. Bezug des früheren At.s von Friedrich Adler. Weiterbildung in Aqu.-Malerei und Radierung bei Erich Hartmann, Volker D. Heydorn, Hans Sperschneider. Unterrichtete später Grafik und Schrift an der Kunstschule Stock-Schmilinsky. Studienreisen in die Mittelmeerländer und Nordafrika. 

 

Duwe, Harald 

1926 Hamburg - 1984 Tremsbüttel/Schl.-Holst. Maler, Grafiker. 1942–45 Lithografenlehre. 1945–50 Studium an der LKSchule Hamburg bei Willem Grimm und Erich Hartmann. Anschließend Stip. der Kgl. Ak. in Stockholm. Ab 1950 freischaffend. 1951 Heirat mit der Kommilitonin Heilwig Ploog. Bis 1979 Errichtung eines Hauses in Großensee/Schl.-Holst. 1952–61 Kinder Katharina, Johannes, Tobias. Ab 1953 Studienreisen in die Mittelmeerländer. Reisen in die USA, London. 1970 Edwin-Scharff-Preis Hbg, 1981 Kulturpreis der Landeshauptstadt Kiel. Ab 1975 Dozent einer Malklasse an der FHSchule Kiel. Tod durch Autounfall. 

 

Duwe, Johannes 

1956 Hamburg. Lebt ebd. Maler, Grafiker. Sohn von Harald und Heilwig Duwe. 1976–86 Studium an der HfbK Hbg. Arbeitsstip. des Landes Schl.-Holst. für New-York City. 1989–91 Stip. des Vereins zur Förderung junger Künstler in Hbg. 1990–2015 Lehraufträge an der HAW in Hbg. 1999 Toleranzpreis der Stadt Lübeck. 2007-08 Dozent an der int. Sommer-Ak. für Kunst und Design Hbg.